
(via
X-atenea-X | lastfm)
Und nachdem ich euch in den letzten paar Wochen fünf neue Alben von altbekannten Musikern vorgestellt habe, bekommt ihr es nun mit einem meiner unglaublich großen Lieblinge zu tun: Talk Talk. Auch, wenn sie euch vielleicht jetzt nichts sagt, ihr kennt sie. Irgendwann 1984 waren sie mal das große Ding, mit “Such a Shame” und “It’s my life” haben sie damals schließlich sogar Songs geschaffen, die man sogar jetzt im Mainstream-Radio ab und an hört. Aber … auch wenn mir diese Musik nicht schlecht gefällt, das Beste von Talk Talk kam Jahre danach. Leute, die über Musik schreiben, nannten sie die “Heroinjahre”.
In meinem Geburtsjahr begingen Talk Talk (wie laut.de sagt) kommerziellen Selbstmord. Sie hatten zwar mit ihrer Musik Mitte der Achtziger einen ganz eigenen Stil entwickelt, doch von dem wandten sie sich zunehmend wieder ab. “Spirit of Eden” ist ein außergewöhnliches Werk. Ich habe keine Ahnung, wie ich diese Art von Musik beschreiben kann. Minimalistische Klänge, hoch experimentell, und die markante Stimme von Mark Hollis, eingeträufelt in den genau richtigen Dosen. Der erste Song, “Desire” dauert alleine 23 Minuten. Und gehört wie auch die anderen drei zu den großartigsten Musikstücken, die ich bisher gehört habe. Vor allem “Wealth”, Lied 4, versucht immer und immer wieder irgendetwas in mir drin zu zerreißen, mich zu rütteln, mich in Tränen ausbrechen zu lassen.
Drei Jahre später legen sie dann nach. “Laughing Stock” heißt das letzte Album der Band, und auch damit haben sie sich von ihrem etablierten Stil noch weiter entfernt. Und schaffen Klangwelten, die so unglaublich bildgewaltig und außergewöhnlich sind. “New Grass”, Track 5, war es eigentlich, der mich zu Talk Talk führte und mich lehrte, dass es auch etwas nach “It’s my life” gab. Und dieses Lied ist es auch, welches mich am 15. August 2008 zu dieser Erkenntnis kommen ließ. “After the Flood” wird ebenso heißgeliebt wie “Runeii”. Von diesen beiden Album gibt es definitiv kein Lied, welches in mir nicht ein ganz besonderes Gefühl hervorkehrt.
Es ist schwierig, diese Musik irgendjemandem zu empfehlen. Im Grunde genommen müsst ihr sie alle lieben. Sie ist … ja, sagen wir … unglaublich. Sie ist wunderschön. Wunderschön komponiert, wunderschön arrangiert. Sie ist einzigartig und – wie wahrscheinlich schon eintausendmal gesagt – außergewöhnlich. Berührend, verstörend, die vorübergehende Melancholie wunderbar unterstützend. Ihr müsst sie unbedingt hören, sucht also auf YouTube und taucht ein in diese wunderbare Klangwelt. Und tragt es bitteschön hinaus in die Welt. Ich habe meine Arbeit hiermit getan.










