Neon|Wilderness

Someday I’ll pay the bills with all these words

Ost.ern

Frohe Ostern und so’n Shit, was man eben so sagt, wenn das Leben einem ins Gesicht spuckt und man zurück zu den Traditionen des untraditionellsten Wesen kehren möchte.

Heute ist also schon Ostersonntag. Sehr früh. Ich bin dieses Mal überhaupt nicht auf dieses Fest eingestellt. Ostern hatte für mich auch nicht wirklich eine große Bedeutung. Tut mir Leid, ich nenne mich gläubig, und ich glaube auch, dass es einen Jesus gab. Natürlich. Aber wird das alles nicht ein bisschen übermythologisiert? Ich finde schon, und selbst wenn ich früher jedes Jahr zu Ostern und zu Weihnachten in die Kirche gegangen bin, werde ich es heuer nicht tun. Aus Protest gegen die Einrichtung Kirche und aus Müdigkeit und Unmut und Desinteresse. Aber ja, es ist schon Ostern.

Schokohäselchen gibt es wahrscheinlich. Und Ostereierchen. Und vielleicht auch noch irgendwelche klebrigen Süßigkeiten. Ich kann darauf verzichten. Ist ja nicht die Welt und bedeutet mir so viel wie ein feuchter Furz ein Staubkörnchen. Es ist Ostern, und ich habe keine Ahnung, was ich mit mir anfangen soll.

Die letzten Wochen waren großartig. Fast einzigartig. Zurück zu den alten Größen, war die Devise. Innerhalb der letzten vier Wochen wahrscheinlich vier Mal bis in den nächsten Morgen (nach dem Sonnenaufgang) gefeiert. Schlussendlich, am Karsamstag, kam dazu noch ein Streit. Und beim Revue passieren lassen der letzten Tage fällt auf, dass eigentlich mächtig viel beschissen gelaufen ist. Der letzte Samstag. Der überrachende Freitag. Und schlussendlich auch die Nacht des Vorvortages. Man könnte Lieder drüber singen und Gedichte dichten. Ich finde die Summer aller Dinge zum Kotzen.

Und wundervoll angekotzt präsentiert das Leben den Ostersonntag. Der höchste Feiertag der katholischen Kirche. Nur ein weiterer freier Tag in meinem Kopf. Zum Ausschlafen und Nachdenken und kreativ sein und Vergessen. Und hoffen. Hoffen ist immer gut. Auf Besserung und alles. Ja, meine Lieben. An diesem Tag bin ich mächtig egoistisch. Werde mich nach dem Festessen vertschüssen. Werde meinen Lebensraum wieder neu einrichten und vielleicht finde ich auch noch Antworten. Auf Fragen und so. Ich werde mich melden, das ist unbestritten. Aber in aller Vorsicht, und der Angst wieder einmal eine Versprechung nicht einzuhalten, wünsche ich euch auf diesem Weg:

Ein wundervolles Ostern. Genießt die freien Tage und schenkt Menschen eure Liebe, die sie auch wirklich verdienen. Werdet euch Dingen bewusst und seid auch mal eine Prise egoistisch. Das tut manchmal gut. Auch wenn es Dinge zerstört. Aber Dinge, die dadurch kaputt werden, waren schon vorher lädiert. Schlaft euch aus und esst’ recht gut. Meldet euch, wie es euch ergangen ist und vergesst nie. Every Day Is Exactly The Same. Den Rest macht ihr schon.

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2 Responses

  1. Sonnenscheinchen, Dir auch ein ganz wunderbares, entspanntes, gesegnetes Osterfest mit viel, viel Licht und Liebe. :D André

  2. sagt:

    Vielen Dank für den schön formulierten Osterwunsch. Und falls du noch eine osternverarschende Aufmunterung brauchst, dann empfehle ich den vielleicht bald ins Reine gezeichneten Comic “Der Tod hat keinen Stachel mehr” by Jü & her brother – altes Kirchenlied her- und wörtlich nehmen, hilft gegen den erdrückenden Oster-Mythos-Ballast der Katholerer. Gegen Krisen auf zwischenmenschlicher Ebene folgt meine Empfehlung der von André… viel Licht und Liebe.

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