Archiv für September 2008

Ab- und Zunehmen 2.0. Woche 12.

 


Die aktuelle Zusammenfassung der Woche 12

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POLILOG

Neues Projekt. Neuer Blog. Neue Beschäftigung. Altes Thema. Neue Politik?

Sick and tired.

Ein Text basierend auf einem Gedankenpups.

Wie geht es dir dabei. Hast dich doch zu dem Menschen entwickelt, der du nie sein wolltest. Den du vor die Tür setztest, als es schon viel zu spät war. Wie ist es, genau die Person zu sein, der man auszuweichen gewohnt war. 

Da bist du. Nur wenige Meter von mir entfernt, das erste Wiedersehen nach unzähligen Monaten. Ich sehe dich, mehrmals, drehe mich offensichtlich zu dir um, möchte nicht näher kommen, möchte nur bemerkt werden, möchte ein Winken oder ein „Hallo.“ Und gehe schließlich weiter. And I kept the thoughts until i fell asleep, hours later.

Du warst zu jung, als wir uns trafen. Viel zu jung. Ich hätte es vorher wissen müssen, und ich hätte es doch nicht akzeptiert, da mein Herz ja etwas total anderes dazu zu sagen hatte. Es war eine schöne Zeit, jene mit dir und uns. Es war wundervolles Leben, high above the sky. Unvergesslich und viel zu lange noch wünschte ich mir ein Happy End. Doch Happy Ends sind retro. Total out. In diesem Jahr und in meinem Leben. Nichts passiert einfach so. Außer. Außer, dass man sich mehr und mehr voneinander wegentwickelt.

Will ich dich überhaupt noch sehen? Ich weiß, du bist noch immer so hübsch wie damals. Trägst immer noch diese coolen Tücher um deinen Hals, hast immer noch so unglaublich schöne Augen. Ja, ich weiß es. Aber ich weiß auch, dass du jeden Kontakt vermeidest. Schon klar, du hast Stress. Das versteht man. Aber ein Stündchen hin und her ist sich seit einem Jahr nicht mehr ausgegangen. Wenn ich keine Stunde für irgendeinen Menschen, der mir irgendwann einmal etwas mehr bedeutet hatte, opfern kann. Wenn der Stress so groß wäre, ich würde mich erschießen. 

Weißt du eigentlich, wie oft ich dein Geburtstagsgeschenk in meinen Händen halte. Diese Schneekugel, mit auswechselbaren Bildern von uns und dir. Sie steht immer noch in meinem Regal, und ich kann sie einfach nicht wegräumen. Und gegen die Wand werfen ebenso nicht. Das schon gar nicht. Am Liebsten würde ich sie dir vor deine Tür stellen, mit einem Brief, der erklärt, wie viele Momente mir diese Schneekugel schon beschert hat. Wo ich zurückfalle in die Erinnerungen von damals. Und mich oft aufs Bett setzen muss, um die Eindrücke und Erinnerungen wirken zu lassen. 

Wir sind schon so weit voneinander entfernt. So weit wie ich nie von einem ehemals geliebten Menschen sein wollte. So weit, wie du es dir wahrscheinlich erhofft hattest. Jetzt ist es also so, wie es vermutlich sein soll. Und ich werde wohl glücklich sein, dass du deinen Kopf durchgesetzt hast. Du hast die einzigartige Chance verpasst, mich (und all meine neuen Veränderungen) erneut kennenzulernen. Du hast aufgegeben, als ich noch immer Hoffnung hatte. Hier ist es. Das Resultat. Ich bin dann mal weg.

Und wenn du dir dann noch erlaubst, mit einer Freundin von mir und dir über mich zu sprechen. Über die Art Beziehungstyp, der ich vermeintlich sein soll. Du hast doch keine Ahnung von Beziehung. Lebe doch einfach dein Leben. Ja, genau. Das Leben, dass meinem von damals sowas von ähnlich ist. Mache doch so viele verdammte Fehler und suche weiter nach dir. So wirst du dich nie finden, und das kann ich dir genau sagen. Doch irgendwann wird auch noch die Zeit kommen. Deine Zeit. Doch zurzeit nervst du einfach nur.

Deine Art mich zu ignorieren. Deine Art, abwesend zu sein. Deine Art, wie ich dich passiv miterlebe. Du, dein verdammtes Leben, ihr nervt einfach. Ihr nervt mich bis aufs Blut und mich nerven die Gedanken an dich. Ich bin dann mal weg und beginne einen neuen Teil meines Lebens. Und zum Abschluss wollte ich eben nur mal wieder etwas sagen. 

Foto by [ priotography ]

Es ist vorbei.

Aus. Ende. Es reicht. (Oh. Österreicher wissen um die Mehrdeutigkeit dieser zwei Worte.)

Der Wahlkampf ist vorüber, die Nationalratswahl endet heute um spätestens 19 Uhr. Und dann weiß man, wer denn wie und warum was gewonnen oder verloren hat. Außenstehende werden uninteressiert weglesen, aber es gefällt mir, dass ich jetzt schon von einigen, durch mein Engagement in der Politik und auf NEUWAL, um Beratungshilfe gebeten werde. Objektive Beratungshilfe natürlich. Mit dem Wahlkampf endet auch in Kürze meine allerallerliebste Nebenbeschäftigung (Das kann doch wohl nur ein glücklicher Single sagen), nämlich eben NEUWAL. Ich muss mir also anderweitig eine Beschäftigung suchen.

Die Woche bot schon so einiges. (Und man mag jetzt nun überrascht sein. Es kommt wirklich etwas Persönliches.) Am Montag ging es ab nach Wien. Das Interview mit der Politikerin Heide Schmidt stand an. In Wien schlussendlich angekommen, bekam ich dann die Nachricht, dass es abgesagt wurde. Schön und gut: mit Lucas Geburtstagsparty bot der Montagabend und die darauffolgende Nacht noch eine lustig-unterhaltsame Zeit.

Am Dienstag begab ich mich auf Shoppingtour (Ergebnisse wären da mal die Computerspielesammlung F.E.A.R. Ultimate, der Film Ken Park und ein neues Aufladegerät.) um mir schließlich die Zeit bis zum Abend zu vertreiben. Der Abend bot mir dann eines der ultimativsten Erlebnisse ever. Mit Dieter Zirnig, NEUWAL-Initiator, besuchte ich die TV-Konfrontation der beiden Spitzenkandidaten der größten Parteien. Als eine der wenigen bekamen wir Zutritt zum TV-Studio, waren auf Nahkontakt mit den Politikern und den Moderatoren um schließlich im Atrium (Mit ungefähr 100 Journalisten-“Kollegen“.) über diese Konfrontation zu berichten. Ein einmaliges Erlebnis, ein einmaliger Abend, welcher schlussendlich noch ebenso großartig weiterging. Nach meiner Heimkehr ins Heim sah ich meinen, bisher relativ stillen, Zimmerkollegen mit zwei weiteren Heimbewohnern im Gang sitzen. Daraus resultierend haben wir uns noch bis um 5 Uhr morgens unterhalten. 

Viereinhalb Stunden später läutete auch schon wieder der Wecker (Zum zweiten Mal. Wohlgemerkt.) und ich machte mich zur Studienzulassung auf. Es sollt ein langer Vor- und Nachmittag werden. Selbst ein Café Latte Venti von Starbucks konnte nur wenig helfen. Aber während des Wartens traf ich auf zwei bisher unbekannte junge Frauen aus Oberösterreich. Nachdem wir ins Gespräch kamen, haben wir schlussendlich auch den ganzen Nachmittag miteinander verbracht. Ich zeigte ihnen mein Studentenheim, und sie mir ihres. Welches mich vollends begeisterte, und für welches ich mich auch schon für das nächste Jahr angemeldet habe. Nach dem gemeinsam gekochten Abendessen in ihrem Zimmer, ging es auch schon wieder zurück in meine Schlafstelle. Und um 6:45 Uhr fuhr ich mit ihnen auch schon wieder zurück nach Hause.

Man kann also von einem vollends gelungenen Wochenanfang sprechen. Es ging auch noch außerordentlich weiter. Durch die Aktivität meines Vaters in der Kommunalpolitik und im Wahlkampf brachten wir an 550 Haushalte (Der Ort in dem wir wohnen, ein Kaff. Gerade mal rund 1500 Haushalte insgesamt.) Wahlinformationen und Geschenke. Und nach diesem anstrengenden Tag (Das Verteilen zog sich von 14 Uhr bis 20:30 Uhr.) haben mein Vater und ich meine Studentenbude eingerichtet. ‘Ne richtige Matratze, Bettwäsche, Kochgeschirr. Ich bin also ausgestattet. Und nach der Silbernen-Hochzeitsfeier meines Firmpaten, von der ich gerade nach Haus gekommen bin, kann ich sagen: Wow. Was für eine Woche. Zwar habe ich keinen meiner Freunde gesehen, und sie fehlen mir auch so unendlich. Aber ich werde noch einen Weg finden.

Was ist also der Sinn dieses Eintrages? Vielleicht Zukunftsschau. NEUWAL ist tot, lang lebe das Studium? Ja, so ist es. In wenigen Tagen geht es so richtig los. Ich habe mich für Publizistik (.) und Politikwissenschaften (!) immatrikuliert. Und die Interesse ist so groß, wie noch nie. Außerdem möchte ich mich für das rege Interesse an Agenda Futura bedanken. Die Planungsphase läuft. Doch will Google mit ihrem Projekt eine Gegenveranstaltung beginnen? Aber uns stehen ja keine 10 Millionen Dollar zur Verfügung. Aber hey, beteiligen werde ich mich. Die Gedankensammelphase wurde soeben aktiviert. Was wir für Agenda Futura brauchen sind aber nicht Teilnehmer sondern Aktivisten. Agenda Futura wird neben Abnehmen 2.0 (Welches einen neuen Namen bekommen wird.) übrigens ab dem Jahr 2009 auf einer eigenen Domain zu finden sein. All diese Projekte müssen ausgeformt werden. Und gerade das macht mir Spaß. Sodass alles selbstlaufend wird. Wunderbar. Möglicherweise melde ich mich wieder öfter. Man wird es wohl sehen. 

Ach, und bevor ich es vergesse. Ich werde mich demnächst bei den Salzburger Nachrichten bewerben. Nach dem wundervoll-netten Kommentar des Chefs vom Dienst unter einem meiner Beiträge auf salzburg.com, könnte es theoretisch sogar etwas werden. Ich würde mir ja nicht viel wünschen. Lediglich einmal pro Woche Platz für eine Kolumne zu einem mir wohlgesonnenen Themas. Mal sehen, was sich da ergibt. Und deswegen Lebenslauf und Bewerbung schreiben. Und dann gehts ab. Und das wars dann auch. Es ist vorbei.

Foto: Koze (flickr)

Was mich derzeit an diesem Blog stört, ist die Pluralität der Themen. Man kann nicht über alles gut und irgendwie umfassend schreiben. Sehe man sich nur meine zwei liebsten Projekte an, an denen ich mitarbeiten darf: NEUWAL handelt von Politik, Wienlog von Wien. Themenspezifische Blogs sind eben angesagt. Und wie ich hier dagegen antreten kann und wieder zurück auf die schöne Bloggerlinie gerate, dass lasse ich mal dahingestellt.

Eigentlich macht sie jetzt doch nur das, was sie an ihm immer gehasst hatte. Sie hat sich zu dem Menschen entwickelt, mit dem sie vor Jahren keine Beziehung mehr führen wollte. Sie wurde vielleicht älter, er reifer. Und eine Genugtuung ist es obendrein.

Ab- und Zunehmen 2.0. Woche 11.

 


Die aktuelle Zusammenfassung der Woche 11

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Agenda Futura.

Projekte. Immer nur Projekte. Das Jahr 2009 ernenne ich hiermit schon mal im Voraus zum Jahr der Projekte. Nachdem das Projekt 52 von Sari von mir stark vernachlässigt wurde, möchte ich 2009 (falls es dieses Projekt wieder geben wird) mit hoffentlich mehr Elan aufnehmen. Nebenbei gibt es das, weniger anspruchsvolle, aber vielleicht etwas zeitaufwändigere Projekt 365. Darüber hinaus gibt es von Jü auch schon das für 2009 angekündigte und freudig erwartete P.S., ein Kurzgeschichtenprojekt. Und dann nenne ich auch noch Abnehmen 2.0, wobei ich das, wie es verläuft, gerade etwas mit Zweifeln betrachte. Ein solches Projekt funktioniert durch Content. Ein Lob an alle, die regelmäßig etwas auf ihrem Blog online stellen, aber einige bringen einfach gar nichts mehr und so bleibt die Tabelle leer und das Projekt versinkt. Ich überlege mir etwas und werde baldest möglich daran weiterarbeiten. Ab dem 1. Jänner 2009 präsentiere ich dann mein entgültiges Format. Vielleicht mit Namensänderung, vielleicht mit eigenem Blog. Mal sehen. Und auch das Buchprojekt Trotzdem., welches nur durch Fremdcontent wirklich wunderbar werden könnte, möchte ich wieder mit Anfang des neuen Jahres in Anlauf nehmen. Aber da wär noch etwas.

Mia hat mich inspiriert. Mal wieder, möchte ich fast sagen. Ihr Aufruf den Herbst romantischer und poetischer zu machen. Warum nur müde zuhause sitzen, wenn man mit kleinen Dingen den Herbst für einige Leute so viel schöner machen kann. Ich werde mich auch noch beteiligen und überlege mir die richtige Strategie. Und ich möchte auch gerne ein eigenes Gedicht irgendwo anpinnen.

Aber da muss es doch mehr geben. Gut. Man kann mich Träumer und Naivling nennen. Aber irgendwie fände ich ein Projekt zu diesem Thema (übrigens auch ab 1. Jänner 2009) sehr interessant. Mit kleinen Gesten immer mal wieder (und auch regelmäßig) die Welt schöner machen. Das Web 2.0 mit dem Real Life etwas verbinden. Eine Bewegung starten, die in allem nicht nur das Schreckliche sieht, sondern die mit einem Lächeln in die Welt hinausgeht. 

So in etwa eine Mischung aus FreeHugs, 1000Journals und all diesen Projekten und Organisationen. Eine Bewegung, die wieder mit Poesie arbeitet, den Menschen, die Kunst wieder näher führt. Ihnen zeigt, wie wunderschön und berührend Worte sein können. Wie leicht man Menschen helfen kann, mit einem Lächeln, mit Zuhören, mit Berührungen. All das. Und das Wichtigste: Das Projekt soll vor allem im Real Life aufsehen erregen und Leute dazu bringen, am Projekt bzw. an der Bewegung teilzunehmen.

Zugegeben, das klingt alles noch sehr vage. Am 1. 1. 2009 soll es losgehen, und die Planungsphase für dieses Projekt beläuft sich jetzt also noch auf etwas mehr als 3 Monate. Ich muss mir noch überlegen, wie ich das aufziehen werde. Es wird eine Menge Arbeit, aber das ist jetzt endlich etwas, von dem ich mir erwarte, dass es etwas ganz Großes werden könnte. Und das spüre ich einfach so aus dem Bauch heraus.

Ich wollte immer etwas bewegen, mit meinem Blog. Jetzt habe ich vielleicht die Möglichkeit dazu.

Der Arbeitstitel lautet Agenda Futura. (Agenda = die Dinge, die getan werden müssen). Vorschläge und Tipps werden gerne angenommen. Und ich mache mich jetzt an das Brainstorming. Wenn es interessierte Helfer gibt, die beim Aufbau helfen wollen, einfach melden. Durch en Klick auf den zweitkleineren Dominik in der Sidebar kann man mir eine Mail senden.

Foto: seier+seier+seier

Anderorts lebts sich schöner.

Meine Einträge hier sind zurzeit sehr spärlich gesät. Soll ich Gründe nennen? Vielleicht Qualitätssteigerung. Oder Rückzug. Desinteresse gehört vielleicht auch dazu. Zu wenig Zeit habe ich wahrscheinlich nicht. Bin ich doch so gesehen arbeitslos, auf dem Weg ins Studium. Aber vielleicht habe ich nur zurzeit die Prioritäten verschoben. Es gibt andere Projekte, die mir vielleicht mehr abfordern, die ich derzeit mit mehr Liebe verfolgen kann. 

Ja. Ich weiß. Ein interessantes Projekt, an dem ich schon lange (seit dem 15. Juli (8 Tage nach der Auflösung der Koalition) mitarbeite. Dass das Projekt nun schon einige Wellen schlägt, finde ich wunderbar. Die Tageszeitung Standard erwähnte sie in einem Beitrag, die Wochenzeitung Profil erwähnte auch diese Seite. Und der Radiosender fm4 nannte den Blog als Onlinetipp. So hat sich dieser Blog, ich möchte sagen, im Wahlkampf schon wirklich etabliert.

Ich arbeite gerade daran, alle Wahlprogramme der verschiedenen Parteien durchzuarbeiten und kürzer zusammenzufassen. Okay, ich gebe zu. Ich habe die Aufgabe unterschätzt, aber ich werde dies auch noch zu Ende führen. Und schon am 22. September habe ich die Möglichkeit, gemeinsam mit Dieter Zirnig, dem NEUWAL-Initiator und einem weiteren Interviewer eine bekannte österreichische Politikerin, nämlich Heide Schmidt zu interviewen. Eine tolle Möglichkeit, für jemanden, der erst in Kürze mit seinem Publizistik- und Politikwissenschaften-Studium beginnt. Und auch die Möglichkeit, bei TV-Konfrontationen live im Sender dabei zu sein, wird mir durch NEUWAL möglich.

Und deswegen ist dies eines meiner Lieblingsprojekte zurzeit. Vor allem auch, weil ich große Interesse in Politik und Journalismus habe. Aber gehen wir nun weiter. 

Das ist ein ganz neues Projekt. Initiiert hat es Jü, Schreiberin des Blogs *Bloqu* *Jü* (und noch vielen weiteren). Beschreiben kann ich es durch eine Mail von Jü: So von wegen Landeier in der Metropole – vom Überlebenstraining am Magistrat bis zum Lokaltipp, vom Stress an der Uni bis zum Falsch-einsteigen-und-irgendwo-Ankommen mit den Öffis (öffentlichen Verkehrsmitteln). Und genau das ist es.

Zurzeit sind vier Einträge online, und sie geben schon einen kleinen Einblick in das Projekt. So soll es sein: persönliche Einträge, die irgendwie jeden interessieren können, Erlebnisse, die jedem passieren könnten. Und hilfreiche Tipps. Denn so einige Lokale werde ich wohl schon nach wenigen Tagen kennen und jeder andere sollte auch teilhaben.

Und deswegen bin ich froh, dass Jü mich gefragt hat. So zum Einstieg, so kurz vor Wien. Und auch wenn ich bis jetzt erst einen Beitrag online gestellt habe („Endstation Baustelle“), habe ich Prioritäten zu diesem Blogprojekt verschoben. 

 

Um immer die Blogs im Auge zu haben, findet man diese zwei Blogs in meiner Sidebar. Also die Verlinkung auf den aktuellsten Beitrag. Aber am Besten beide Blogs RSSfeeden. Das wär am Besten. Und das war’s auch schon wieder. Hier möchte ich nun wieder vor allem minimal literarische Texte online stellen. So wie ich es schon letzten Winter machte. Nur, dass es eben zurzeit etwas länger braucht, bis ich wirklich kreativ werden kann/möchte. Man möge mir verzeiehn. Nur anderorts lebts sich eben schöner.

What tomorrow.

„Kannst du nicht schlafen?“ – „Nn.“ Müde antwortet er in seinen Polster hinein, jeden Konsonanten einzeln und teilnahmslos betonend. Der neue Tag liegt in seinen ersten Morgenstunden und aus den Boxen erklingen unbekannte Laute einer französischen Chanson-Sängerin. Der zweite Tag schon, voll mit leeren und überflüssigen Stunden, in diesem Bett, in dieser Dunkelheit. Er hasst solche Tage. Solche Momente. Vollkommen auf sich allein gestellt, zu dieser heillosen Zeit. 

Die verwünschenswertesten Stunden des ganzen Tages. Die gesamte Welt schläft, nur manche versuchen mit Kreuzworträtsel den schwer erreichbaren Schlaf zu finden, oder mit Fernsehen, und irgendwo üben sicher noch ein paar Menschen gerade Beischlaf aus. Es gibt wahrscheinlich keine Minute, in welcher nicht Hunderte oder Tausende Menschen gerade Sex haben. Aber darüber möchte er sich jetzt keine Gedanken machen. Er möchte schlafen.

Gedanken verfolgen ihn. Gespräche mit seiner besten Freundin. Oder Träume. Wunschträume, Tagträume, Erinnerungen, Hoffnungen. Gerade in solchen Stunden kommen sie einem unter. Bohren sich tief in das Gehirn, geben kaum Zeit, die Augen lange genug geschlossen zu halten, um den Schlaf auf irgendeine Art und Weise zu erzwingen. Er könne noch spazieren gehen, meint er, aber sogleich lässt er auch diesen Gedanken fallen. Es ist beinahe ein Uhr dreißig. Irgendwann bekommt jede Dunkelheit ihr furchteregendes Antlitz. Er könnte nur wenige Meter gehen, um dann aufgeregt, mit laut pochendem Herzen ins Bett zurückzukehren. Und es regnet. Es hat keinen Sinn wenn es regnet.

Und so lauscht er weiter der Musik. Isländischer Pop ist es nun. Es zieht dahin, die ganze Nacht verliert an Macht, wenn sie so zwanghaft versucht, ihn wach zu halten. Es hat keinen Sinn. „Kannst nicht schlafen, wie?“ – „Nn.“ Der Polster ermöglicht die wiederholte Dämpfung des Gesprochenen. Nein, er kann nicht schlafen. Aber es gibt doch nur eine Möglichkeit, um all das zu überwinden.

Und langsam schließt er die Augen. Irgendwann wird er schon kommen. Irgendwann. Früher oder später.

helmet13

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