
Ein großartiger Spaß und ein ständiges Unverständnis.
Nach meinem Konzerterlebnis vergangenen Freitag musste ich mich am Samstag erst wieder erholen. Den ganzen Tag nichts tun, schlafen und schließlich um halb 10 Uhr abends wieder aus dem Haus gehen. Zu Freunden, wie man so schön sagt. Sieben Leute sitzen da auf dem Boden, die einen trinken, zwei andere sind Autofahrer. Und ich bin einer davon. Doch der Spaß an diesem Abend war so unglaublich wunderbar. Nichts mit “Kurz mal hinsehen, und dann nach zwei Stunden wieder abhauen.” Nein, nein. Sowas von gar nicht.
Irgendwann um 1 Uhr, nach Mitternachtssnacks und Geschmacksverwirrungen, machten sich von den sieben Leuten nur mehr drei auf den Weg in die Stadt. Und ich war einer davon, einer musste ja wohl herumchauffieren. Aber ich tat das ja auch gerne. Um es kurz zu machen: um 6 Uhr früh war ich zuhause, nüchtern und nur ein kleines bisschen müde. Den Schlaf holte ich mir dann, selbst wenn es nur vier Stunden waren.
Wir drei, zwei wunderhübsche Männer und eine wunderhübsche Frau, zogen durch die Stadt, ließen uns einmal für einige Zeit in einem gemütlichen Lokal nieder. Trafen meine Schwester und ihren Freund und weitere Freunde, die schon seit längerem zu unserem (nicht so engen) Freundeskreis zählen. Ich muss zugeben, ich fand es wunderbar, wie wir die ganze Zeit, vor allem in der Bar danach, über Gott und die Welt sprachen. Über Liebe und Sex und den Geschmack von Körperflüssigkeiten und allem. Über unsere Zukunft und die Pläne für die nächsten Monate. Wie wunderbar doch solche gemeinsame Stunden sind. Ich bin jedes Mal wieder begeistert. Schade, dass um halb 5 schon alle Lokale zugesperrt hatten. Wir wären motiviert gewesen, endlos so weiterzumachen.
Scratch. Zurück zum Anfang. Da war doch was.
“Ich habe übrigens deinen Blog wieder einmal gelesen. Also den Eintrag über Elisabeth.” – Elisabeth blickt um sich. “Wie, was? Du hast über mich geschrieben?” – Ich: “Ja, hab ich.” – Erstere: “Ja, dass ihr euch schon so lange kennt und die Leute immer geglaubt haben, ihr seid zusammen.” STOP. Das wars. Was für eine schöne Zusammenfassung für eine Liebeserklärung an die Freundschaft. Was für eine schöne Beschreibung für einen Friends of Mine-Text. In mir brodelte es, und ich wollte Elisabeth erklären, worum es in diesem Text wirklich geht. In dieser Lobeshymne an meine beste Freundin und an unsere gemeinsam verlebende Zeit. Aber hey.
Wie ich so etwas hasse. Diese eine junge Frau, die übrigens selbst mal kurz gebloggt hatte. Die früher mal beinahe regelmäßig gelesen hat (vor mehr als einem Jahr, natürlich), findet den Weg zurück auf meinen Blog. Liest einen Eintrag und glaubt zu wissen. Mach es dir nicht zu leicht, meine Liebe. Das hier ist ein Gesamtkunstwerk. Ständig erweiternd. Da kommst du mit einem Eintrag nicht weit. Also lieber nichts sagen, meine Liebe, okay? Denn wenn man nichts zu sagen hat, sollte man es auch nicht tun. Warum ich jetzt so aufgebracht hat? Weil es mich ehrlich gestört hat. That’s it. Aber du wirst es wahrscheinlich sowieso nicht lesen. Vielleicht sollte ich den Eintrag im März 09 online stellen, okay?
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