The Tree of Life.

“Father, Mother. Always you wrestle inside me. Always you will.”

The Tree of Life. Ein episches Werk, über das Leben. Über den Tod und das Erinnern. Über das “Woher kommen wir?” und das “Wohin gehen wir?”. Über die Liebe und den Hass. Über Mutter- und Vaterliebe. Dieser Film umfasst eine Unmenge, berührt viele kleine Einzelheiten und lässt den Zuseher nach 138 Minuten ohne Antworten zurück. Für manche ist das zu wenig, für mich jedoch genau richtig. Genug Grundlage um nachzudenken.

Jack (Sean Penn) erinnert sich an seine Kindheit. Damals, in den 1950ern, als er mit seinen Brüdern durch die Vorstadt tobte. Als er um die Liebe seines Vaters kämpfte (Brad Pitt), und die Liebe der Mutter genoss. Ein Leben, wie es vielleicht in Ansätzen für viele Menschen zutrifft. Man sieht das Leben vor und das Leben viele Jahre nach einem Schicksalsschlag. Und auch das ist, für Menschen, die mit Schicksalsschlägen Erfahrung haben, ein filmischer Schlag in die Magengrube.

Dialoge sind rar gesät in dem Film, immer nur Stimmen. Stimmen der Mutter, des Vaters, Stimmen des jungen und des gealterten Jacks. Manchmal Bibelstellen, oft nur poetische Gedanken, poetische Vorwürfe. Es ist eine Parabel an das Leben. Mit all seinen Facetten. Es reißt mit, überzeugt mit ungewohnter, aber genialer Bildführung und beeindruckenden Bildern. Und am Ende ist man überrascht. Weil der Film keine Antworten geben konnte/wollte, und viel eher unzählige neue Fragen entstehen ließ.

The Tree of Life wird nicht jedem gefallen. Es ist nichts für einen gemütlichen Kinoabend, für pure Unterhaltung. Man muss sich darauf einlassen, muss eintauchen, in das Texas der 50er Jahre, muss damit rechnen, sich während des Films unzählige Gedanken zu machen. Aber wenn man sich darauf eingelassen hat, ist Tree of Life ein wirklich wahnsinnig sehenswerter Film.

The Tree of Life

Regie: Terrence Mallick

Sean Penn
Brad Pitt
Jessica Chastain

USA 2011
Im Kino ab: 16. Juni 2011

Über Dominik Leitner

Es war einmal. Und jetzt bin ich.
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