Things, you shouldn’t do …

Harte Zeiten erfordern harte Maßnahmen. So sagt man doch immer. Ich persönlich finde diesen Satz grundsätzlich zum Kotzen und auch sonst halte ich wenig von verallgemeinernden Sätzen wie diesen. Die haben ja alle keine Ahnung. Ich bin gerade um einige Kilos wieder leichter geworden, nachdem mir heute nach Abgabe meiner Spanisch-Prüfung ein fetter Stein vom Herzen fiel (machte zwar Krach, aber die Lektorin hatte eh genug zu tun, um alle anderen am Schummeln zu hindern.) Diese Woche, die mal so richtig hart war, habe ich hinter mir.

Und im Grunde genommen bin ich ja selber Schuld. Niemand (und ich sage: NIEMAND) fängt in gerade so einer Zeit an, auf das eine große Suchtmittel zu verzichten. Den vollen Entzug durchzugehen. Mit dem Finger den Putz von den Wänden kratzen, weil manchmal eben doch das Verlangen da ist. Aber mein Konsum von Energy Drinks war eben schon nicht mehr ganz so das Wahre. Zwar habe ich ganz eigenmächtig die Dosis meines Substitutionsmittel in höchstwahrscheinlich schon ungesunde Höhen erhöht, aber Kaffee muss eben mal sein.

Und mein Zigarettenkonsum? Wollen wir wirklich darüber reden? Während ich die “Smiths” höre, und so den ganzen (500) Days of Summer – OST durch, und in meinem Kopf gibt es nur mehr Rechnungswesen und Spanisch und gramática und Kostenrechnung und was weiß ich. Und die Uhr in meiner Taskleiste zeigt mir 2.30 Uhr an. Dann raucht man sich eben die Seele aus dem Leib, noch dazu, weil man so ein Schlappschwanz ist, und am Liebsten ganz einfach den Schwanz einziehen würde. Und dann so ein Schlappschwanz, weil man eben nicht tut.

Aber worüber ich gerade sehr positiv denke, ist meine Ernährung. Schon richtig großartige Gerichte gekocht (bisher 3 Mal gekocht, bisher 3 Mal irgendetwas mit Thunfisch), zum Frühstück oft nur zwei Scheiben Brot mit Kräuteraufstrich und gewürfelten Paprikastückchen, zwischendurch immer mal wieder einen Apfel, spätmitternachts Dutzende Weintrauben. Ja, das ist gut so. Und die eine Pizza gestern, aus Frust über ein schon erhaltenes Prüfungsergebnis, darf auch sein. Ich habe ja keine Gehirnwäsche hinter mir, sondern versuche einfach nur, etwas Neues auszuprobieren.

Aber im Grunde genommen habe ich so ungefähr alles gemacht, was man nach Mitternacht nicht mehr tun sollte.

Der Apfel schmeckte gut, die Zigarette nicht mehr, der Kaffee war kalt und das Ende der Welt trat auch nicht ein. Jetzt, planlos, schlaflos, und froh, dass die Prüfungen mal fürs Erste Geschichte sind, bin ich einfach nur froh, meine Ruhe zu haben. Von allem. Und sowieso.

Über Dominik Leitner

Es war einmal. Und jetzt bin ich.
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Eine Antwort zu Things, you shouldn’t do …

  1. tobi schreibt:

    Garden State, 500 DoS… mir gefällt dein Filmgeschmack.

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