Neon|Wilderness

Someday I’ll pay the bills with all these words

So long, sweet summer.

Es ist kein Bild meiner Heimat und doch zeigt es in etwa Fragmente meiner Heimat. Temperaturen auf Oktoberniveau, der kalte Wind, der durch das gekippte Fenster in mein Büro strömt und von ehemals 27 Grad Zimmertemperatur (der Höchstwert während der heißen Zeiten) auf gerade einmal 21 Grad senkt. Alles wirkt trostlos und ich bin müde. Getragen von diesem Wunsch nach Sommer, nach Sonne und nach dem See. Nach freier Zeit. Um mal wieder einen Tag zu durchleben, an welchem Nichts zu tun noch zu den größeren Herausforderungen zählt.

Ich bin müde von all dem Mist. Warum habe ich mich auch nur für drei Monate angemeldet. Warum fahren denn nun meine Freunde statt Anfang September schon Anfang August, und somit ohne mir. Warum bekomme ich immer die Arbeit, die nicht wirklich anspruchsvoll ist. Ich weiß, ich sollte mich nicht beschweren. Besser viel als wenig anspruchsvolle Arbeit. Das konnte ich ja dieses Jahr auch schon erleben. Und diese knapp 39 Tage überlebe ich wahrscheinlich auch, viel schneller als ich es mir jetzt vorstellen kann. Und erst das, was mich dann erwartet …

Vom fünften bis zum siebten September werde ich auf dem Donauinselfest sein. Und schon am neunten September das nächste Konzerthighlight in diesem an Konzerthighlights nicht armen Jahr. Denn Conor Oberst, der Sänger der Band Bright Eyes, hält ein Konzert auf Basis seines ersten Soloprojekts. Und das in der Arena. Und das zu einem angenehmen Ticketpreis. Erst heute hat mich der Ticketpreis eines gewissen Herrn Leonard Cohen überrascht. In der billigsten Kategorie käme man mit 100 Euro davon, in der besten mit etwas mehr als 200. Und so beeindruckend seine Musik auch ist (und ich frage mich immer noch warum), so unleistbar werden seine Konzerte wohl immer für mich bleiben.

Und so werde ich wahrscheinlich Anfang September meinen Platz im Studentenheim unsicher machen. Und vielleicht bleibe ich auch gleich eine Woche oder noch länger dort, um mich einzugewöhnen, um Anschluss zu finden, um zurechtzukommen. Und dass der Tag der Nationalratswahl eigentlich der letzte in meinem Heimatort sein dürfte, muss ich mich beeilen, noch rechtzeitig, zum Montag in Wien anzukommen. Aber das liegt ja in der fernen Zukunft. So fern und doch schon wieder sowas von verdammt nah. Und vielleicht klappts dann auch mit dem Wetter.

Das Zitat des Tages: In manchen Bereichen kann die Schneefallgrenze bis unter 2000 Meter sinken. (Mir egal, wenn es dort oben schneit, aber muss man das dann auch noch um halb 7 Uhr früh im Radio sagen? Da wird einen ja ganz bibbrig kalt, allein von dieser Nachricht.)

Foto: net_efekt (flickr)

Eingetragen unter:Das Leben , , , , , , , , , , , ,

5 Responses

  1. Dieses Bild… *schwärm* Wahnsinn!!

  2. Flo sagt:

    Ich mag den Beitrag :)

  3. just4ikarus sagt:

    @ André // Tja, leider habe nicht ich dieses Bild geschossen. Hab nur vergessen, den Link zum flickr-Account einzufügen. Das habe ich jetzt nachgeholt, und die Fotoalben, die du dort finden wirst, sind allesamt richtig schön.

    @ Flo // Vielen Dank.

  4. pauli sagt:

    hast du also im september urlaub?
    ich auch zwei wochen, da ist roadtrip angesagt.
    und was die büroarbeit angeht, versteh ich dich auch.
    was das studentenwohnheim angeht; erfreue dich des lebens, das wird eine geile zeit.

  5. sagt:

    Hast du das Studentenzimmer schon ab September? Das ist gut. Oktober ist ein doofer Einzugstermin (sagte die uralte und steingraue Studentin).

Leave a Reply