Archiv für Mai 2008

Some Kind of Darkness.

„You never told me something about that.“, I scream. You show me your bored face. „Why should I’ve told you something about it. It’s not your thing.“, you answer, while you ty not to look into my eyes. I’m scared. I’m fucking scared.

The darkness around us makes a scarifying ambience. The fog covers that area with the touch of a Silent Hill-game. I’m looking for some zombies, but there is no one. Just those two people, who don’t want to speak. The water crashes down the waterfall and your face seems to change every time I try to look into it.

It’s like the picture of Dorian Gray. Your face, slowly, shows every destruction, every bad thing, which has happened in your life. You aren’t that smart girl, I thought to know. You would have been scared, if you looked in a mirror. But you only stare at the floor. That dusty darkness. Your breath. Only the kiss of a stone on my heart. It hurts.

‘You should hold me’, I hear you. But you don’t say a word. Maybe, it was just one of your thoughts. But I can’t hold you, I’m afraid of touching you. I’m afraid of sitting next to you. You’ve changed. Even your smile seems dreadfuller than before.

It’s the last day of May. The sun has brightened the day but now. Everything has changed. No helpful word, no more laughter. I’m not really sure, if I want to see you again. I get up, look at you the last time, and then I go away.

Where should I go? Where should I leave my footsteps on. It’s a vicious circle. A catch-22. Every place I go, I hear your breathing and everytime I look at the stars, I remember that one day. When we lied on the street, watching the Great Wagon. I need to crash all of your things you’ve left. You don’t even talk to me, when you see me the next time. I don’t want to speak to you, anyway. But I’m afraid of our next meeting. Which will take place. I’m not quite sure whether I will shout at you all that damn things, you’ve done to me.

You’ve always told me, that I should tell you something about my feelings. I wasn’t able to. I didn’t want to tell you something, because you were the reason for most of my problems. Telling you something about my problems is like telling George W. Bush something about the Iraq war, isn’t it?

Weeks or months ago, I thought, we met too early. You were to young, to have a full-time relationship. But now, I know, that you’re just someone. Oh, damn. I don’t want to write it here. I hope, I’ll never see again. But I’m fucking quite sure, that we won’t.

Yeah, that’s nearly my very first English text here. It’s something that came to my mind, while sitting outside and listening to nice music. The darkness is real and the thoughts are fact. That shouldn’t be the problem. Isn’t it normal to be angry about someone, which you really like, and who is unwilling to put some energy into a friendship. I think, thats normal. But I’m looking for my very first e-mail for DSDS. By the way.

Einmal Weihwasser für den Teufel, bitte.

Ein Motorrad rauscht mit überhöhter Geschwindigkeit vorbei. Der Bach plätschert gemütlich den Wasserfall hinab und ich sitze mit Kopfschmerzen und meinem Notebook auf dem Balkon. Was kann man denn schon sagen. Ich bin unglaublich froh darüber, dass ich nun endlich die Bestätigung habe, dass ich ein Zimmer in meinem bevorzugten Studentenheim habe. Damit ist zumindest mal eine Hürde überstanden und so könnte man fast sagen: Es war die Hürde, vor der ich am Meisten die Angst hatte, sie würde in die Hose gehen. Anfang Mai wurde über die Vergabe der Zimmer entschieden und erst jetzt bekam ich Bescheid. So wird Wien also zu meinem Zweitwohnsitz. Das ist schon mal fix.

Ich lebe mal wieder wunderschön in den Tag hinein. Fast täglich bin ich in der Nachbargemeinde, wo meine Großmutter, mein Cousin mit seiner Frau und meine Schwester wohnen. Ich finde es schön, dass nun der Kontakt zu allen irgendwie ein kleines Bisschen unkomplizierter ist. Keine Ahnung, warum das vorher nicht so war. Nur meine Großmutter, doch schon etwas alt, entwickelt sich etwas weg von der Familie. Aber das bekommen wir auch wieder hin, da bin ich einfach mal ganz fest davon überzeugt.

Das Wetter umkreist immer noch die 30° – Marke. Zwar verspürte ich heute zum ersten Mal wunderbaren und manchmal auch kühlenden Ostwind, aber laut Wettervorhersage bleibt die Temperatur konstant. Irgendwie auch nicht schlecht. All der Regen und die Düsterheit der vergangenen Wochen ging mir schon gehörig auf den Keks. Am Montag werde ich zu arbeiten beginnen, und ich bin eindeutig davon überzeugt, dass mir das Ganze Spaß machen wird. Einfach die Aussicht, dass ich gegen Ende des Monats mit einem Batzen Geld auf meinem Konto wieder zu sparen beginnen kann, macht die Wunschliste für Wien um einen Punkt länger. Und dass in drei Monaten drei Batzen Geld ankommen, ist natürlich noch schöner.

Nun befinden wir uns ca. bei Windstärke 5. Möglicherweise kommt heute noch ein Sturm. Ist ja auch nicht schlimm. Nur fallen die Stürme bei so hohen Temperaturen meist sehr laut, blitz- und donnerlastig aus. Etwas zu stürmisch für meine Vorstellung von einem Sturm. Aber da kann ich sowieso nichts ändern. Übrigens wäre ich jetzt gerne Nespresso-Club-Mitglied, denn George Clooney, oder besser gesagt seine Werbevertragsfirma sucht zwei Statisten für den nächsten Werbespot. Und wenn er dann sagt, Dominik? What else, dann wäre ich schon wunschlos glücklich. Aber leider beziehen wir unseren Kaffee von Edusche und Tchibo. Zwar auch mit einem erhöhten Müllaufkommen dank lächerlicher Tabs und einem überhöhten Preis, aber eben doch nicht Nespresso.

Vielleicht werden heute auch mal wieder einige Bäume im benachbarten Wald knicken. Ein beängstigenes Geräusch, wenn fünfzig oder hundert Meter hohe Bäume rein durch Wind zu Bruch kommen. Aber trotzdem zeigt es mal wieder, wie unglaublich mächtig die Natur ist. Und der Gedanke wiederum gefällt mir. Das Bloggerleben zurzeit ist reichlich monoton. WordPress löscht einen durch und durch mit rechten Parolen gefüllten Blog trotz oftmaliger Beschwerde einfach nicht. Ich weiß, wer Germanys Next Topmodel gewinnen wird, obwohl ich rein gar nichts von Miss Dumm, ähm, Heidi Klum halte und seit kurzem weiß ich auch, dass Weihnachten heuer wieder einmal auf den 24. Dezember fällt. Aber man muss ja immer irgendwie ausbrechen, wenn man Teil der Masse ist. Und so habe ich mir einen wunderschön belanglosen Titel einfallen lassen und gedenke auch nicht, in irgendeiner Art und Weise nicht so weiter zu machen. Vielleicht locken gerade solche Titel wieder einige neugierige Seelen auf meinen Blog.

Im Übrigen bin ich zurzeit immer noch dauermüde. Irgendeine Beschäftigung fehlt. Aber sobald ich wieder arbeiten werde, werde ich anschließend, am Feierabend um einiges aktiver sein, als ich es all die mehr als 30 Tage des Urlaubs war. So ist es immer. Ich brauche eine Beschäftigung. Im September, und das ist mal wieder ganz neu, werde ich mit Freunden in die Toscana fahren. Nachdem es sich nun eben so einbürgert, das Pärchen paarweise auf Urlaub fahren und gerade im August ein Schwung Freunde nach Kroatien abblitzt, freue ich mich, jetzt noch eine Reisegruppe gefunden zu haben. Und Toscana mit dem schiefen Turm in Pisa und Florenz und ein kleines bisschen Meer hört sich ja mächtig interessant und lustig an. Lustig wird’s ja sowieso. Und im August werde ich dann auch noch eine Liste hier im Blog beginnen, für all die Leute, die sich eine Postkarte von mir erwarten.

So, und nachdem die Windstärke schon wieder etwas höher wird (Auf diesem Weg vielen Dank an das Fähnlein Fieselschweif-Handbuch aus dem Micky-Maus-Magazin), werde ich mich jetzt mit meinem ganzen Körper, dem etwas zurückgegangenen Kopfweh und meinem leicht lädierten Notebook ins warme bis schwüle Innere des Hauses vertschüssen. Und wem es noch nicht aufgefallen ist: Mir geht es gut. Ich jammere nicht. Bin froh, mit einer kurzen E-Mail das Ende einer möglichen Freundschaft besiegelt zu haben und mit einem zehn Mal so langen Eintrag hier all die restliche Wut rausschrieb. Ich bin froh, dass ich zu arbeiten beginnen werde und bald wieder zu den Menschen gehöre, die nicht Mutter oder Vater um n’Euro für ‘ne Packung Zigaretten anschnorren. Und ich bin froh, dass das Leben, trotz all der Probleme irgendwo doch ganz schön ist. Das Leben eben oder so.

In kurzen Momenten.

Meine Hand. Sie zittert. In kurzen Momenten.

Als wäre ewig nichts passiert. Nur ich. Und der Zwang. Man kommt nicht einfach so los davon. Selbst wenn ich die Augen schließe. Alles bleibt wie es war. Nur die Sichtweise ändert sich. Manchmal schließt man die Augen, weil man Angst hat. Und man hofft, dass beim nächsten Öffnen alles wieder so ist, wie es sein sollte. Es hat noch nie funktioniert. Man zittert einfach und sitzt da. Als wäre ewig nichts passiert. Als wären all die Gedanken unnütz und all die Gespräche. Es würde sich ja doch nichts ändern, so sehr man es sich auch wünscht. Mit Angriff macht man sich selbst zur Zielscheibe, mit Verteidigung verliert man jegliche Achtung vor sich selbst. Erst die Flucht schafft das, worauf man so sehnsüchtig wartet. Der Ausbruch aus der vorhandenen Realität. Was will man mehr. Wonach sucht man denn sonst. Nichts ist, wie es scheint.

Mein Mund. Er lächelt. In kurzen Momenten.

Glücklich blicke ich den nächsten drei Monaten. Kaum vorstellbar. Wie sehr man sich freut auf die freie Zeit. Auf die Zeit, nur für sich selbst. Mit sich selbst. Und schlussendlich bekommt man von sich selbst einen so großen Hals, freut sich, nicht den ganzen Tag mit sich herumhängen zu müssen und ist froh, wenn Geld und Arbeit wieder ins Leben treten. Denn erst dann bekommt man Dinge auf die Reihe, erledigt Dinge, die während der freien Zeit unmöglich fertigzustellen waren. Aus purer Demotivation. Manchmal überraschen mich auch Nachrichten über meine Zeit in Wien. Dass ich im Heim Oberösterreich ein Zimmer bekommen werde. Im siebten Bezirk von Wien, unweit der weltberühmten Mariahilferstraße. Mein Quartier für die Ausflucht ist also schon gefunden. Ich bin gespannt wie eine kleine Kirchenmaus. Oder so. Oder ein Igel, der die sechsspurige Autobahn überqueren möchte. Je nachdem.

Und ich werd’ verschwunden sein.

Niemand wird mich mehr finden. Keine Spuren werde ich hinterlassen haben. Und vielleicht wird mich auch niemand suchen. Dann, wenn ich endlich verschwunden sein werde. Die Pläne liegen bereit und die Briefe sind geschrieben. Punkte wurden gesetzt und Dinge zerstört. Zerschlagen, zertrümmert. Dinge, die Erinnerungen wecken. Bilder und Schneekugeln und Armbänder und Erinnerungen. Alles ist nun tot und ich bin nicht mehr hier, befinde mich auf den Weg in das Endliche. Bin verschwunden, als man nach mir rief, habe mich aufgemacht, um all die anderen Facetten meines Lebens kennen zu lernen.

Und ich werd’ verschwunden sein, und die Stimme, meine Stimme wird tiefer werden, ein Murmeln, ein Flehen. Kein Weg führt zurück und die Steine bohren sich ganz langsam in die Sohlen meiner Füße ein. Und sollte ich fallen, wäre das schon Gnade genug. Dann. Wenn ich endlich verschwunden.

Ich höre deine Stimme, wie sie meinen Namen ruft und wünsche mir deine Hand, die nach meiner greift. Fühle mich dir so fern, und bin dir doch so nah. Du rufst meinen Namen, und versuchst doch nur, mich zu vergessen. Dich zu vergessen. Es ist dir noch nie gelungen. Nie gelungen, meinen Namen, ohne diesen markanten Unterton in die Welt hinauszubrüllen. Man kann von mir halten, was man will, ich kenne niemanden, der je so einen Eindruck von mir hatte, wie du. Und jetzt, bin ich weg.

Für eine Ewigkeit und noch viel länger. Für den Moment und doch viel zu lang. Ihr werdet mich vermissen und ich werde es genießen. All die Gedanken. Für mich. Nie zuvor. Nur jetzt. Wie es sein wird, wenn ich verschwunden sein werde. Ruhig und einsam. Ich werde wiederkommen, keine Frage. Aber würde der Abstand von der Welt nicht die Fähigkeit stärken, glücklich zu sein.

Selbst Houellebecq schrieb, dass der einzige Grund für die Psychoanalyse das stetige Wieder-ins-Gedächtnis-Rufen ist. Am besten wäre es, in eine neue Stadt zu ziehen, vom Schicksalsschlag nichts zu erzählen und den Kontakt zur ehemaligen Welt abzubrechen. Houellebecq war schon immer etwas weltfremd. Aber deswegen mache ich das Ganze. Nicht für die Bildung. Sondern für mich. Der Abstand, er wird mir gut tun. Das Neue, das Unbekannte, das Schwierige. Nur für mich mache ich das.

Und ich werd’ verschwunden sein, wenn ihr dann beginnt, mich zu suchen. Verschwunden und ich werde glücklich sein. Ich hoffe es doch zumindest. Und irgendwo werde ich noch einen Weg zurück finden. Irgendwo.

Wohl.

Wolkenloser Himmel, Temperaturen jenseits von dreißig Grad. Und ich in der prallen Hitze. Ein wundervoller Tag in der gemäßigten Zone. So viele Tage sind in das Land gezogen und je klarer ich nun denken kann, desto besser geht es mir. Es ist ein interessanter Weg, den ich jetzt gerade beschreite. Wisst ihr warum? Ich auch nicht.

Heute Mittag wurden mir auch noch die Haare geschnitten. Jetzt habe ich wieder den perfekten Sommerhaarschnitt. Ich hätte so manch weiteres vor, habe mir auch schon wieder Gedanken gemacht, was ich denn hier so schreiben sollte. Und ja, ich habe nicht darauf vergessen: Heute müsste eigentlich ein Podcast kommen. Normalerweise müsste es sich noch rein zeitlich ausgehen, dass heute Nacht noch etwas kommt.

Gestern Nacht habe ich Anfangs schlecht geschlafen. Viele Gedanken, nach der Entdeckung dieses Schicksalsschlages. Ich hatte mit vielem gerechnet, aber gestern kippte ich so richtig aus den Latschen. Lange habe ich noch die Sterne angesehen und gewartet.

Und so latsche ich durchs Leben, mit einem Lächeln auf meinem Gesicht. Ja, ich lächle, denn ich fühle mich wohler denn je. Das hier ist nun meine letzte Woche in Freiheit, vorübergehend. In den nächsten drei Monaten steht wieder Arbeit auf dem Plan. Darüber werde ich natürlich auch noch berichten. Aber jetzt muss ich noch mal ganz schnell weg, zu einer Sache, die mir sehr am Herzen liegt.

Folge Nummer 12 wird wohl die erste Folge, die nicht an einem Mittwoch, sondern erst an einem Donnerstag erscheinen wird. Tut leid.

Ohne Worte.

Womit niemand rechnen konnte.

Die Tage zogen vorüber, lange Zeit hörte man nichts. Nichts und man wartete und hoffte und manchmal sah man auch nach. Jetzt, nach einigen Tagen der Abwesenheit auf deinem Blog habe ich es erfahren und sitze immer noch vor dem Computer und schüttle den Kopf und kann kaum verstehen und versuche die richtigen Worte zu finden. Worte, die dieser Frau gerecht werden.

Ich habe dich nie kennengelernt, habe nie mit dir persönlich sprechen dürfen, konnte nie einen Kaffee mit dir trinken. Unsere Bekanntschaft begann über unsere Blogs, alles rein virtuell. Aber nach und nach wurden wir Stammgäste bei uns und kommentierten. Oft hast du mir deine Wärme, deine Freude geschenkt, hast mich berührt mit deinen Worten. Hast mir geholfen über meine Tiefs. Und jetzt bist du weg.

Noch nie habe ich einen Nachruf geschrieben, für einen Menschen dir mir gleichzeitig so fern und doch so nah war. Ich bin erschüttert von dieser Nachricht und blicke gedankenleer gegen den Bildschirm. Du bist weg und was uns bleibt ist dein Blog. Voller Bilder und berührender Gedichte. Du hast ein Kunstwerk erschaffen, das auf ewig mit der verbunden wird.

Wie gern hätte ich dich kennengelernt, irgendwann und irgendwo. Ich denke, wir hätten uns gut verstanden und ich bin mir sicher, dass du eine ganz besondere Frau warst. Deinen Tod wird niemand verstehen können. Viel zu jung warst du und traurig sehe ich mir deine Einträge an. Voll Hoffnung und Humor bist du vor einem Monat ins Krankenhaus gegangen, lange Zeit hat man nichts von dir gehört, bis die Nachricht von deinem Tod in den Kommentaren zu finden war.

Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Du warst eine wundervolle Person. Vielleicht klingt es lächerlich, von einem Menschen, der dich nur auf diesem Wege gekannt hat. Aber die Verbindungen zu Menschen, die man durch dieses Internet aufbaut, sind manchmal tiefer und manchmal rein oberflächlich. Ich freue mich, dich gekannt zu haben.

Und ich hoffe, dass dort, wo auch immer du jetzt sein magst, es schön ist. Dass alle Probleme und Sorgen nun der Vergangenheit angehören. Dass du glücklich bist, dort. Dass es dir gut geht. Nichts anderes hast du verdient. Es soll dir gut gehen und du sollst dich wohlfühlen.

Ich bin nicht der Einzige, der dich rein auf diesem Wege kannte. Und wir alle werden dich vermissen. Ich kann nicht beschreiben wie, aber du fehlst. Fehlst mit deinen Worten, mit deinen Taten. Ich stelle heute Nacht eine Kerze ans Fenster, für dich.

Leb wohl, meine Liebe, leb wohl.
Lass es dir gut gehen, somewhere on the brighter side.

Du bist gegangen.
Als würde man ewig noch kommen und gehen und sich sehen.

Und was nicht war. Wird auch nie so sein.

Jeden einzelne Pore von dir habe ich geliebt, zur der Zeit, als Liebe angebracht war. Jede einzelne Pore von dir wollte ich vergessen, als du uns aufgabst. Ich habe lange mit mir gekämpft und habe immer noch versucht, dich zu überraschen. Dir zu zeigen, dass ein Leben ohne mir sinnlos ist, und dass nur ich der Richtige sein kann. Ich habe gehofft, du würdest es endlich einsehen und irgendwann schossen die Gefühle wieder hervor und ich glaubte, dass ein Leben ohne dir unmöglich sei. Dann folgte die Therapie und meine Abrechnung mit dir, eine Abrechnung mit der du nicht umgehen konntest, nicht wolltest. Ich wollte dir damit zeigen, dass es so nicht weitergehen konnte, aber dass ich irgendwann, in einem halben Jahr oder so, über die Möglichkeit einer Freundschaft nachdenken könnte.

Irgendwann kam auch die Aussprache und ich glaubte, nachdem ich zum ersten Mal seit vielen Monaten deine Stimme gehört habe, dass wir irgendwann wieder unser gemeinsames Glück finden könnten. Als Freunde. Deine Stimme, die ich so geliebt habe, damals, vor mehr als einem Jahr. Deine Stimme, die sich stets auf mein Herz gelegt hat, als ich es nötig hatte. Ich hatte sie wieder gehört, und für den kurzen Moment dieses Telefongespräches glaubte ich daran, dass alles gut werden wird. Leichtgläubigkeit hat sich noch immer bestraft gemacht.

Man würde sich eben melden, wenn der Schulstress vorbei sei, wenn mal keine Schularbeit anstünde. Ich müsse mich noch gedulden. Und, hell yeah, ich habe mich geduldet. Habe gehofft und gewartet. Habe ehrlich daran geglaubt, dass du dich in absehbarer Zeit melden würdest. Ich habe dich zwei Mal zu irgendwelchen Parties eingeladen, in der Hoffnung, dich nach so vielen Monaten wiederzusehen. Zum Wiederkennenlernen nach so langer Zeit. Und ich habe mich auch geschworen, ich selbst zu sein, wenn wir uns das nächste Mal sehen sollten. Doch jedes Mal kam eine Absage und oft habe ich mich alleine aus dem Grund, dass du dich mit einer weiteren Absage von mir fernhieltest, betrunken. Manchmal bis zum Geht-nicht-Mehr. Das weißt du vielleicht gar nicht. So wie du das Meiste in meinem Leben nicht weißt.

Sag es mir, warum, verdammt noch mal, habe ich so viel Wert darauf gelegt, dass wir Freunde werden würden. Du warst meine erste große Liebe und du warst ein Sammelpunkt vieler unglaublich schöner Erinnerungen. So vieles verbinde ich mit dir, Lieder und Gefühlszustände. Du hast mir so viel gegeben, ohne es zu wissen. Und du hast mich auch enttäuscht. Ich weiß, dass ich nicht immer einfach bin, in einer Beziehung. Aber du hättest doch erst einmal verstehen müssen, was es bedeutet in einer Beziehung zu sein. Je regrette. Ich bedauere so viel und dass ich noch Monate danach nicht klar denken konnte und mich immer noch in den Gedanken vernarrte, dass alles mit uns wieder werden würde. Ich habe so vieles aufgegeben, was aussichtsreicher war, als all das, was je zwischen uns war.

Du weißt, wie gerne ich dich wiedergesehen hätte, jetzt, nach dem Streit und den vielen Monaten Stille zwischen uns. Du weißt, wie ich gehofft habe, wie ich auf uns gesetzt habe. Dass wir tolle Freunde werden würden, wenn wir nur alle beide etwas dafür zu tun bereit wären. Und in jedem der spärlichen Telefonaten hast du mich auf die nächste Woche verlegt. Aber dann, ganz sicher. Schon klar. Du hast die Hoffnung am Leben gelassen und so zogen sich die Tage dahin. Wochen vergingen und nun sogar Monate. Nichts mit reden, nichts mit Kaffee. Zum ersten Mal seit langem haben wir uns gesehen, letzte Woche. Du hast dich verändert, im Aussehen und in der Art. Und du hast dich wenigstens so weit von mir weg verändert, dass mich rein gar nichts mir mit dir verbindet. Du hast das Spiel gewonnen und du hast erreicht, was du immer wolltest. Ich lasse dich in Ruhe.

Viele haben ja gesagt, dass Freundschaften nach einer Beziehung oft nicht funktionieren, und wenn, dann erst nach Jahren. Für mich bist du jetzt gestorben und vielleicht ist es eine Genugtuung für dich, dass ich wieder einmal das Gefühl habe, jemanden zu verlieren. Aber dieser Verlust schmerzt nicht, denn ich kann mir keine Vorwürfe machen. Ich habe alles versucht und ich war immer da. Nur du hast gefehlt und hast es unmöglich gemacht, eine Freundschaft zu ermöglichen. Damit hast du auch das auf dem Gewissen. Ich möchte dich am liebsten nie wieder sehen, und doch lässt es sich nicht vermeiden. Irgendwo auf one hell of a party, oder an dem Ort, an dem alles begann. Wir werden uns also wiedersehen, aber dein Lächeln wird nie wieder so sein, wie es war. Nicht für mich.

Und ich bereue es. Ich bereue, dass ich jemals zu dir „Ich liebe dich“ gesagt habe. Nein, ich bereue nicht, dass ich es zu früh in unserer Beziehung sagte, sondern dass es überhaupt meinen Mund verließ. Denn durch deine späte Antwort, glaubte ich, dass wir hier von richtiger Liebe sprachen, und wenn diese erlosch, würde uns zumindest noch irgendein Band verbinden. Aber dadurch, dass du es auch gesagt hast, haben diese drei Worte, jetzt im Nachhinein, an Aussagekraft verloren.

Wir waren nie Freunde. Und nun werden wir es wohl auch nie sein.

Du warst das hübscheste, interessanteste, großartigste, umwerfendste Mädchen, dass ich jemals gesehen habe. Interessant wie schnell man von Liebe zu Hass übergeht und sich mehr und mehr der Gleichgültigkeit annähert. Und ich wünschte, du hättest irgendwann einmal das Feingefühl um zu sehen, wie viel du bereit warst, aufzugeben. Ich habe jetzt endlich einmal genug. Ich habe genug gewartet, genug Abstand gehalten, dir genug Freiraum gelassen, ich habe dich leben lassen, während ich nicht zu leben und vor allem zu lieben imstande war. Jetzt möchte ich leben, und da hat so ein verdammtes Wesen wie du keinen Platz. Vielleicht kommst du ja mal wieder auf diesen bescheuerten Blog und vielleicht liest du das und lässt dich darüber aus, was ich nur schon wieder alles über dich schreibe. Verdammt, bist du so blind. Alle Texte die melancholisch angehaucht waren, hatten mit dir zu tun. Wöchentlich wahrscheinlich mindestens fünf. Aber jetzt weißt du ja vielleicht, was ich von dir halte. Herzlich wenig.

Glück.

Erst nachdem die Welt über einem eingestürzt ist, bemerkt man, wie glücklich man zuvor war.

Während einem Gespräch mit meiner ehemaligen Psychologielehrerin kamen wir darauf zu sprechen, dass man das Glück, was einen umgibt, erst dann verspürt, wenn es vorüber ist. Und das alles hat mir zu denken gegeben. Immer noch sprechen wir beinahe täglich über unseren Timi, der in wenigen Tagen seinen zweiten Geburtstag gefeiert hätte.

Vergleicht man die Größe der Probleme von vor einem Jahr mit denen von heute, haben sie sich unzählbar vervielfacht. Ich habe mich vor einem Jahr aber nicht als glücklich empfunden. Irgendetwas war immer, irgendetwas findet man, wenn man das Glück nicht als solches wahrnimmt beziehungsweise wahrnehmen möchte.

Jetzt sind so viele Dinge passiert, der Tod eines Kindes, meines Neffen, und weitere Dinge, die mich manchmal sprachlos machen und mir unendlich viele Fragen an den Kopf werfen. Niemand verlangt von mir, das Leben nun als großartig und umwerfend (im positiven Sinne) zu sehen. Doch ein Gedanke macht mir Angst und ist vor ca. 3 Tagen in meinem Kopf gelandet.

Das vollkommene Glück werde ich nie wieder verspüren. Bis vor einem Jahr war nicht viel passiert, was mich aus dem Gleichgewicht brachte, nicht für lange Zeit. Zwar ist mein Bruder vor der Geburt gestorben und mein Onkel, als er in meinem Alter war, ich hatte Menschen verloren, die ich niemals kannte, aber zu denen ich eine sehr interessante Beziehung aufgebaut habe. Aber nichts hat mein Glück auf dieser Welt gemindert.

Aber mit dem Tod ist die Welt aus den Fugen geraten. Ein neues Zeitalter ist angebrochen. Und ein solcher Punkt bereitet mir stets Unbehagen. Und durch die Trauer und die Angst und die Konfrontation mit Tod und Ende, mit Leben und Kinder, mit mir selbst und den Anderen werde ich nie mehr dieses Glück empfinden, wie vor einem Jahr. Ich werde nie wieder vollkommen glücklich sein.

Dieser Gedanke kam mir und all das machte mich traurig. Irgendwann ist der Tod Timis nur mehr ein Teil der Geschichte unserer Familie, ein Trauerpunkt, eine Sammelstelle für schöne Erinnerungen und auch für traurige. Aber das Glück, das Glück wird nie wieder so sein. So wie das Leben.

Auch wenn der Text etwas weinerlich wirkt, ich fühle mich zurzeit glücklich. Sorgenfreier als noch vor ein paar Tagen.

Eine Unendliche Geschichte.

Ein Stöckchen. Wie interessant, dass mir dieselbe Idee vor kurzem erst selbst durch den Kopf schwirrte und deswegen freue ich mich, dass mich der Autor ohne mit Talent beworfen hat.

Tshalina, die Stöckchenerfinderin, erklärt ihre Idee so:

Ich möchte eine unendliche Geschichte schreiben. Jeder Blogger, der Bock hat, kann sich sozusagen einmischen und das Stöckchen aufnehmen und weiterverarbeiten. Ich möchte euch bitten, dass ihr die jeweiligen vorherigen Postings übernehmt, d.h. wenn jemand zu euch auf den Blog kommt, dann soll er nicht nur einen einsamen Satz oder möglicherweise zwei Sätze in einem Posting bei euch finden, sondern er soll die Story finden, so weit wie sie bereits gekommen ist. In einem Monat gibt es von mir ein Update mit der Story, so weit wie sie bereits erzählt worden ist. Bitte vergesst nicht, einen Kommentar oder Trackback zu hinterlassen, damit die Leser unseres kleinen “Experiments” nicht plötzlich mit einem großen Fragezeichen auf der Stirn verzweifelt nach dem Fortgang unserer Story suchen müssen.

Tommy erwachte in der Dunkelheit. Es war so stockdunkel, dass er nicht das Geringste sehen konnte. War er am Tag oder in der Nacht erwacht, fragte er sich. Langsam spürte er Panik in sich aufsteigen. Die Dunkelheit schloss Tommy ein, umgab ihn mit einer so undurchdringlichen Schwärze, dass er sich fragte, ob die vage Erinnerung an Licht, die es irgendwo in der Tiefe seines Gedächtnisses gab, vielleicht nur ein Traum sei. (Tshalina)

Obwohl er seine Augen aufriss, war dort nichts als schwärzeste Finsternis. Langsam richtete Tommy sich auf und begann, sich einen Weg zu ertasten in diesem Raum, der ihm völlig fremd erschien. Ist er vorher schon einmal hier gewesen? Er ist sich nicht sicher, denn er verspürte einen vertrauten Geruch in seiner Nase und er hörte Musik, sanfte und wohlklingende Musik. Er hörte sie ganz deutlich. Seine Ohren brachten ein paar Farben in die Dunkelheit. Es musste doch einen Weg hier raus geben. (Konna)

Tommy fragte sich, wie er überhaupt in diesen Raum gekommen war. Er konnte sich undeutlich an ein Fest erinnern, bunte Lichter, Musik, zwei Männer, Sirenengeheul, dann nichts mehr. Wo war er hier gelandet? Tommy fühlte in der Dunkelheit eine Wand, die er entlangging, bis seine Hände eine kühle, raue Oberfläche ertasteten. Eine Tür! Er drückte die Klinke herunter – die Tür war abgeschlossen. (Jakob)

Die Musik, die noch immer zu vernehmen war, schien jenseits dieser verschlossenen Türe ihren Ursprung zu nehmen. Tommy legte sein Ohr an das rissige Holz und versuchte die anderen Geräusche zu identifizieren, die sich unter die Töne mischten. Er hielt die Luft an. Das Pochen seines eigenen Pulses jedoch ließ ihn Sekunden später schwer durchatmen. Erneut nahm Panik von ihm Besitz. Er wollte hier raus, und das sofort. Mit einem Mal war ihm völlig egal wo die Musik herkam, oder was sich hinter dieser Tür verbarg. In dem Moment, als er sich aufrichten wollte, flog die Türe auf und traf Tommy mit voller Wucht auf der Schläfe. Wage konnte er noch ein helles Licht und den Umriss einer Gestalt ausmachen, bevor er taumelnd zu Boden sank. (lexxa)

Im Gegensatz zu seinem letzten Erwachen, war es dieses Mal so hell um ihn herum, dass es seine Augen sofort wieder zudrückte. Im gleichen Moment spürte er einen stechenden Schmerz im Kopf und versuchte sich zu erinnern was passiert war und wie er hier her kam. Ein Fest, Musik, ein dunkler Raum, die Holztür… Jemand muss die Tür ruckartig aufgemacht haben gerade in dem Moment wo er den Ausgang fand.
Noch einmal versuchte er seine Augen zu öffnen, das grelle Licht im Raum brannte in seinen Augen. Als er wieder etwas sehen konnte, erkannte er, dass er in einem Krankenhaus sein musste, neben ihm sass seine Freundin und lächelte ihn an. (Autor ohne Talent)

Alles war weiß. Die typische Sterilität eines Krankenhauses. Tommy richtet sich in seinem Bett auf, der Polster plusterte sich wieder auf. „Hallo.“, sagte seine Freundin, „Du hast ja lange geschlafen.“ Er hatte also geschlafen, doch viel eher kam es ihm vor, als wäre er gerade erst aus einem monatelangen Koma erwacht. „Emilie.“ Er stockte. Seine Stimme kam ihm unheimlich vor. Doch er wagte einen weiteren Versuch. „Emilie. Wa-, was mache ich hier?“ Und sie begann ihm alles zu erklären und je länger sie sprach, desto unglaublicher und dubioser erschien ihm seine eigene Geschichte. (just4ikarus)

Nachdem mein Vorschreiber eine neue Figur eingefügt hat, habe ich mir die Freiheit genommen, dieser Figur, „der Freundin“, einen Namen zu geben. Wem ich das nun weiterwerfe? Da wähl ich mal die Sternengreiferin. Viel Spaß mit diesem Stöckchen!

Hymne.

Zeit, dass sich was dreht. Oder so.

Vor kurzem habe ich angekündigt, mich mit der Musik der Europameisterschaft zu befassen. Lange habe ich mich jetzt schon dagegen gesträubt, aber nun ist es endlich soweit. Also Ohropax rein und schon kann’s los gehen.

UEFAoffziell

Zuallererst müsste man einmal die offiziellen Songs behandeln. Und da ja die Europameisterschaft in Europa ist und die beiden Alpenländer Schweiz und Österreich das Großereignis austragen, kommen doch nur wenige Bands und Sänger in Frage. Und die UEFA hat in der schweiz-österreichischen Musikhistorie gekramt und zwei Leute herausgehoben. Ihre Namen? Shaggy und Enrique. Jamaika und Florida. Hach, wie passend.

Shaggy – Like A Superstar [-]

YouTube // Der Song ist doch wohl einfach nur schrecklich. Nichts zum Mitgrölen und nichts zum Gernhaben. Maximal radiotauglich und einfach sowas von nicht Shaggy. Das Video wiederum bringt ein wunderschön klischeehaftes Bild der Alpenländer. Absolut durchgefallen.

Shaggy – Feel The Rush [~]

YouTube // Etwas besser. Mehr Shaggy, etwas chilliger und trotzdem etwas zum Mitsingen. Wieder die Klischeekiste, aber trotzdem nicht das Überdrüber-Lied, welches in den Fanmeilen gesungen werden wird, so schätze ich das zumindest ein. Und vor allem die Tatsache, dass der Großteil des Videos Jamaika zeigt, erinnert mich an die Around-The-World-Tour von Bob Sinclair’s Love Generation, die ja auch wenig mit Fußball und Deutschland zu tun hatte.

Enrique Iglesias – Can You Hear Me [-]

YouTube // Der Hero ist zurück und bringt den dritten offiziellen UEFA Euro 08 – Song. Ich habe jetzt nicht viel mit Fußball herausgehört, nichts von Österreich oder der Schweiz und einfach ein viel zu lahmer Song für so ein Großereignis. Dass man gerade diese Musikleiche wieder ausgräbt, lässt bei mir wieder einmal nur Fragezeichen zurück.

1Song3Länder

Mario Lang – Bringt Ihn Heim [-]

YouTube // Mario Lang wird selbst den wenigsten Österreichern etwas sagen. Das war dieser Typ von Starmania (Ösi-Pendant zu(m echten) DSDS), der, ich denke, Vierter bei der letzten Staffel geworden ist. Mir hat seine Art zu singen noch nie gefallen, und die Frage, warum ein österreichischer Sänger hochdeutsch singen muss, frage ich mich auch. AustroPop hat gezeigt, dass österreichisch ebenso ankommt.

Oliver Pocher – Bringt Ihn Heim [~]

YouTube // Man kann von ihm halten, was man will. Ich halte eher wenig, aber im Gegensatz zu Mario Lang bringt er etwas mehr Brüllenswertes hervor. Die Stimme wirkt zwar, wie auch schon beim Song für die WM 06, etwas unbeholfen, aber man verlangt ja auch nicht von einem Musiker, dass er komödiantisch veranlagt ist. Für die anspruchslosen Deutschen sicherlich ein Blick wert.

Baschi – Bring En Hei [+]

YouTube // Die Schweizer Version in leicht schweizerischem Dialekt klingt am Ehrlichsten. Baschi (noch nie was von ihm gehört), hat dieses Lied schon vor ein oder zwei Jahren aufgenommen und die Schweizer sehen es nun als die inoffizielle Hymne für ihre Spiele an. Im Vergleich mit den anderen die beste Version.

UndDerRest

DJ Bobo – Olé, Olé [-]

YouTube // Muss ich noch mehr sagen. Für ihn gilt einfach immer die Devise: Ein Großerreignis + anspruchslose Texte + etwas zu Mitsingen + komische Bewegungen = einige verkaufte CDs. Dass er immer noch dadurch Geld verdient, ist bedauerlich. Aber der Song ist einfach schlecht.

Christina Stürmer – Fieber [~]

YouTube // Was sind wir nur stolz auf diese junge Frau, die in Österreich alle Rekorde gebrochen hat und in Deutschland den Echo gewann. Auch sie ist eine Ausgeburt der Castingmaschinerie „Starmania“. Für Österreich und den ÖFB kam also nur sie in Frage für den offiziellen Song. Und dieser heißt Fieber. Alleine der Titel ist mehr als fragwürdig. Der anschließende Text ist anfangs überflüssig, aber an manchen Momenten kann man mitsingen. Könnte theoretisch noch interessant auf den Fanmeilen werden.

Revolverheld – Helden 2008 [~]

YouTube // Entgegen einiger Meinungen finde ich den Song von Revolverheld gar nicht mal so schlecht. Es gibt zumindest genügend schlechtere Songs. Ein bisschen grölen, ein bisschen Geschichte. Obwohl wir das ganze schon von irgendwoher kennen. Sportfreunde Stiller vielleicht? Aber wenn es funktioniert, sei ihnen gedankt.

Rainhard Fendrich – Wir Sind Europa [-]

YouTube // Durch den wieder gestiegenen Bekanntheitsgrad nach seiner Koksaffäre und dem Rosenkrieg ist der AustroPopper mit einer TV-Show und diesem Lied zurück. Absolut nichts für das Stadion und höchstwahrscheinlich auch nichts für die Fanmeile. Bleib mal lieber bei deiner Karaoke-Show, lieber Rainhard.

Ideal Vibes – Hopp, Nati! [~]

YouTube // Dieses Lied könnte theoretisch gefallen. Ein Lied mit Reggae-Hymnen in den drei schweizer Sprachen Französisch, Italienisch und Switzerdütsch. Und auch manchmal noch verständliches Deutsch. Eine schöne Idee und endlich die Einbeziehung aller vier Sprachen der EM.

ZynismuSelbstironie

Die Fraktion – Schwarz Rot Gold [+]

YouTube // Eine deutsche Band nimmt so ca. jede mögliche gegnerische Mannschaft auf die Schaufel und wird dabei wenigstens nicht bitterböse. Eine Klischeeschlacht der Königsklasse. Für mich wirklich eines der besten und lustigsten Lieder dieser Euro.

Egon7 – Gib Uns Deutschland Im Finale [+]

YouTube // Da wir, die Österreicher, ja sowieso ins Finale kommen, soll der Fußballgott auch noch Deutschland zu uns schicken, damit wir 30 Jahre nach Cordoba das einschneidende Erlebnis wiederholen können. Tolles Video (Wir Sind Helden lassen grüßen) und eine Prise Selbstironie.

Hicke & die starken Männer – Hey, Hey, Hicke [+]

YouTube // Österreichischer Fußball wird vom größten österreichischen Radio nach jeder Niederlage tief durch den Kakao gezogen. Mit „Hicke und die starken Männer“ schufen sie dann ein tägliches Comedy-Format und daraus entstanden ist diese Hymne, die jetzt gerade rauf und runter gespielt wird. Mit einem Eimer aus Selbstironie und einem einfachen Refrain wird das der Mitgröhlhit für die Rotweißroten.

Dann gäbe es da noch Dutzende Malle-Songs zu diesem Thema. Ich hätte sie mir anhören können, aber mir war mein Mageninhalt zu wichtig, um ihn nicht noch einmal begrüßen zu dürfen. Alles in allem gäbe es da schon den einen oder anderen Song. Aber bis auf die Schweiz sind alle (UEFA und Österreich) mit offiziellen Songs durchgefallen. Das würde mir mal zu denken geben. Ich hingegen, freue mich schon auf die Europameisterschaft, die in wenigen Tagen beginnen wird.

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