Nobody’s Diary. [30]

Welke Träume. Ein verlassener Ort. Die Einsamkeit und die Angst vor dem Verlassenwerden. Ohne Worte. Nur Bilder eines zerstörten Lebens. Kapitulation vor dem Vergessen. Das In-Erinnerung-Rufen des Lebens. Der Vergangenheit Paroli bieten. Kalkulierte Desinformation über das Leben anderer. Trockene Tränen für ein Leben aus Watte. Blut an der Hand. Kleine Schnitte, nicht tief. Ergötzende Buhrufe von Freunden. Ein Wiedersehen mit der Welt. Malträtierung des Gewesenen. Der Atem, so ruhig und sanft um des Überlebens wegen. Müde Augen auf verlassenem Posten. Totes Gewebe in der Hand des Falschen. Kontinuirlicher Anstieg der Wut. Kontaktierung des Hasses. Einsetzen der Gleichgültigkeit. Zum Sterben zu jung. Tränen für ein Meer aus Blumen. Und das Gefühl unendlicher Leere.

Aus: Damals. 2007 oder 8. Oder 6.

Über Dominik Leitner

Es war einmal. Und jetzt bin ich.
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Eine Antwort zu Nobody’s Diary. [30]

  1. Bisaz schreibt:

    Großartig, echt.

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