
Wien eben.
Tag 1
Nach nur vier Stunden Schlaf fuhr meine Familie am Samstag nach Wien. Wann war ich wohl das letzte Mal mit meiner Familie in Wien? Ähm. Noch nie. So ist das nämlich. Wien habe ich bisher nur mit Freunden oder mit der Schulklasse erlebt. Zu Mittag kamen wir dann endlich an. Der Grund warum wir hierherfuhren? Die Geburt der kleinen Luisa. Der Tochter meiner Cousine und ihrem Mann. Ein so süßes kleines, liebes Baby. Wundervoll.
Nach einer Pizza wurde ich dann in der Straße abgeliefert, die die kommenden drei Tage auch noch mein Zuhause sein soll. Mir fällt es nicht schwer, Übergangsnächtigungsmöglichkeiten als Zuhause zu bezeichnen. Meine Heimat ist wo anders, das weiß ich, aber zuhause bin ich schnell mal wo. Und weil die Bewohner noch nicht zuhause waren, machte ich noch schnelle Einkäufe und setzte mich auf diesen Platz mit der Kirche. Aber schon bald konnte ich meine Couch beziehen. Sah Menschen, die ich eigentlich schon lange nicht mehr gesehen habe und habe mit jemanden gesprochen, den ich mal zu meinen besten Freunden zählte. Bis sich irgendwann alles selbst auflöste.
Abends ging’s dann alleine zum Adam Green Konzert. Ich habe sogar hingefunden, habe mich nur um wenige hundert Meter verlaufen. Wie das Konzert war, kann man hier ja nachlesen, und anschließend, kurz vor Mitternacht kam ich wieder in der Wohnung an. Dort glühten gerade die Leute vor, die dieses Wochenende nichts lernen mussten, und auch ich war schnell dabei. Eigentlich wäre ich ja schon müde genug gewesen, aber schlussendlich sind wir noch mit der Nightline zu Lokalen gefahren.
Natürlich, nachdem wir endlich eine Bar gefunden haben, war ich so müde, dass ich nach einem Drink fahren wollte. Und … nun denn … Ich habe eineinhalb Stunden die Bushaltestelle zurück gesucht. Und als ich sie endlich fand, waren auch meine Freunde gerade auf dem Heimweg.
Tag 2
Nachdem wir am Sonntag vom Vienna City Marathon, dem größten Laufereignis in Österreich geweckt wurden, weil Kilometer 38 direkt bei uns zu finden war. Und um das Kaiserwetter auszunützen, machten wir uns so gegen eins zur Donauinsel auf. Zugegeben, ich habe sie mir etwas anders vorgestellt, aber es war einfach nur gemütlich, in der Sonne zu liegen.
Und das haben wir dann auch stundenlang getan. Mit vollgestopftem Magen durch Picknick und mit unendlicher Sonne sind wir herumgelegen und ich bin auch mal kurz weggedöst. Schnell am Abend nach Hause, duschen und schon gings weiter zu Clueso ins Flex.
Tag 3
Kurze Nacht, und schon ging es gleich wieder los. Ich machte mich auf, um mal wieder zu shoppen. Die Mariahilferstraße, die Einkaufsstraße schlechthin, hat meine Taschen gefüllt. Das Computerspiel Prey, zwei Shirts und ein Sweater bei H&M und die Limited Edition – DVD von 12 Monkeys. Und dann düste ich noch zum Krankenhaus, um noch einmal Luisa, meine Cousine und ihren Mann zu besuchen. Und abschließend noch schnell die Tasche aus der Wohnung abholen und mit Thomas zurück nach Hause zu fahren.
Die Zugfahrt war zwar relativ schnell vorüber, aber das zeitweilige Teilen des Zugabteils mit zwei betrunkenen Männern, die wahrscheinlich von der Rapid-Meisterfeier nach Hause fuhren. Und wie sollte es anders sein … man trifft da dann eben so einen Typen. Und macht sich mit ihm aus, dass wir noch Grillen heute. Um 18 Uhr einkaufen und um 19 Uhr dort und dort. Okay?
Und so war das auch. Es war der Stefan, der gerade einen Aufnahmetest für die Fachhochschule hinter sich hatte, und so grillten wir noch bis halb 11 Uhr bei Susi im Garten.
So das wars. Es war eine großartige Zeit. Mir tun zwar die Füße noch weh, vom vielen gehen. Und müde bin ich auch noch. Aber das gehört dazu. Wien ist eben. Anders und so.
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