Vielleicht ist das die einzige Möglichkeit. Eingesperrt in diesem vierstöckigen Gebäude, für eine Nacht. Ich würde überleben, so viel ist sicher. Und sicherer ist es auch, als im möglicherweise kommenden Hagel und den Windböen mit einer vorausgesagten Maximalgeschwindigkeit von 100 km/h mit dem Moped nach Hause zu fahren. Aber wenigstens kann ich sagen, dass es nicht nur dieses kleine Dorf betrifft. Denn ganz Österreich zieht den schützenden Deckmantel einer Sturmwarnung über den Bundesadler.
Aber manchmal, wenn denn nun ein kleines Lüftchen in das Zimmertemperatur-warme Zimmer (plus inklusiv gratis draufgepackte 5° Celsius) kommt, riecht man schon die ansteigende Luftfeuchtigkeit. Zwar ist der Himmel noch so blau wie der WordPress-Admin-Bildschirm und die Sonne so heiß wie eine Mikrowelle nach drei Minuten bei 600 Grad. Aber eine kleine gemütliche Abkühlung würde uns allen doch gut tun. Solange nicht zu viel kaputt wird, kann doch wohl jeder damit leben.
Alles in allem bin ich gerade für nichts zu haben. Die Hitze ist eben doch nicht von schlechten Eltern und an einem langen Bürotag wird auch schon mal der Computer zum verhassten Dingens und die Fliegenklatsche zum Luftfächer. Ich will jetzt damit nicht sagen, dass ich froh bin, wenn der Ferialjob vorüber ist. Ich würde ja auch sonst zuhause nicht viel mit mir anzufangen wissen. Aber wenigstens wäre ich zuhause nicht dazu gezwungen, unzählige Stunden vor dem Notebook zu verbringen. Zumindest nicht unfreiwillig.
Ingrid Betancourt frei, ein Vierfachmörder in Österreich auf der Flucht, ein erhöhter Leitzins, ein dicker Ronaldhino und die Tatsache, dass alle sechs Sekunden einE ÖsterreicherIn eine rote Ampel überfährt. Beinahe sommerlochfrei fungieren die Medien heute. Und so wartet man geduldig auf den ersten Donner, freut sich über die Abkühlung, redet vom Regen und versucht dem Hagel zu entkommen. Sollte das Licht noch vorhanden sein, würde ich sogar Bilder machen. Um vom Weltuntergang live zu berichten. So à la Ikarus und der Weltuntergang 08. Das Finale. Für’s Fazit hätte ich dann aber wohl nicht mehr Zeit.
Und ich befürchte trotzdem, dass das Gewitter nur so ein Sommerloch-Füller war. Wahrscheinlich bleibt es so heiß und sie bringen irgendwas Langweiliges im Fernsehen, was Zuschauer benötigt. Denn beim vorausgesagten beschissenen Wetter geht man ja nicht aus dem Haus.
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Bin gespannt, was Du hinterher zu berichten hast!
und im endeffekt war es – zumindest bei uns – nicht wirklich tragisch.
Wobei doch klar ist, dass Unwetter von privaten Fernsehsendern betrieben wird…
Schlussendlich war es wirklich nicht der Rede wert.
Und, Stef, so viel Unwetter, wie wir in letzter Zeit haben, da müssen (zumindest in Österreich) die übermächtigen öffentlich-rechtlichen Fernsehsender Teilhaber sein …
Hier in München ist es auch grade wieder etwas weiß am Himmel. Ich mag Blau lieber.