Boyce Avenue.

Weil: einfach schön. Weil: unbedingt sehen. Weil: gar nicht so weit weg. Boyce Avenue in der Szene Wien, gestern, am 29. April 2011.

Polyana Felbel

Eine Gitarre (alternativ: ein Keyboard), einen Kontrabass und eine kleine junge Frau mit großen Augen und einer unglaublichen Stimme. Mehr braucht man nicht für eine großartige Band. Polyana Felbel hat mich vom ersten Takt weg gefesselt, hat mich gepackt, mir Gänsehaut über den Rücken, den Kopf und schlussendlich über den ganzen Körper laufen lassen. Mich beinahe zu Tränen gerührt, mich sprachlos gemacht. Vor allem ihre Coverversion von “Rabbit Heart” der bezaubernden Florence (von Florence and the Machine) hatte es eindeutig in sich. Aber auch ihre eigenen Lieder waren be- bzw. verzaubernd. Kaum zu glauben, dass die Band erst seit gerade einmal 6 Monaten besteht. Bitte mehr davon. Viel mehr!

Boyce Avenue

Und dann schließlich Boyce Avenue. Wenn drei Typen (übrigens: Brüder) es schaffen, auf YouTube mehr als 280 Millionen Views mit ihren Videos zu erzielen, haben sie wohl auch nicht so viel falsch gemacht. Und haben uns alle, vierhundert Leute oder was auch immer, mitgerissen. Mit selbstgeschriebenen Liedern und mit den Coverversionen, wegen welchen wir sie ja eigentlich so sehr lieben. Haben zwischen wilden Gitarrenriffs und ruhiger Akustik gewechselt und Alejandro (der Leadsänger) zeigte wieder einmal seine unglaubliche Stimme.

Besonders schön war es, als sie plötzlich “Wonderwall” anspielten. Mein Lied, dieses eine große bombastische Lied.

Und man grölt mit, den Text, den man seit Jahren auswendig kann, lässt all die wunderbaren Erinnerungen Revue passieren, von damals, von all den schönen Dingen, die mir in meinem Leben bisher passiert sind. Garniert mit Schicksalsschlägen, die mein Leben zwar schwieriger, aber mich wohl zu diesem Menschen werden haben lassen. Magisch, dieser Moment. Magisch dieses Konzert.

Über Dominik Leitner

Es war einmal. Und jetzt bin ich.
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