Archiv für Juli 2008

Ausgebucht.

Gestern Nachmittag habe ich mich seit langem wieder einmal mit meinem Moped auf eine kleine weite Reise gemacht. Susi, Intendantin der Schweden-Festwochen Ende August, und ich haben uns auf die Suche nach günstigen und passenden Ferienhäusern und Appartements gemacht. Ja. Erst jetzt. Wir konnten ja auch nicht damit rechnen, dass die meisten Häuser bis Dezember vollkommen ausgebucht sind. Aber zum Abschluss (an dem Punkt, an dem schon alle Hoffnung verloren war und wir uns mit herabhängenden Mundwinkeln auf unseren IKEA-Barhockern drehten) fanden wir dann doch noch etwas. Für sechs Leute, unglaublich zentral und im gewünschten Zeitraum noch frei. Dass das vielleicht bedeuten kann, dass es eine elendige Absteige ist, ist uns egal. Gebucht haben wir aber noch nicht, da wir (natürlich, wie sollte es anders sein) noch nicht wissen, ob wir jetzt vier oder sechs Leute sind. Aber das Erfahren wir dann am Sonntag oder Montag.

Aber das Traurige ist: ich werde sechs Tage ohne Internet sein. (Oder das Göttliche daran, das Wunderbarste seit 4. Mai 2007, das Unvorstellbare). Das heißt, dass ich vom 28. August bis zum 3. September nicht bloggen kann. Ähm. Moment. Stimmt, ich kann nicht bloggen. Aber … hehe. Vielleicht einige Gastautoren.

Ja, ich habe mir das so vorgestellt: Ich bitte einige meiner liebsten Blogger darum, einen Eintrag zu schreiben, der unter ihrem Namen und genau nach ihren Vorstellungen online gestellt wird. Natürlich möchte ich hier nicht jedem Administrator-Rechte geben, denn ein Blog ist schneller gelöscht, als man glaubt. Aber wenn ich die lahja ganz nett bitte, und ich ihr mein Passwort feierlich überreiche, könnte sie alles sorgfältig online stellen. Fix ist hier aber noch nix.

Die Themenwahl ist vollkommen offen, und in den nächsten Tagen werde ich mich bei einigen Bloggern melden. Was bleibt ist die Frage, ob denn nun 2 Einträge täglich (einer am Vormittag und einer am Nachmittag) oder nur 1 Eintrag pro Tag online gestellt werden sollen. Das müsstet jetzt nun ihr entscheiden.

Gerade eben, nachdem ich die Redakteurin der NEON angeschrieben habe, wieder einen Anruf aus Deutschland erhalten. So von wegen Foto. Jetzt (ich habe den aus der Fotoredaktion nicht richtig verstanden) muss ich entweder nach Salzburg oder ein Salzburger Fotograf kommt zu mir. Wobei mir Salzburg ja mal wieder gefallen würde. Post-Fanmeilum versteht sich.

Foto: hashmil (flickr)

Du tysta. Du glädjerika sköna.

Teil 2 meiner Eintragsreihe über Schweden und Stockholm.
(Themen: Währung, Sprachen, TV, und ein Süßigkeiten-Geheimnis)

Der zweite Teil am letzten Tag des Julis. Was haben wir also schon gelernt? Dass die beste Literatur aus Schweden für Kinder kommt, die meisten schwedischen Bands englisch singen und dass Österreich nur flächenmäßig bedeutend kleiner ist als Schweden.

Währung // Entgegen meinem Glauben muss ich doch noch zur Bank. Denn Schweden gehört ebenso wie Dänemark und Großbritannien zu den Ländern, die das einfach mal nicht gemacht haben. Was? Na, was denn? Den Euro einzuführen. Und so zahlt man immer noch mit der Schwedischen Krone und dem Cent-Pendant Öre (1 Krone = 100 Öre). Und für einen Euro bekommt man rund 9,45 SEK (das wäre dann mal die Währungsabkürzung. Am leichtesten tut man sich aber, wenn man einfach mit 10 SEK rechnet. Ist nicht so viel Kopfarbeit nötig.

Sprachen // Die Amtsprache ist natürlich, und wie sollte es anders sein: Schwedisch. Genau. Regionale sprachen sind Finnisch, Meänkieli (ein Dialekt der Bewohner eines Grenzflusses zwischen Schweden und Finnland) und Samisch (die wohnen im Lappland). Anerkannte Minoritätensprachen sind dann noch Jiddisch und Romani und schlussendlich ist am Amt auch die schwedische Gebärdensprache anerkannt.

Die schwedische Sprache basiert auf zwei Ebenen auf dem gleichen Ursprung der deutschen Sprache: Sie zählt zu den indogermanischen und schließlich auch den germanischen Sprachen. Und während die Deutschen sich dann den westgermanische Sprachen anschlossen, nahmen sich die Schweden die skandinavische Sprache zu Herzen. Das schwedische Alphabet hat übrigens 29 Buchstaben. Bis 2006 war das „W“ nicht als eigener Buchstabe anerkannt und galt als andere mögliche Schreibweise für ein „V“. Und darüber hinaus zählen sie auch Å, Ä, Ö zu ihren Buchstaben. Dass sie Umlaute lieben, bemerkt man schon, wenn man sich die Landkarte ansieht.

TV // Über das Fernsehverhalten der Schweden kann man eigentlich nicht viel sagen. Sie waren aber die ersten, welche „Survivor“ ausstrahlten, eine Reality-Show à la Robinson Crusoe. Und das mit großem Erfolg und 7 Staffeln (bis jetzt). Also so etwas wie Big Brother hier bei RTL 2. Und was ich wirklich cool finde: Die amerikanischen und britschen Sendungen, die sie bringen, sind unsynchronisiert und mit schwedischen Untertiteln gespickt. So etwas sollte man sich endlich auch mal im deutschsprachigen Fernsehen trauen. Dann würden die Kinder lesen lernen und die Alten würden ihre Sehstärke länger behalten.

Geheimnis // Kennt jemand von euch sogenannte Schwedenbomben? Nein? Kommt ihr also nicht aus Österreich. Das sind Schokoküsse, Schaumküsse oder laut Wikipedia auf Bayrisch: Bumsköpfe. Oder besser gesagt: Dickmanns. Aber warum heißen die in Österreich Schwedenbomben? Hier die Antwort:

Der Erfinder dieser süßen Köstlichkeit, Herr Walter Niemetz, arbeitete als junger Mann längere Zeit in Frankreich. Dort fand er viele Freunde aus verschiedenen Ländern, ein ganz besonders guter Freund war Schwede.

Als Herr Niemetz in Wien zurück war, kam ihn dieser Freund eines Tages besuchen. Die beiden Herren plauderten nächtelang über alle möglichen Dinge. Dabei kamen sie auf die Idee, eine lockere, leichte Süßigkeit aus Eischnee und Schokolade zu kreieren. Der schwedische Freund reiste wieder ab und Herr Niemetz machte sich an die Arbeit. Er verwirklichte die Idee, die er mit seinem Freund hatte und nannte das Ergebnis im Andenken an seinen Freund „Schwedenbombe“. (nachdem jemand mal bei der Firma Niemetz nachgefragt hatte).

Da die Franzosen die ersten Schwedenbomben schon im 19. Jahrhundert entwickelten, erscheint mir die Geschichte vom schwedischen Freund und der glanzvollen Idee etwas falsch. Denn wie schon gesagt lebte Herr Niemetz längere Zeit in Frankreich und vielleicht hat er da ja mal etwas abgeschaut. Und irgendwann frage ich mich auch, wie man auf Bumskopf kommt.

Foto: jimg944 (flickr)

In Teil 3 möchte ich mal über Stockholm im Allgemeinen und Uppland schreiben.

Hier und im Augenblick.

Ein Blitz durchschlägt die Dunkelheit. Nur kurz, für wenige Zehntel einer Sekunde. Die kaputte Straßenlaterne hatte versucht, doch noch ein einziges Mal zu leuchten. Sie ist gescheitert. Nach diesem kurzen Augenblick hat mich die Nacht wieder. Ich sitze hier, am Straßenrand. Kein Fahrzeug fährt die Straße hinab, kein anderer Fußgänger wandert den Gehweg hinauf. Ich bin allein. Wen wundert es denn, jetzt, um gerade mal 3 Uhr früh.

Nein, ich konnte nicht schlafen. Gedanken hielten mich wach, und Träume ließen mich immer nur kurz schlafen. Und als ich denn nun endlich den Versuch des Einschlafens als geglückt ansah, weckte mich das Fahrzeug des Zeitungsausträgers auf. Leuchtet mir frontal in mein Zimmer, taucht die Stelle, wo mein Bett steht, in elektrisches Licht. Von nun an sollte ich es nicht mehr schaffen, ein Auge zuzutun. Nach einigem Wälzen stehe ich auf, ziehe mir eine Jeans an, und klettere, barfuß versteht sich, aus dem Fenster. Es ist dunkel, und selbst der Mond, gerade noch eine milimeterschmale Sichel, versteckt sich hinter den nächtlichen Wolken. Ich kenne den Weg, bin ihn schon Tausende Mal gegangen, gefahren, und selbst in meinen Träumen hat dieser Weg, die Zufahrt zum Haus meiner Eltern, eine häufige Erwähnung erfahren.

Die Zigarette in meiner Hand wird langsam inhaliert. Selbst jetzt, um kurz vor drei, ist die Luft noch nicht kühl und klar. Und während ich den bekannten Weg in unbekannt dichter Dunkelheit voranschreite, höre ich den reißenden Bach, gehe wenige Meter weiter und höre das gemächliche Rauschen des kleinen Flusses. Der Wald auf der anderen Seite erstickt so manches Geräusch und der Duft von am Vortag gemähten Gras legt sich über die Landschaft. Es ist doch egal, wohin mein Weg mich führt. Es ist die Dunkelheit, die mich immer wieder anzieht und mich so manches vergessen lässt. Und irgendwann lasse ich mich nieder. Setze mich auf einen Randstein des Gehweges. Kein Aufblitzen der Straßenlaterne mehr, wieder nur die Dunkelheit und ich. Ein paar Minuten noch, noch eine Zigarette. Noch einen kurzen Teil der Nacht. Noch einen Atemzug.

Foto: thp365 (flickr)

Du gamla. Du fria. Du fjällhöga nord.

Teil 1 meiner Eintragsreihe über Schweden und Stockholm.
(Themen: Fläche, Einwohner, Musik, Film, Literatur, Bloggen)

Schweden. Ein Land, das vor allem durch die geliebten Köttbullar in aller Munde ist. Für mich schien dieses Land nie als der Inbegriff des nördlichen Europas auf. Und auch nicht als Reiseziel sonderlich interessant. Doch gerade deswegen freut es mich umso mehr, dass ich dieses Jahr 6 Tage in Schweden, besser gesagt in Stockholm und Umgebung, verbringen werde. Für mich ist dieser Urlaub (der Einzige dieses Jahr) mit meinen Freunden Grund genug, etwas im Internet zu recherchieren.

Fangen wir mal an bei Wikipedia, dem augenscheinlichsten Informationszentrum über Schweden.

Geografie und Bevölkerung // Was zuallererst auffällt, ist die gigantische Größe von ungefähr 450.000 km². Für einen Österreicher, so wie ich es bin, der in einem kleinen Land mit gerade mal rund 85.000 km² auskommen muss, ein Koloss von einem Land. Doch mit gerade mal rund 9,1 Millionen Einwohnern (20,4 Einwohner pro km²) sind sie im Vergleich zu Österreich mit 8,3 Millionen Einwohnern (99 Einwohner pro km²) sehr schwach besiedelt. Schon klar, wer möchte auch in diesem nordischen Klima aufwachsen, wo er hier doch das gemäßigte Klima (mit immer mehr „Naturkatastrophen“, also Wetterkapriolen) serviert bekommt.  Was aber Österreich sicher nicht bieten kann, sind 221.800 zu Schweden gehörenden Inseln.

Musik // Um gleich auf die Kunst zu sprechen zu kommen: Schweden bot und bietet noch immer wirklich gute popkulturelle Musik. Evergreens wie ABBA oder Roxette erzielten weltweite Erfolge und schufen Klassiker und aktuell sind vor allem Millencolin, Mando Diao, Sugarplum Fairy, die Shout Out Louds, The Hives und natürlich die wunderbaren The Cardigans (die Band, die meistens mit Ryan Adams unterwegs ist, aber auch alleine wunderbar ist; Empfehlung: War). Und natürlich die unnatürlich hohe Anzahl an Metalbands (die ja scheinbar beinahe alle aus dem hohen Norden kommen).

Filmkunst // Auch Filme können sie machen, die Schweden. Die aktuell bekanntesten Filme sind die trashige Komödie Kops, der fesselnde Film Wie im Himmel (übrigens 2005 oskarnominiert für den besten fremdsprachigen Film, verlor aber gegen den ebenso großartigen Film Das Meer in mir) und die Verfilmung der Buchvorlage Populärmusik aus Vittula. Bekanntester Regisseur ist der 2007 verstorbene Ingmar Bergmann.

Literatur // Weltbekannt ist natürlich der literarische Export aus Schweden. Astrid Lindgren schuf mit Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, Karlsson vom Dach und den Kindern aus Bullerbü Kinderbuchklassiker, die auch heute noch gerne gelesen werden. Und ja, auch ich habe einige davon damals gerne gelesen.

Bloggen // In Schweden wird übrigens auch schon ganz brav gebloggt. Einer der bekanntesten und meistgelesensten Blogs kommt vom schwedischen Außenminister Carl Bildt. Der übrigens auch bei WordPress bloggt. (Und mir wiederum zeigt, wie toll es wäre, wenn alle Politiker bloggen würden und dadurch beinahe „anfassbar“ und vor allem kritisierbar werden würden) Eine Blogplattform wie WordPress, Blogger.com oder blog.de gibt es auch in Schweden. Unter blogg.se kann man sich (wie eigentlich überall anderswo) ganz einfach einen Blog anlegen. Bevorzugt in Schwedisch. [.se] ist übrigens die Landesdomain. Nur zur Info.

Foto: Rudolf Schuba (flickr)

In Teil 2 möchte ich mich unter anderem mit Sprache und Währung befassen.

Gong. Bäng. Bumm. K.O.

… und ich weiß nicht, wie oft ich dieses Bild hier noch online stelle … und ich weiß nicht, warum dieses Bild eine so große Anziehungskraft für mich hat … und ich finde Bregenz schon alleine deswegen so großartig, weil dieser Stein, dieser Gedankenstein, mitten auf einem Weg, einer Unterführung zum Bodensee zu finden ist … und ich weiß nicht, wer John Slyce ist … und ich finde trotzdem, dass er wahre Worte spricht …

… und weil ich diese Zeile aus einem wunderschönen Buch (keine Ahnung warum eigentlich so wunderschön, doch in seiner Art so wunderbar einzigartig), Andreas Steinhöfels Die Mitte der Welt, so großartig finde …  

Das habe ich gelernt: Liebe ist ein Wort, das du nur mit blutroter Tinte schreiben solltest. Liebe treibt dich dazu, die seltsamsten Dinge zu tun. Sie lässt dich regenbogenfarbene Bonbons verteilen, sie lässt dich in roten Schuhen durch die Straßen tanzen, und sie schreckt nicht davor zurück, dich nachts mit blutenden Händen Gräber in paradiesische Gärten hacken zu lassen. Liebe schlägt dir tiefe Wunden, aber auf eine ihr eigene Art heilt sie auch deine Narben, vorausgesetzt, du vertraust ihr und gibst ihr die Zeit dazu. Meine Narben werde ich nicht anrühren. Ich werde neue Wunden davontragen, noch ehe die alten verheilt sind, und ich werde anderen Menschen Wunden zufügen. Jeder von uns trägt ein Messer.

Walk amongst his ruins.

Nein, nein. Es ist mir nicht zu heiß. Es hat mich nur stark an der Nichtexistenz des Klimawandels zweifeln lassen, als die Temperaturanzeige im 5-Minuten-Takt und im Zehntel-Schritt zu steigen begann. Da genießt man mal die Zeiten, in denen die Sonne Pause hatte, und kühle, frische Luft und manchmal auch der eine oder andere Tropfen durchs Land zogen, und schon wird es wieder unausstehlich heiß. Na gut. Zugegeben. Man könnte sich einen wundervollen, schönen großen (und vor allem großbrättligen) Baum suchen und sich genussvoll darunterlegen. Doch es gibt eben auch Menschen, die keinen Urlaub haben. Leute wie mich.

Meine Mutter. Ja. Selbst sie genießt seit heute Nachmittag vier Wochen vollkommene Freiheit. Nein, nein. Das ist keine Ungerechtigkeit, das alles passt schon so. Und ich würde ja gar nicht zum See fahren, wenn ich denn nun nicht in diesem Büro sitzen müsste. Es ist ja kaum jemand da, mit dem ich mich treffen könnte. Ein Großteil meiner Freunde ist auf Urlaub. Ob jetzt Portugal, Spanien oder Südfrankreich. Auch die haben die selben Temperaturen und doch haben sie eines mehr. Meer nämlich. Aber das wird Stockholm Ende August auch haben, wie mir Wikipedia gerade verriet. Übrigens können die neuen Entwicklungen des Web 2.0 zurzeit noch nicht viel: Googles Antwort auf WikiPedia, Knol, ist leer wie ein ausgehöhltes Ei. Cuil [cool], der neue junge „innovative“ Gegner Googles, findet hingegen schon etwas. Nur an die Übersicht muss ich mich noch gewöhnen.

Mit genau 25 Grad und stickiger, angestauter Luft ziehe ich schön langsam in den Vorabend ein. Gerade erst hat die Kirchenglocke neben mir einmal gescheppert. Das Workout gestern hat mir wirklich gut getan. Keine Faser ist heute von Muskelkater betroffen und ich fühle mich schon nach diesem einen Tag defintiv um einiges vitaler. Und natürlich fahre ich auch heute wieder diesen Fluss entlang, laut Google Maps eine Fahrt von insgesamt nur 5,5 Kilometern. Also 11, wenn man auch wieder zurückfährt, so wie ich es vorhabe. Natürlich möchte ich mich steigern, und das mache ich ja auch schon. (Jop. Schon bemerkt). Und dass die Waage gestern abend 3 Kilo weniger als gestern früh angezeigt hatte, leuchtete mir auch nicht ein. Morgen bekomme ich dann endlich die digitale Antwort.

Und ja. Auch wenn ich einen der schrecklichsten Morgen ever hatte, House of Cards klärt auf, und auch wenn ich auch mal wieder nicht dazu komme, wozu ich Lust hätte (irgendwas für Neuwal schreiben), ist es ein wirklich guter Tag. Überhaupt. Seit gestern schon. Irgendwie ein tolles Gefühl. (Und dass ich einen großen Teil meines Septembers in Wien sein werde, hatte ich auch noch nicht erwähnt. Dieter, Betreiber des Blogs Neuwal, wird im Laufe der Zeit, und bis zur Wahl (28. September), noch einige Politiker interviewen, und wenn möglich, würde ich da gerne mitgehen. Und deswegen.)

Foto: Vittis from Lithuania (flickr)

Winning a battle. Losing a war.

Ich glaube, das Schlimmste, was einem im Alltag passieren kann, ist, festzustellen, dass man sich selbst nicht vertrauen kann. Dass man zu schwach ist, keinerlei Willensstärke besitzt. Diese Erkenntnis schmerzt und wirft einen zurück. Doch irgendwie muss man es doch schaffen, irgendwie schafft es doch jeder. Und wenn man anfangs auch nur etwas verzichten muss, auch wenn es anfangs keineswegs leicht ist. Irgendwann wird auch daraus Routine und irgendwann kann man auch auf sich stolz sein.

Um dieses Wissen herum baue ich diese Testwoche auf. Ich verschenke doch mein ganzes Potential, mein Talent, wenn ich nicht endlich mal anfange, richtiggehend zu … „arbeiten“. An mir und an dem, was ich irgendwann einmal unter Literatur, unter Kunst verkaufen möchte. Ich sollte doch wohl endlich mal soweit sein, mal wieder die Gitarre auszupacken und ernsthaft versuchen, es mir selbst zu lernen. Zu lange schon steht sie irgendwo in meinem Zimmer rum. Ich muss jetzt auch mal darüber nachdenken, in welche Richtung sich mein Zimmer entwickeln soll. Ich sollte mal begonnene Bücher auslesen und mich mal wieder mit meinem Buchprojekt beschäftigen. Hat die Idee Hand und Fuß? Kann ich in dieser Art und Weise weiterschreiben? Oder ist doch nur alles Müll. Und wie auch schon angekündigt, folgt diese Woche akute (vielleicht auch nicht gesunde) Ernährungsumstellung und endlich auch eine Bewegungsoffensive. Es wird gegessen was gesund ist (und nicht, was auf den Tisch kommt), alles in Maßen, und von nun an auch mit einer halben Stunde Radfahrtour. Täglich. Damit Muskeln aufgebaut werden und Fettmasse auch abgebaut wird. Vielleicht nehme ich auch nicht viel ab, in dieser einen Testwoche. Aber ich möchte mich kräftiger fühlen. Und aktiver werden.

Und so hätte ich auch schon wieder genug angekündigt. Ich werde Tag für Tag protokollieren (mit Block und Stift), und nächsten Sonntag oder Montag meine Meinung, meine Erlebnisse und Erfahrungen online stellen. Auf Twitter und in meinem foodfeed kann man ständig dabei sein, wer das denn überhaupt möchte. Und jeden Tag stelle ich auf House of Cards meinen Tagesrückblick online (der Link verweist auf die richtige Kategorie). Mal sehen, wie es sein wird und ob ich es schaffe und dieses Mal muss ich es einfach durchhalten. Ich möchte mich nicht schon wieder enttäuschen. Und es ist ja auch nur mal eine Woche. Und wenn’s gefällt, dann zieh ich das auch durch, verbessere an verbesserungswürdigen Punkten und komme so endlich zu meinem Wohlfühlgewicht. Oder so.

Foto: [nati] (flickr)

Nichts Besonderes.

Es ist Sonntag. Ein Sonntag unter vielen. Nichts Besonderes.

Ich bin nur überrascht, wie froh ich bin, dass diese Woche nun vorüber ist. Was hat sie alles so geboten? Schon gut, ich hatte zwei wunderbare Abende mit guten und besten Freunden. Habe völlig spontan meinen Urlaub nach Stockholm gebucht (wobei ich bis jetzt noch nicht weiß, was wir denn nun so machen werden, in dieser Weltstadt des hohen Nordens) und auch sonst war sie eigentlich nicht viel anders als all die anderen Wochen zuvor.

Doch das große Problem ist: Ich fühle mich nicht wirklich gut. Keine Ahnung warum. Weil das alles mit dem Abnehmen vor allem diese Woche so mächtig schwer fiel. Weil ich dank dieser zweier Abende seit Mittwoch nur noch müde und lethargisch bin. Mag sein, dass es daran liegt. Vielleicht auch, dass ich einem guten Freund, den ich gestern seit Monaten wieder einmal gesehen habe, aufklären musste, dass es unmöglich wäre, dass er meine Schwester mit ihrem Freund und ihrem Kind gesehen habe. Es war irgendwie komisch, wieder einmal, von Neuem, über den Tod meines Neffen zu sprechen. Aber ich glaube, auch daran liegt es nicht wirklich. Vielleicht ist es auch nur eine Symbiose aller Tiefschläge dieser Woche. Und das Wetter möge wahrscheinlich auch noch seinen Teil dazu beigetragen haben.

Nächste Woche wird alles besser. Das stell’ ich jetzt einfach mal so in den Raum. Ich werde die Tage nützen und werde mich dazu zwingen, einfach mal jeden Tag eine halbe Stunde mit dem Rad zu fahren. Schon gut, jemanden zur Bewegung zu zwingen, ist vielleicht nicht die beste Lösung. Aber definitiv wirksamer als dieser Trott der letzten Tage. Wo ich mein Fahrrad nicht mal von der Seite angesehen habe. Ich möchte Fortschritte sehen. Nein, nicht unbedingt sehen. Ich möchte es spüren. Möchte spüren wie ich leichter und stärker zugleich werde. Das alles haut’ bisher einfach noch nicht so hin. Auch wenn jetzt erst Woche 4 des Projektes beginnt, hätte ich mir einen größeren Erfolg erwartet. Und ich befürchte noch dazu, dass der Erhalt der neuen Waage vielleicht sogar wieder einen Rückschlag geben könnte. Aber dann hätte ich wenigstens die digitale Sicherheit und nicht die analoge Möglichkeit (über die Schwankungsbereitschaft meiner analogen Waage habe ich schon ausgiebig in früheren Beiträgen geschrieben).

Und ich möchte lesen. So viele Bücher liegen begonnen bei mir in meinem Zimmer rum. Ich möchte schreiben. In diesem Blog und möchte endlich wieder Ansporn für mein Buchprojekt Volle Distanz. Näher zu dir bekommen. Ich möchte zum See fahren und mit Freunden die Abendsonne betrachten, mit ihnen Wonderwall singen und möchte es mir einfach mal nur gut gehen lassen. Ich möchte die Sonne spüren, möchte Kraft tanken.

Und ich weiß auch, dass alles auf einmal nicht einfach so möglich ist. Dass ich auch etwas dafür tun muss. Aber, ich sage es euch, ich bin dazu bereit. Ehrlich. Updates folgen in den nächsten Tagen. Versprochen.

F$oto: global jet (flickr)

Abnehmen 2.0. Woche 3.

Und bevor ich jetzt mal wieder all unsere Gewichtsveränderungen zusammensuche, möchte ich euch noch auf einen Beitrag über Abnehmen 2.0 informieren. Pierro Marie hat auf Konterfai im Eintrag
Abnehmen 2.0 ist keine Filmkulisse! über die abnehmende Blogosphäre geschrieben.

So, und jetzt zur Wochenzusammenfassung:

Eisitu hat sich, nachdem sie seit November 2007 unglaubliche 27 Kilogramm abgenommen hat, beschlossen, wieder aus dem Projekt auszusteigen.

Zum einen komme ich irgendwie nich damit klar, wie manche Teilnehmer vorgehen, um ein paar Kilo zu verliehren. Ein weiterer Grund ist, dass ich mich selbst zu sehr unter Druck setze. Ich hoffe du verstehst das ein bisschen. Trotzdem drücke ich weiterhin allen Teilnehmern die Daumen, dass sie ihre Ziele erreichen und dann auch halten können ohne ein Leben lang zu hungern.

Das verstehe ich natürlich. Und auf diesem Wege möchte ich dir zu deinem Erreichten ganz herzlich gratulieren. Du kannst wirklich unglaublich stolz auf dich sein!

Mia Niemand hat sich Urlaub genommen.

chilibean hingegen hat es diese Woche wieder geschafft.

Diese Woche verlief alles im normalen Rahmen ohne besondere Vorkommnisse. Darum hier nur die Zahlen:

Größe: 1,81cm
Gewicht: 80,3 kg (-1,2 kg)
BMI: 24,51
Körperfettanteil: 21,4 %

Juli kommt auch der U100 immer näher, in unglaublich großen Schritten.

Gewicht: 100,9 kg (- 3 kg… Juhu, die U-100 naht!!)
BMI: 34,9

Paulina hat sich nun ein Ziel gesetzt und gab am Mittwoch ihr aktuelles Gewicht bekannt:

Anfangsgewicht: 71,00 Kg
Gewicht: 70,40 Kg
Ziel: 66,00 (gefällt mir)

Bei ksklein veränderte sich nicht viel, durch vier Tage Abschiedsfeiern und eine Sportverletzung.

Gewicht in kg: 78,1 (+0,1 kg)
Grösse in cm: 164,5
BMI: 28,9 (+0,1)

Startgewicht in kg: 79
BMI: 29,2

Mia Asai hatte durch den überraschenden Sommereinbruch (Sommer, häh?) auch so ihre Probleme:

von 73,2 kg auf 73,6 kg – also plus 0,4 kg

Ich war zwischenzeitlich schon bei glatten 73 kg, allerdings kommen da jetzt wohl diverse Faktoren zu…. Urlaub, plötzlicher Sommereinbruch, totale Faulheit und einmal zu viel gegessen… (lecker Hawaiitoast).

lahja schaffte durch ihr Krankenhaus-Ferialjob-Workout einen größeren Gewichtsverlust.

Gewicht: 73,0 (-1,5 seit Woche 1)

themanuel ließ mir folgende Nachricht zukommen:

Aktuelles Gewicht: 86,8 Kg
Gewichtsverlust seit 21.07.2008: 3,8
Gemütszustand: Neutral
Teint: Gerötet

Ich lag den größten Teil der vergangenen Woche flach, da mein Magen seine alljährlichen Kränkelein präsentierte. Habe dementsprechend leicht gegessen und bin nicht sportlich aktiv gewesen. Werde mich die
kommende Woche im Fitnessstudio anmelden und mit gesundetem Magen wieder normal essen.

Das rosa Schaf hat jetzt auch noch einen Zwischenstand online gestellt. Sie hat es geschafft, trotz München-Aufenthalt 0,4 Kilos abzunehmen und befindet sich jetzt bei 72 82 Kilogramm.

Xandriah, die einzige Teilnehmerin bei Zunehmen 2.0, konnte auch diese Woche wieder etwas zulegen.

Gewicht: 46,9 kg (+ 0,3 kg)
BMI: 17,2

Insgesamt hätten wir da wieder etwas in dieser Woche gemeinsam abgenommen.

11,5 Kilogramm

Das ist neuer Rekord. Doch es liegt wohl daran, dass lahja eine Woche ausgesetzt hatte und themanuel krankheitsbedingt nicht viel essen konnte. Ich habe jetzt die Gramm nicht hinzugerechnet, welche zugenommen wurden, hier sieht man einfach nur die Kilos, die der Waage abgenommen wurden. Gratulation an alle Teilnehmer, bis zur nächsten Woche.

Ikarus und seine Kilos. Woche 3.

Diese Woche war, sagen wir es mal so. Nicht der Rede wert. Vom Abnehmen und der Bewegung war sie eigentlich nur … scheiße. Eine Twitternachricht von vor 22 Stunden sagt es perfekt:

Ich hatte Rückfälle und manchmal auch Heißhungerattacken (die ich zwar sehr intelligent und gesünder als normalerweise gelöst haben), die mir irgendwie die ganze Woche zum Horror haben werden lassen. Und schlussendlich, kotzt mich auch diese bescheuerte Analogwaage an. So zeigt sie mein Gewicht zwischen 105 und 101 an. Aber ich habe mir gemerkt, wie ich mich draufgestellt habe und denke, dass ich heute mit 102 (bzw. 102,5 – den Ticker aus der Sidebar einmal verändert, kann man das Gewicht nicht mehr rückgängig machen.)

Ernährung // Was soll man schon groß sagen: Der Vormittag war immer mit Leichtigkeit zu meistern. Am Morgen Weetabix und im Laufe des Vormittags Obst oder Gemüse. Zu Mittag, und vor allem da ich mich einige Tage selbstversorgen musste (und zu faul war, um selbst zu kochen), gabs einmal eine Pizza. Zugegeben, sie war lecker, und ich habe abends nur mehr wenig gegessen. Aber es wäre auch anders gegangen. Dieses Mal kam vor allem wieder das abendliche Essen zum Vorschein. Danach bin ich immer zu voll und gehe schließlich mit vollem Magen ins Bett.

Trinkerei // Wieder nur Wasser, Kaffee, und auch jede Menge Tee (Früchte-, Pfefferminz- oder Matetee). Mehr eigentlich nicht. Außer etwas Alkohol am Freitag und Samstag.

Bewegung // Nichts. Rein gar nichts. Kein einziges Mal Rad gefahren, keine Sit-Ups oder ähnliches. Ich war die ganze Woche unglaublich müde und lethargisch, habe viel geschlafen, war das eine oder andere Mal nächtlich unterwegs und brauchte um unglaublich lange, um wieder fit zu werden.

Und nun die Daten

Größe: (immer noch) 174,5
Gewicht: 102,0 kg (-1,0 kg)
BMI: 33,7 (-0,4)


Und. Ach, schrecklich. Auch diese Woche gibt’s von mir kein Bild. Einfach keine Lust dazu und ich weiß ja gar nicht, ob man jetzt überhaupt schon etwas sieht. Ich spüre zumindest noch nichts, und wenn dann nur für kurze Zeit. Man könnte also sagen, diese Woche war für’n Hund. (Und ich glaube nicht, dass es jetzt schn 3 Kilo gesamt sind. Da lügt die Waage. Später dazu mehr!)

Ich gelobe für nächste Woche (auch mit dem Wissen, dass es vielleicht übertrieben ist): nur gesundes, ausgewogenes Essen, kein Essen nach 17 Uhr, mindestens 3,5 Liter Wasser am Tag und jeden Tag Rad. Ja. Nur mal so zum Test, ob ich es aushalte, wie ich mich darin einleben kann. Und ich möchte endlich mal wieder richtig schnell und vorzeigbar abnehmen.

Und ob das jetzt nun wirklich mein Gewicht ist, weiß ich nicht. Wie gesagt, die Analog-Waage. Ich habe mir jetzt (wirklich gerade in diesem Augenblick)eine digitale Soehnle-Waage bestellt, um endlich richtige Gewissheit zu bekommen. Kann sein, dass ich durch das kommende Ergebnis wieder zurückfalle bzw. schon etwas mehr abgenommen habe. Man wird sehen. Ich bin gespannt.

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