Gestern Nacht endlich das Wiedersehen mit ganz vielen Freunden. Das, was wohl auch in den nächsten Monaten so sein wird. Man studiert oder arbeitet oder dient immer noch zivil und an einigen Wochenenden hat dann endlich mal jeder Zeit. Es war ein schönes Wiedersehen, lustig und interessant. Und so freue ich mich auch auf all die nächsten Treffen. Und auf den Sommer dieses Jahres. Wenn dann endlich mal jeder frei hat und das Leben sich wieder auf den See spezialisiert. Wenn nach jedem kurzen Arbeitstag der erste Weg dorthin führt.
Und so waren wir zuerst vier Stunden bei einem Freund, mit einem kurzen Abstecher zum McDo, bis wir uns schließlich auf den Weg ins Laakirchner Stadtfest machten. Ich habe nicht wirklich erwartet, dass dieses Fest für die letztes Jahr ernannte Stadt (und somit wahrscheinlich die jüngste Stadt in ganz Oberösterreich) etwas für mich ist. Solche großen Feste sind Anlaufpunkt für eine Anhäufung von Betrunkenen, Wannabe-Pubertierende und Zur-Schau-Steller. Und ich behielt auch dieses Mal recht.
Auch wenn sich das jetzt schlimm anhört. Für nüchterne Personen sind solche Feste nichts. Vor allem nicht für einen nüchternen Dominik. Denn dann sieht man das Elend der ganzen Generation. Besoffene, die sich ihrer Mimik nicht mehr bewusst sind. Besoffene, die mehr fallen als gehen. Kreischende, betrunkene Jugendliche, die sicherlich noch keinen Alkohol legal trinken dürfen. Und Leute, die einfach mal so durch die Menschenmenge waten und denken, dass alle zurückweichen. Tut das mal einer nicht, kommt auch so manches Mal, dass durch das normale Anrempeln eine Schlägerei entsteht. Also, wie man jetzt heraushören kann, ein Fest der Ultimative. Stefan meinte mit wahren Worten: “Proleten-Anteil: 90 %” Interessant, dass sie mich auch für einen Spieler der deutschen Nationalmannschaft gehalten habe, als ich an einer der unzähligen Bars nur ein Cola bestelle.
Und so bin ich nach fünfundvierzig Minuten auch schon wieder nach Hause gefahren. Und wie bei so allen Festen dieser Art I felt like a stranger. Aber das ist ja egal. Die Zeit mit Freunden und dann diese fünfundvierzig Minuten unterwegs mit Stefan waren einfach mal wieder grenzenlos cool.
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