
Ein überaus gelebtes Jahr 2009 geht zu ende.
Ich möchte keinen Jahresrückblick im herkömmlichen Sinne machen. Nicht mit diesen Unterteilungen in diese Monate, oder in Quartale, wie ich es glaube ich vor zwei Jahren machte. Nein. Ich möchte erzählen. Möchte ich mitnehmen, auf eine kleine Reise durch diese 364 Tage.
In diesem Jahr habe ich zum ersten Mal seit 2 Jahren gelebt. Habe mich hingegeben, habe geliebt, habe geweint und habe mit voller Ehrfurcht dem Leben mit meinem eigenen Antlitz entgegentreten können. In diesem Jahr habe ich viele Freunde neu kennengelernt und auch mich selbst in manchen Dingen in die richtige, in manchen in die falsche Richtung entwickelt. In diesem Jahr habe ich sinneserweiternde Dinge ausprobiert und habe meinen Körper neu kennengelernt. Und obwohl dieses Jahr so außergewöhnlich schön und gut war, bin ich unglaublich hoch geflogen, aber auch immer wieder furchtbar tief zu Fall gekommen.
Mit diesen 3 Todesfällen (1, 2, 3) in der Familie, mit diesen furchtbaren Geschichten von ehemaligen Freunden. Das alles hat mir nicht so ins Konzept gepasst, und vielleicht ist es genau das, was 2009 zu genau diesem Jahr machte.
Ich habe Wien die Zunge gezeigt, kurz bevor ich es ein weiteres Mal zu lieben begann, ich habe einen genialen Urlaub mit meinen Freunden verbracht, ich habe St. Pölten in die Arme geschlossen, obwohl ich es noch viel zu wenig kannte. Ich habe so viele wunderbare neue Bekanntschaften gemacht, habe das ganze Jahr über gewisse Teile meines Herzens verschenkt. Mögen diese Menschen gut darauf aufpassen, okay?
Und neben all der Ausbildung und dem Job, den ich seit Mai habe, gibt es da auch noch die Kunst. Die Kunst des Schreibens, die ich mir erlernt habe, und die von so manchen Stammlesern auch wirklich geliebt wird. Ja, ich nenne sie Kunst. Schön langsam werde ich auch von meinem Talent selbst überzeugt. Und daran habe ich nun auch das ganze Jahr gearbeitet. Volle Distanz. Näher zu dir, eine Idee seit Februar 2008, ist jetzt vielleicht bis zu einem Viertel oder einem Fünftel fertiggestellt. Meine Blogsitcom steckt noch in der Entwicklung. Und mein einzig außergewöhnlicher Artikel in diesem Jahr ist “Das wars. [Ein Liebesbrief]“. Am 1. Februar veröffentlicht, ohne einen Menschen im Hinterkopf, und innerhalb von 11 Monaten der erfolgreichste Text überhaupt hier. 2.805 Zugriffe bisher, 112 Mal wurde der dazugehörige Podcast angehört. Ein Meisterwerk, wenn ich so sagen darf. Und so furchtbar ehrlich.
Und das war es. Das war 2009.
Es war wunderschön und es war aber ebenso hässlich. Aber so wie ich kenne, mit meiner rosaroten Vergangenheitsbrille, werde ich mich nur mehr an die schönen Momente zurückerinnern können. Und von diesen gab es mehr als genug!
Und 2010? Wird Hammer!
Volle Distanz. Näher zu dir wird fertig. Und ich darf mich dann ganz offiziell Autor nennen. Ich werde mein erstes Jahr an der FH positiv abschließen und irgendwann auch mal die Titelstory unseres Magazines schreiben. Ich werde ein Organisationstalent in jederlei Hinsicht. Und ich werde lieben. Werde mich verlieben, werde spüren: Nähe, Zärtlichkeit, Eins sein. Alles.
Also ja. 2010 wird großartig. Der ANFANG von something special, ‘kay?
photocredits: just4ikarus | flickr











Es klingt wundervoll.
PS: Und ja, nenn es Kunst. Ich glaube, das ist es.
Schöner Text. Gefällt mir. Schreibe weiter, ich werde es lesen.
Ich wünsche dir ein tolles und aufregendes Jahr 2010 und freue mich immer mal wieder hier einzufallen. Halt dich!