Neon|Wilderness

Someday I’ll pay the bills with all these words

Der Erste Einsatz.

Einmal gemeldet und lange nichts mehr gehört. Erst jetzt bekam ich wieder eine SMS. Ob ich denn helfen könnte. Hm. Das war mein Tag, heute.

Nach dem Sturm Emma waren einige Teile meiner weiteren Umgebung in Mitleidenschaft gezogen worden. Wir, unser Haus und unser Dach und unser Garten wurde vollkommen verschont und auch mein Heimatort war kaum betroffen. Doch in Ebensee, ca. 15 bis 20 Kilometer von mir entfernt, wurde unter anderem ein Dach aus den Angeln gehoben, flog über mehrere Häuser drüber. Dann kamen einige Bäume in den Weg, die alles verteilten und auf einem Feld eines Bauers fand das Dach die letzte Ruhestätte. Die größten Dinge sind schon beseitigt worden, und so rief das Team Österreich seine Mitglieder dazu auf, bei der Beseitigung der Kleinteile mitzuhelfen.

Zur Info: Das Rote Kreuz und das Hitradio Ö3 bündeln ihre Kräfte, um jenen Menschen eine Plattform zu bieten, die in Notsituationen nicht Geld, sondern ihre eigene Zeit spenden möchten. Die bereit sind anzupacken. Das “Team Österreich” organisiert diese Menschen zu einer schlagkräftigen Mannschaft, die den Einsatzprofis Arbeit abnimmt, ohne ihnen im Weg zu stehen. Jeder, der volljährig ist, kann helfen: Egal ob Angestellter, Student, Taxifahrer oder Mechaniker – alles, was man braucht, sind zwei kräftige Hände und ein großes Herz. //oe3.orf.at/teamoesterreich//

Und so waren wir, ca. 50 Mitglieder des Team Österreich unterwegs. Getroffen haben wir uns um 8:30 Uhr an einem Einsatztreffpunkt. Nach Angabenüberprüfung und Unterschriftenvergabe wurde alles noch mal richtig erklärt. Und schon machten wir uns auf den Weg zur Arbeit. Was nun unsere Aufgabe war? In einer Reihe (siehe Bild) grasten wir die Wiese ab (hach, was für ein Wortwitz), sammelten große Äste, Teile von Ethernitplatten, Glas, Ziegelteile und noch anderes Kleinzeugs auf und machten dann und wann Kaffee- und Mittagspausen. Die anfänglichen kalten Winde haben Kopfschmerzen entstehen lassen, die bis jetzt noch anhalten. Aber alles in allem war es wirklich sehr lustig, ich habe einige wunderbare Leute kennengelernt. Und obwohl die liebe Lahja krank ist, war es ein lustiger Team Österreich-Tag.

Heute werde ich noch auf eine Geburtstagsparty fahren, nach Bad Goisern. Eine Stunde Fahrt. Ich habe höchstwahrscheinlich Fieber gerade, und Kopfschmerzen, aber das hält mich nicht auf. Denn ich möchte da heute nämlich hin. So ist das. Und deswegen verabschiede ich mich schon wieder. Ich muss weg. Tschö.

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