Neon|Wilderness

Someday I’ll pay the bills with all these words

Das Interview, Illegalität und ein grüner Himmel.

Aufgeregt, unruhig atmend habe ich auf den Anruf gewartet. Und als es dann schließlich so weit war, habe ich beinahe das Vibrieren am Tisch überhört. Eine nette, freundliche Stimme empfing mich und erklärte mir alle Umstände und so redeten wir um die 17 Minuten lang über das vermeintliche Thema. Und schlussendlich fragte sie mich, ob es mir Recht wäre, wenn sie meine Handynummer an die Foto-Abteilung weitergäbe. Sie würden mich dann kontaktieren und irgendwann, irgendwo ein Foto knipsen. Nu denn. Was soll man dazu sagen. Nein? Wohl kaum.

Mein größter Erfolg. Ich als Teil einer Reportage in einem großen Magazin. Und dann bekomme ich den ersten Textentwurf zugesendet und bin vollends unzufrieden. Erstens hat sie typisch deutsche Begriffe benutzt und mir doch das eine oder andere Wort umgedreht. Oder sie hat es, dank meines österreichischen Dialekts, falsch verstanden. Ich habe ihr mit einigen Hinweisen eine Antwortmail gesendet. Aber aller Vorraussicht nach müsste es nächsten Monat schon drinne’ sein.

Und nachdem ich meine Karriere als C-Promi Telefoninterviewter hinter mir hatte, musste ich eine weitere Arbeit erledigen. Wie schon gestern beschrieben, wäre das dann die Musik für die Modenschau am Pfarrfest. Und von 15 Uhr bis 18 Uhr arbeitete ich schließlich daran, bis ich in einigen Dingen unzufrieden die fertige Arbeit ablieferte. Man unterschätzt ganz schnell, wie viel Stress und Arbeit das ist. Und noch dazu, wenn Typen wie emule oder fileDonkey einen Song einfach nicht finden wollen. Aber damit wäre auch das wieder erledigt und jetzt muss ich mir das ganze Spektakel nur mehr am Samstag Abend ansehen.

Anschließend habe ich auch noch mein Oldie-Notebook bei meiner Schwester abgeliefert. Sie würde es für ein Referat in der Berufschule brauchen. Schon klar, soll sie es haben. Ich habe sowieso schon gesagt, dass ich ihr, nachdem ich alle wichtigen Daten auf das neue Notebook rüberkopiert habe, mein altes Notebook leihen werde. Und nach einem relativ langen Gespräch mit meiner Oma habe ich mich gerade dann auf den Weg gemacht, als es zu tröpfeln begann. Schlussendlich war es ein netter, heftiger Regen, sodass ich für kurze Zeit nicht mehr die Straße sah, so tröpfchenübersät war die Windschutzscheibe. Die Eröffnung der Salzkammergut Jugendtage habe ich zwar nun versäumt, aber vier Tage bleiben ja noch. Und Deutschland und die Türkei spielen natürlich auch, ja. Ähm. Interessant.

Zuhause, unverseht, angekommen, legte das Gewitter erst so richtig los. Minutenlanges durchgehendes Donnern, gleißend helle Blitze. Und für kurze Zeit war es auch wieder ganz still und der Himmel färbte sich grün. Normalerweise ein Anzeichen von Hagel, aber schlussendlich blieb es beim herkömmlichen Regen.

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