
Über krankheitsbedingte Arbeitswochen, Prüfungsscheiße und die Frage nach der Trauer.
Ja, natürlich denke ich an euch. Auch wenn ihr derzeit noch mit Kommentaren zu dieser Kolumne spart (das soll jetzt eindeutig keine Aufforderung sein), halte ich unentwegt an ihr fest und versorge euch auch heute wieder mit einem zwanghaft lustigen Rückblick über die letzten sieben Tage zu versorgen. Auch wenn mir natürlich schon aufgefallen ist, dass das Meiste hier vor allem ich besonders lustig finde. Aber es ist ja immer so: Man hätte es selbst erleben müssen.
Nach Folge Nummer 4 folgte sogleich ein kurzer, unnötiger Samstagarbeitstag (mit dem vollen Umfang von 4 Stunden), welcher vor allem dadurch erschwert wurde, da ich eben nur genauso viele Stunden und noch dazu in meinem Auto schlief. Das Leben ist eben manchmal schon etwas umständlich, ungemütlich und lässt nur wenig Zeit zum Erholen. Am Abend dann fand schließlich das schönste Betrinken seit mehr als 3 Jahren statt. Und dass auch meine Schwester in diesem Lokal mitfeierte, machte daraus etwas Besonderes. Weil es ja auch zwischen uns, trotz so mancher Streitereien (die aber neuerdings ohne Blut, blauem Auge oder Schürfwunden von statten gehen – ich glaube wir werden erwachsen!), zurzeit gerade wieder passt.
Die ganze Woche dann kämpfte ich gegen eine wirklich gemeine Verkühlung an. Aus Schnupfen wurde Husten, wurde Kopfschmerzen und verschlagene Ohren. Und schließlich das Ganze, nur noch schlimmer. Ich frage mich sowieso, warum ich mich in diesem Zustand doch die ganze Zeit immer und immer wieder in die Arbeit ging. Machte es mir doch der kalte Schweiß auf meiner Stirn ganz offensichtlich, dass ich nicht besonders gesund war. Und im Übrigen sieht man es mir sogar an meinen Augen (bzw. vor allem) an, dass ich angeschlagen bin. Aber wahrscheinlich war all die Mühe nur, weil ich mich sowieso in der letzten Ferialjobwoche befand, die ich auch noch mit Arbeiten für meinen Job in Wien versüßte.
Im Übrigen habe ich schließlich die Noten für meine Prüfungen erfahren. Wisst ihr, dass man sich ganz schnell unglaublich dumm vorkommen kann? Und da ist es egal, ob der Professor und sein Verbesserer Vollidioten sind oder nicht. Aber dieses Resultat das Semester ist ja eben doch mehr als nur zu kotzen. Infos hätte man diese Woche via Twitter und meiner Soup erfahren. Deswegen ist die Sache mit der Familienbeihilfe für ein paar Monate zumindest gegessen, und so bin ich nur mehr als froh, dass ich noch meinen Job in Wien habe. Und jetzt habe ich endlich auch wieder Zeit, mich voll und ganz hineinzuwerfen.
Letztendlich haben wir es auch noch geschafft, uns zusammenzusitzen: ein 11-Tage-Urlaub-Festival muss ja auch richtig durchgeplant werden. Und ja, wir freuen uns schon auf unser Goa-Psy-Festival in Ungarn. Mit Wohnwagen und Partylaune. Deswegen kündige ich jetzt schon mal an, dass ich mindestens 10 Tage nicht mehr erreichbar sein werde. Ach … wie schön. Urlaub. Endlich. Party.
Und dann wär da noch die Sache mit der Trauer. Natürlich machte es mich anfangs etwas stutzig, als mein Vater mich fragte, ob ich mitfahren möchte. Ins Krankenhaus, zu meiner Oma (väterlicherseits). Ihr würde es nicht gut gehen und es ‘wäre nur mehr eine Frage der Zeit’. Verdammte Floskeln. Aber sie ist 87 Jahre alt. Darf man da nicht irgendwann einmal einfach gehen dürfen? Irgendwie hatte ich ein viel trauriges Gefühl in mir, als die Großmutter eines wichtigen Freundes vor kurzem, und relativ überraschend, verstarb. Muss man mit aller Gewalt trauern? Kann man ihr nicht einfach nur alles Gute wünschen? (Und ja, auch wenn ich früher immer sagte: Es ist nie gut wenn jemand stirbt! Heutzutage denke ich: Manchmal ist eben einfach Zeit für sowas.) Und ich muss sagen: Es war schön, sie noch einmal zu sehen. Den Humor hat sie zumindest noch nicht verloren.
Und mit diesen, doch eher etwas nachdenklichen Worten entlasse ich euch heute ins Wochenende und bin einfach nur überaus glücklich, dass heute eben Freitag ist. Und ja, diesmal eindeutig mit Senf.










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