Archiv für Februar 2008

Freundschaft.

Als du mir die Hand reichst, verstehe ich erst, was du meintest.

Gerade wollte ich abheben. Zu neuen Höhenflügen und hinauf in meine Traumfabrik. Wollte mich dort niederlassen und die Zeit genießen. Mit einem der unglaublichsten und schönsten Gefühle hätte ich in den Tag hinein gelebt. Hätte das Leben bedingungslos geliebt und jedem vorübergehenden Menschen ein Lächeln geschenkt. Hätte meine Wärme mit allen geteilt und wäre einfach nur froh, ein solches Leben zu führen.

Wenige Sekunden, bevor ich abheben wollte, kam dann der Rückschlag. Ein Stoß, hinab. Ich fiel hart. Konnte die Landung nicht kontrollieren und war für den kurzen Moment einer Minute bewusstlos. Vollkommen bewegungs- und sprachlos. Und ich blieb liegen. Begann nachzudenken. Warum war ich alleine. Warum stand niemand um mich herum, um mich aufzufangen. Um mir wieder Halt zu geben. Es war niemand da. Ich habe es vermieden. Wollte allein sein in meiner Traumwelt. Wollte niemanden so offensichtlich zeigen, wo mein Weg mich hinführt.

Plötzlich stehst du vor mir. Du, die in mir den Wunsch entstehen ließ, abzuheben. Du, die mir unbeabsichtigt einen Gefühlschaos und Gedankenballast beschert hast.  Du, die ich schon jahrelang kenne. Du reichst mir deine Hand, hilfst mir beim Aufstehen. Und plötzlich beginne ich zu verstehen. Beim Fallen wollte ich nur von dieser einen Person, von dem Wunderwesen, aufgefangen werden. Ich hätte gar nicht zugelassen, dass Freunde mir helfen. Ich wollte den Aufschlag spüren. Aber jetzt, am Boden, hilfst du mir. Hilfst mir auf, und zeigst mir, wie wunderbar die Liebe der Freundschaft ist.

Als ich wieder auf den Beinen bin, danke ich dir. Auch du bist froh, dass ich mich wieder habe aufrappeln können. Und in der anschließenden Umarmung spüre ich die Wärme und die Fürsorge, das Vertrauen und dieses unglaubliche Gefühl. Einzigartig durch und durch. Freundschaft nennt man sowas.

Am Bach.

Zugegeben. Eigentlich sollte die Schaukel folgen. Doch zuerst möchte ich noch nächtliche Bilder eines Baches zeigen. Meines Baches wohlgemerkt.

Man könnte dies als eine Fortsetzung des ersten Like I’m Home – Eintrages betrachten. Garten 2.0. The other side of green grass and the wonderful nature. Doch was einem an diesem Platz vor allem ins Auge sticht, oder viel eher in die Gehörgänge stromt ist das Fließen des Wasser in diesem kleinen Bach. Er führt nur wenige Meter neben unserem Haus vorbei und stürzt sich eineinhalb oder zwei Meter hinunter, um dann gemächlich wieder weiterzulaufen. Wir befinden uns nun auf der Südseite des Hauses, auf einem relativ kleinen grünen Fleck, mein bevorzugter Rauchplatz an Sommerabenden und meine Sternenbetrachtungsstelle.

Die Silbertanne (auf dem ersten Bild links) schien, als ich selbst noch ein Kind war, viel kleiner. Sie scheint mit mir mitgewachsen zu sein. Stetig, egal welche Umwelteinflüsse sie beeinträchtigen hätte können. Sie hat immer gekämpft und sich durchgesetzt. Letzten Winter, mit Schnee bedeckt, war sie der wohl schönste Baum, den ich jemals gesehen habe. Natürlich ohne Lichterkette oder irgendwelchen technischen Schnickschnack. Die Natur selbste zeichnete dieses Kunstwerk aus.

Die Bilder zu diesem Beitrag wurden gestern Abend aufgenommen. Irgendwas kurz nach neunzehn Uhr. Höchstwahrscheinlich wären Tageslichtbilder um einiges schöner, doch es war auch interessant, in die Dunkelheit hinein zu fotografieren um das Beste herauszuholen. Die Stelle auf dem ersten Foto rechts hat mich schon einige Male in die Zwischenwelt zwischen Dies und Jens befördern wollen. Hier wurde ich geschnappt, also immer noch auf der Wiese, aber doch in Richtung Bach blickend, als ich mich als Kind mal zu schnell zuunauffällig wegbewegte. Zwei Mal Lebensrettung. Eine wunderbare Sache. Aber mit Dankbarkeit habe ich es ja nicht so. Ich weiß nicht.

Das hier ist übrigens der Wasserfall. Man kann es sich vor allem als Stadtmensch nicht vorstellen, wie laut es hier sein kann. Und ist man erst einmal da, kann man kaum glauben, wie schnell sich dieses Getöse ins Ohr einspeichert und keine verwirrten Blicke mehr hervorruft. Es ist dann schon fast beunruhigend ruhig, wenn die Schleuse geschlossen wird und nur mehr wenige Literchen über die Steinchen flitzen. Und da hinunter wollte mich auch meine Schwester mehrere Male stoßen, als die kindliche Eifersucht mehr Aufmerksamkeit für sie forderte. Gott sei Dank hat sie es dann doch nicht getan, denn die Kälte des Wasser kann man auch leicht unterschätzen.

Die kleine Brücke verbindet uns mit der Außenwelt. Wir leben nicht abgeschieden, nur eben nicht zentral. Wir sind die Provinz der Provinz. Als Arschbacke der Welt würde ich es aber nicht bezeichnen. Dazu ist es ja viel zu schön, hier. Was mich hier eben am meisten beeindruckt hat, ist die Stille, die trotz des tosenden Wassers, ständig entsteht. Wenn man minutenlang auf dem Asphalt liegt, mit einer Person, der man zum ersten Mal in seinem Leben die Worte „Ich liebe dich.“ gesagt hat und es eigentlich auch ehrlich gemeint hat. Wenn man mit dieser Person auf der Straße liegt, gewärmt durch eine Decke, und wir uns gemeinsam die Sterne ansehen. Die Sterne betrachten, mit all ihren Leuchtpunkten und den wenigen Sternenbildern, die ich kenne. Wenn man mit Freunden am Ufer sitzt und die nackten Beine in das eiskalte Sommerwasser hineinhält. Und dabei die Sonne liebt und die Zeit genießt.

Ich glaube, dieser Bach wird etwas sein, was für mich am meisten Heimat bedeutet. Heimat und die Natur und das Schauspiel Wasserfall und das Wasser an sich. Es ist ein unglaubliches Gefühl. Und wer kann schon behaupten, ein eigenes Bächlein neben seinem Haus zu haben. Ich liebe es, und genieße jeden sonnigen Tag. Freue mich auf den Sommer und die unzähligen Zigaretten (bevorzugt mit Freunden), die ich dort rauchen werde. Doch dieser Ort ist vor allem zum Alleinsein großartig. Zum In-sich-Hineinhören und die Dunkelheit genießen. Deswegen bereue ich es nicht, die Bilder früher aufgenommen zu haben. Ich genieße diesen Platz meist mit noch weniger Licht. Und das ist übrigens mein neuer Pullover und mein neuer Schal und meine neuen Haare. Es ist schön hier. Kommt mich mal besuchen, wenn es wärmer ist. Es ist einfach wunderschön.

Link 1: Picasa-Fotoalbum “Like I’m Home

Nächster Treffpunkt: Die Esplanade, am 7. März 2008. //Würde der Beitrag zur Schaukel in nächster Zeit noch entstehen, würde sich natürlich alles um eine Woche verschieben.

Deed Poll.

Etwas mehr als vierzig Minuten sanfte Gänsehaut und ein besonderes Ambiente. Leicht beängstigend und zum Schluss hin verstörend.

Durch den Blog von André habe ich schon so einiges über diesen Film gelesen. Deed Poll, ein deutscher Film, in englischer Sprache. Vor kurzem bekam ich das Päckchen mit der DVD und einer lieben Karte vom Drehbuchautor und Hauptdarsteller und sah ihn mir am selben Abend an.

Was mich an diesem Film sofort beeindruckt hat, ist die kühle Stimmung, die einen von Anfang an beunruhigt. Der Geschichte startet schnell, und erfährt nie einen Abbruch. Die S/W-Einstellung mit dem mir scheinbar eintretenden Einsatz von ganz wenig Farbe trägt zum Flair des Films bei. Der langsame Wechsel der Szenen und die dabei benützte Stille lässt warten und hoffen und glauben.

Deed Poll erzählt die Beziehung zweier reicher Geschwister, Sean und Ivy Poll, die nach dem gewaltsamen Tod der Eltern ihre lange verheimlichten Leidenschaften freilassen und nichts mehr darauf geben, den gewohnten „schönen Schein“, den sie durch ihre vornehme Erziehung aufgezwungen bekamen, zu wahren. Sie schaffen sich einen wertfreien Raum in ihrer Villa, in dem sie ihre Leidenschaften und Fantasien unreflektiert und unkontrolliert in die Tat umsetzen. //Homepage von Ingo J. Biermann

Der gesamte Plot beängstigt. Die scheinbar gewissenlose Ivy, die mit dem Mord an ihren Eltern die Freiheit zu genießen beginnt. Sean, der in der Liebe zu seiner Schwester auflebt. Die Drogen, die Menschen dazu bewegen, Dinge zu tun. Die Karten, das Symbol, welches sich durch den ganzen Film spinnt. Nathaniel, der junge Mann, der in der Verbundenheit zu Ivy, sich selbst aufgibt. Und schlussendlich auch der sprachlose Thor, der mit seinen Blicken und seiner Mimik die Spannung zum Schluss hin mehr und mehr aufbaut.

Dazwischen das Ausleben der Leidenschaft. Der Versuch durch sexuelle Abenteuer das Gefühl der Freiheit zu spüren. Homo- und heteroerotische Sexszenen, mit (vielleicht gespielter, vielleicht echter) Leidenschaft und Gefühl. Ivys Sehnsucht nach etwas Außergewöhnlichen. Ästhetische Sexszenen, zu zweit, zu dritt … zu viert. Und zwischen all der Sehnsucht nach Offenbarung der stetige Wunsch nach Liebe. Am Schluss endet die Liebe dort, wo man sie am wenigsten vermutet hat. Der Film ist etwas mehr als vierzig Minuten lang. Schön, dass er so kurz gehalten wurde. Dann hätte er wohl an Intensität verloren.

Die Einordnung des Regisseur als schwarze Satire empfinde ich als unpassend. Für mich war der Film viel eher bedrückend und aufwühlend. Wenig lustig, viel mehr zeigt vor allem das Ende die Abgründe des menschlichen Sein. Die Unverfrorenheit, die Folgen von Drogen und das Ende einer Liebe in der Fortsetzung eines Kartenspiels. //Auf Wiki recherchiert. Satire ist eine Spottdichtung, die mangelhafte Tugend oder gesellschaftliche Missstände anklagt. Zugegeben, das würde dann wieder stimmen.

Die Kamerführung zeigt manchmal schnelle Schnitte, manchmal ganz langsame. Und obwohl alle vier Hauptdarsteller unglaubliche Arbeit leisten, möchte ich die schauspielerische Leistung von André Schneider und Gianni Meurer hervorheben. André, in seiner anmütigen Sanftheit, dem Spiel mit den Worten, und seinen Augen. Und genau jene haben mich auch bei Gianni Meurer beeindruckt. Durch die fehlenden Worte erscheint seine Person anfangs unscheinbar und entwickelt sich zum Schluss hin zum Hauptaugenmerk. Und André hat mit dem Drehbuch zu diesem Film auch sein unglaubliches Talent in diesem Metier bewiesen.

Erwartet euch vorher nichts. Der Film ist sowieso anders als alle Erwartungen sein können. Er ist in seiner eigenen Art wunderbar. Hat mich aufgewühlt und es hat einige Zeit gedauert, bis ich mich wieder richtig beruhigen konnte. Es ist ein Kunstwerk an sich. Eine verrückte Geschichte, so bezaubernd und nahegehend gespielt. Während des Films bekommt man kaum Möglichkeit nachzudenken, und gerade das muss man anschließend nachholen.

Diese Kritik klingt wie ein Trigami-Text. Nein, ich wurde nicht bezahlt dafür. Dieser Film hat mich wirklich beeindruckt, und lässt in mir den Wunsch entstehen, irgenwann einmal diesen Monsieur André kennen zu lernen. Vielen Dank für die DVD, Herr Schneider. Somit habe ich einen weiteren aufwühlenden Film in meiner Sammlung. Dankeschön. (Und gelacht habe ich, als „pussy“ in den deutschen Untertiteln mit „Mumu“ übersetzt wurde. Großartig.)

You wanna try out something… something different? //Ivy

Deed Poll // 2004 // Deutschland // Ingo J. Biermann // Barbara Kowa, Rainer-Maria Wittenauer, André Schneider, Gianni Meurer // englisch

Zwölf Bis Eins.

Obwohl ich weiß, dass ein sehr anspruchsvolles Stöckchen bei Martin für mich bereitliegt, schnappe ich mir lieber vorher noch eines, welches ich bei Patsy Jones gefunden habe.

12 Dinge, die Dich ärgern:
1. Die Liebe und so’n Mist. Ihr wisst schon.
2. Bücher, die ganz großartig anfangen und ab der Mitte richtig langweilig werden. Denn dann ist es zu spät, zum aufhören.
3. Das Wetter.
4. Meine Vergesslich- und Verwirrtheit. Es ist ein beschissenes Gefühl, ohne Kugelschreiber und Block außer Haus zu gehen.
5. Schulkinder, frühmorgens im Zug
6. Politikdiskussionen mit engstirnigen Eigene-Meinung-Vertretern.
7.  Meine Mutter, wenn sie ständig vom Geschirrspüler und dem Wunsch des Entleerens spricht.
8. Fernsehschrott.
9. Enge. Egal ob bei scheinbarer Freundschaft oder in der Liebe.
10. Kälte.
11. Müdigkeit.
12. zurzeit weniger häufig auftretende Kopfschmerzen.

11 Dinge, ohne die Du nicht leben könntest:
1. Mein Bett.
2. Musik.
3. Meine Freunde.
4. Das Essen meiner Mutter.
5. Meine Familie.
6. Einsamkeit.
7. Aufputschmittel wie Kaffee oder Energy-Drinks.
8. Bücher.
9. Kaugummi.
10. Zu schreiben.
11. Die Liebe.

10 Dinge, auf die Du Dich freust:
1. Den Sommer.
2. Fotoshootings für Like I’m Home.
3. Familientreffen
4. Den See
5. Neue wunderbare Bekanntschaften entdecken
6. Alte wunderbare Bekanntschaften wiederauferstehen lassen
7. Die neuen Alben von The Kooks und Kettcar
8. Das Kettcar-Konzert, einen Tag nach meinem 20. Geburtstag
9. Die Frau, die bereit ist, mich zu lieben.
10. Den Weltfrieden.

9 Dinge, die Du täglich trägst:
1. Meine Brille.
2. Zersauste Haare.
3. Unterwäsche.
4. Die Last des Lebens :D
5. Meine Nase, neuerdings mit riesen Pickelembryo, bereit zur Entwicklung
6. Freude.
7. Melancholie.
8. Den Wunsch nach Selbstdarstellung.
9. Viele Gedanken.

8 Serien bzw. Filme, die Du Dir immer wieder anschauen könntest:
1. Scrubs.
2. Alfred J. Kwak.
3. Grey´s Anatomy.
4. Garden State.
5. Pan Tau.
6. Trainspotting
7. Philadelphia.
8. Persepolis.

7 Objekte, die Du täglich anfasst:
1. Meinen Körper.
2. Mein Handy
3. Die Tastatur.
4. Klopapier.
5. Die Kühlschranktür.
6. Eine Kaffeetasse.
7. Irgendetwas, dass man Zwischenmahlzeit nennt und kurze Zeit später in meinem Mund verschwindet.

6 Dinge, die Du jeden Tag tust:
1. Schlafen.
2. Schreiben.
3. Träumen.
4. Hoffen.
5. Nach Blicken suchen.
6. Zumindest einmal deftig lachen.

5 Lebensmittel, ohne die Du nicht leben könntest:
1. Wasser.
2. Nudeln.
3. Fleisch.
4. Süßigkeiten, so Gummidinger.
5. Schokolade. In Keksen oder so.

4 Menschen, mit denen Du gern mehr Zeit verbringen würdest:
Meine Freunde. Nicht vier. Alle. Ich will sie alle wieder um mich herum haben. Ich will ein Jahr Auszeit für sie und für mich. Sie alle und ich, dieses Wir. Ein Jahr. In dem wir alles erleben, was es zu erleben gibt.
3 Deiner momentanen Lieblingslieder:
Air – You Make It Easy
Radiohead – How To Disappear Completely
Sean Lennon – Parachute

2 Menschen, die Dein Leben sehr beeinflußt haben:

Meine beste Freundin. Durch ihr habe ich zum allerersten Mal richtige Freundschaft erlebt. Richtige Liebe und richtige Enttäuschung. Und anschließend wieder richtige Freundschaft. Sie ist immer für mich da und ich für sie. Wir wissen alles über uns und wir sind seelenverwandt. Noch Fragen. Ja. Wir sind wirklich seelenverwandt.

Und meine Mutter. Ihre Erziehung hat mich zu dem gemacht, was ich jetzt bin. Ein psychisch-labiles Wrack. Ein Mensch. Wie du und ich. Nur einzigartig. Wie eben du auch. Natürlich könnte ich da auch meinen Vater erwähnen. Aber ich zähle die meisten Entwicklungen in meiner Erziehung zur Leistung meiner Mutter.

1 Mensch, mit dem Du den Rest Deines Lebens verbringen könntest:
Das soll dann bitte ein Mensch sein, der mich liebt. Der mich ohne irgendwelche Einschränkungen lieben kann. Ein Mensch, dessen Lächeln mich umhaut. Jedes Mal wieder. Ein Mensch, der meine Hand hält, und ich zu diesem Zeitpunkt weiß, dass mir nichts passieren kann. Ein Mensch, zu dem ich sagen kann: „Safe. When I’m with you, I feel so safe. Like I’m Home.“ Ein Mensch, der nicht aufgibt, bei der kleinsten Unebenheit und ein Mensch mit Träumen. Ein Mensch, der lieben kann und lieben will. Ein Mensch, der zuhört und an den richtigen Momenten redet. Mit genau diesem Menschen möchte ich den Rest meines Lebens verbringen. Die Frau, die mich erträgt, ist noch nicht geboren. Aber ich bitt dich, komm zur Welt – Falco.

Dann sag ich mal vielen Dank an Miss Jones. War schön und unterhaltsam. Danke fürs Liegenlassen und an alle werfen. :-) … Ich werfe es mal im kleinen Kreise weiter. An Lahja und . Und Htwo, wenn er es will. Und an den Anonymen User. Und an die liebe Schokofee.

Neubeginn.

Nähe. Die Liebe. Die Freundschaft. Distanz. Zeit für einen Neubeginn.

Vor weniger als einem Monat, am zweiten Februar, habe ich euch mein neues Buchprojekt vorgestellt. Volle Distanz. Näher zu dir ist ein Buchprojekt, welches mir wirklich am Herzen liegt. Es ist ein Buch über das Aufeinandertreffen zwei unbekannter Personen. Das Kennenlernen und das Reden. Die beiden Hauptcharaktere haben jedoch ein Problem. Es verbindet sie eine einzige Stunde, jeden Wochenanfang und bei der Heimfahrt kurz vor dem Wochenende.  Während dieser sechzig Minuten reden sie über Gott und die Welt. Philosophieren über das Leben und die Liebe. Und lernen sich immer besser kennen. Und wissen doch nichts voneinander.

Diese Grundidee, und ja, ich bin wirklich stolz darauf, dass es aus meinem Kopf stammt, gefällt mir unglaublich. Sie eröffnet mir beim Schreiben eine so große Möglichkeit, meine Gedanken und die Geschichte in ein wunderbares Setting einzubauen. Ich habe nun schon wieder einige Male damit begonnen, die ersten Seiten zu schreiben. Schon der letzte Versuch schien als das scheinbar fixe erste Kapitel festzustehen,  doch dann wurde es ruhig. In meinem Kopf um dieses Projekt.

Jetzt ist einige Zeit vergangen. Ich möchte wieder neu beginnen. Was mir dazu noch fehlt, ist vielleicht die Zeit. So wie die Osterferien, dich mir letztes Jahr zu meinem ersten Buchprojekt mit 70 A4-Seiten und zehntausenden von Wörtern verhalfen. Vorraussichtlich habe ich die ersten freien gestaffelten Tage irgendwann Ende April. Ich werde sie höchstwahrscheinlich ausnützen.

Dieses Buch wird veröffentlicht. Hört ihr es. Das hier ist verpflichtend. Dann gibt es keinen Grund mehr zu sagen: „Och ne, es gefällt mir doch nicht mehr so.“ Es wird erst der Weltöffentlichkeit präsentiert, wenn ich zufrieden bin mit allem. Dem Schreibstil, den Wendungen und den Worten. Was ich damit erreichen will? Ich möchte dieses Buch allen Lesern des Blogs widmen, die sich in meinen Texten wiedererkennen. Dieses Buch wird unzählige biografische Züge haben. Das soll hier jetzt niemanden abschrecken. Das Buch hilft zu verarbeiten und mir Gedanken zu machen.

Jetzt, nach dem ersten Mal vollkommener Verliebtheit, kurzzeitiger Verträumtheit und der Rückkehr zur Realität, tut es mir glaube ich, sehr gut, hier weiter zu schreiben, beziehungsweise neu zu beginnen. Und ein Gespräch mit dieser einen wunderbaren Freundin hat mich wieder darüber nachdenken lassen. Das hier wird dann meine Geschichte. Mein Roman. Mit meinen Gedanken und Gefühlen und allem. Keine Autobiografie, dafür bin ich ja noch viel zu jung, aber meine Fantasie. Was ich werden will? Einer der größten Denker des 21. Jahrhunderts. Mehr nicht. Das wird schon, Dominik, das wird schon. Und wenn nicht, dann habe ich wenigstens mein zweites Buchprojekt fertiggestellt.

Zur Grundinformation Volle Distanz. Näher zu dir

End. Liebe.

Dinge geklärt, Gedanken sortiert. Ehrlichkeit geübt und einen Punkt gesetzt.

Wahrscheinlich habe ich schon mit dem ganzen Chaos der letzten Tage so manches kaputt gemacht. Wenn es so sein sollte, tut es mir Leid. Doch man kann zu den eigenen, vollkommen persönlichen Gefühlen nicht sagen kann: „Ach, haltet doch die Klappe. Haut ab. Lasst mich allein.“ Die sind entweder schwerhörig oder taub. Aber sie waren einfach da. Ich kann mich nicht wirklich entschuldigen, denn Irren ist menschlich. Und Verlieben natürlich auch. Dass Liebe viel zu oft nur einseitig ist, weiß ich. Aus Erfahrung und eben jetzt auch.

Der Prozess der Entliebung ist nötig. Um mich nicht in irgendeinen Wunschgedanken zu vernarren. Er gehört zum Verlieben dazu, nur dass das Verlieben selbst viel wunderbarer und wunderschöner ist. Aber man kann sich nicht nur darauf spezialisieren. Vielleicht ist es gut, dass jetzt hier irgendwer einen Punkt gesetzt hat. Entlieben im Ikarus-Kurs. Learning by Doing. Keine verträumten Gedanken mehr, keine Gefühlsverirrtheit. Es hat nicht sollen sein. Ich habe diesen einen Menschen als so einzigartig und so großartig empfunden. Doch was kann man tun, wenn nur ich so empfinde. Wütend sein? Auf wen. Auf meine Gefühle oder die ihren? Auf meine oder ihre Blindheit. Nein. Niemand kann etwas dafür. Es hat nicht sollen sein. [Ein verdammt blöder Satz, aber so ist es in diesem Fall nun mal].

Was ich jetzt will? Nichts von Liebe hören. Wäre ich Pacman, würde ich alle Herzen aufmampfen. Würde ich Sims spielen, täte ich eine Person eines glücklichen Paares in den Swimmingpool schicken und die Leiter abmontieren. Stumpf werden möchte ich, für diese wenigen Tage. Bis ich die Augen schließen kann und nicht all die schönen Momente vor den Augen habe. Ich brauche Ablenkung und Stille. Ruhe. Zeit für mich und Zeit mit anderen.

Am Ende der Liebe. Als hätte ich wieder einmal zu jemanden „Ich liebe dich“ gesagt. Ich bin noch nicht mal stark genug, zu sagen, ich hätte mich in sie verliebt. Nach dem Motto „No Risk, No Fun“, fühle ich mich jetzt gerade etwas matt. Ich habe Worte kombiniert und Sätze gebildet. Die Adresse eingefügt und auf Senden geklickt. Das ist meine Art von persönlicher Überbringung. Ich stellte darin nur fest, dass ich wüsste, dass nur ich so empfinde. Dass es mir Leid tut und das ich hoffe, dass es keine Auswirkungen haben wird. Und gerade das ist es, was ich mir für die nächsten Tage wünsche. Dass ich nicht zu viel zerstört habe. Ich will nicht einen so wunderbaren Menschen verlieren. Der mir schon jahrelang ein wunderseliges Gefühl gibt, wenn ich mit ihr ein paar Mal im Jahr in der Schaukel liege und wir unter Sternenhimmel über Gott und die Welt, Liebe und das Leben reden. Das will ich nicht verlieren. Es tut mir Leid.

All I Need.

Es ist anders. Als all die anderen Male. Vielleicht reifer und doch stets gewollt pubertär.

Ein Gespräch mit einer wundervollen Freundin hat mich auf einen Gedanken gebracht. Er schwebte mir schon einige Zeit in meinem Kopf (man stelle ihn sich vor, als das unendliche Universum, ein paar fixen Himmelskörpern, ein paar schwarzen Löchern und unglaublich viel Weltraumschrott.) Wie würde eine Beziehung heutzutage für mich aussehen. Die letzte, und auch meine erste Beziehung war wundervoll, und ich war noch relativ jung. Heute würde ich alles anders machen. Das hat die Reife in mir verändert oder die Retroskopie und das Verständnis, warum es auch nicht so hat klappen können.

Damals fiel es mir schwer, einen Tag zu verbringen, ohne irgendetwas von ihr zu hören. Ich versuchte sogar, sie sie oft wie möglich, möglichst täglich, zu sehen. Dieses Einengungsgefühl ist schrecklich. Ich habe es nun selbst sogar schon mal erlebt und empfinde es als schlimmste Katastrophe im zwischenmenschlichen Zusammenleben. Und nun fällt es mir auch bei anderen pubertären Beziehungen auf, und ich schüttle nur den Kopf. Weil ich weiß, dass ich nicht anders war. Und weil ich weiß, dass dies sicherlich auch ein Grund war für das Ende.

Ich hätte gar keine Zeit mehr, jeden Tag jemanden zu sehen. Ich habe genug andere Beschäftigungen, wunderbar großartige Freunde in meinem Leben. Mein Leben lebt und irgendwie passiert auch ständig etwas Interessantes. Es kommt mir nicht auf die ständige körperliche Nähe an. Ich denke, mir würden auch wenige Momente in der Woche reichen. Vielleicht eine gemeinsame zweisame Stunde oder zwei. Und den Rest der Woche würde ich strahlen, weil ich weiß, dass es da draußen jemand gibt, der Gefühle für mich empfindet und der mich möglicherweise mit dem innersten Inneren liebt. Alleine das Gefühl reicht aus, um mir täglich ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. That’s all I need.

Vielleicht ist doch alles nur ein Traumschloss. Höchstwahrscheinlich ist es so. Was habe ich mir erwartet. Den perfekten Ablauf. Das Himalaya-Hoch nach dem Mariannengraben-Tief? Vom Mittelpunkt der Erde zum Ende des Universums? Diese Gedanken sind infantil und blöd und dumm und wunderschön. Sind eben meine. Und meine Gedanken sind nun mal wunderschön. Ich kann sie mir spinnen wie ich will. Bin der Spider-Man meiner Gedanken. Soll ich mich jetzt entlieben? Soll ich mich reinhängen? Diese Herz-Kopf-Bauch-Inkompatiblität nervt. Bauch kribbelt, Herz sagt reinhängen und Kopf entliebt sich gerade. Ich wäre dafür, dass ein Mensch nur aus dem Herz besteht, oder dem Bauch. Der Kopf ist viel zu rational, viel zu intelligent. Das Herz hingegen so schön naiv.

Liebe heißt für mich auch, dem anderen all die Freiheiten zu geben, die er braucht. Das bedeutet Liebe zumindest jetzt für mich. Enge tut weh und nervt. Wer braucht sowas? Es ist doch klar, dass die Welt rundherum auch ein Wörtchen mitzureden hat. All die Freunde, die Verpflichtungen, das eigene Leben an sich. Aber für diese wenigen Momente, an dem man sich sieht, ist man gemeinsam der Mittelpunkt des Universums. Das Epizentrum. Es wäre schön, das wieder einmal zu erleben. Um alles besser zu machen und nichts falsch. Unmöglich? Stimmt. Von wegen.

Ja, ich bin schon wieder zurück. Blogpause? Lahja hat mich angespornt und all die Kommentare. Ja, lucy, es ist eine Leidenschaft und ich hätte das hier nicht geschrieben, wenn es mir kein Anliegen gewesen wäre. Danke, fürs Lesen und Kommentieren und fürs Da sein. Und danke lahja, fürs Wundervolle-Freundin-Sein. Sieben übrigens, lahja, sieben.

Ende.

Das einfach mal so stehen lassen.

Ich spiele seit einigen Stunden mit dem Gedanken, eine Blogpause einzulegen. Keine täglichen Einträge mehr. Vielleicht die nächste Botschaft erst in einigen Wochen und wenigen Monaten. Oder in einigen Stunden. Ich verstehe nicht wieso, aber der Gedanke an eine Selbstinszenierungspause fühlt sich nicht falsch an.

Immer öfter in letzter Zeit habe ich mir gedacht, diesen oder jenen Text möchte ich so stehen lassen. Nichts danach. Und doch sollte ich wieder schreiben. Es war nie ein Zwang, es war in letzter Zeit immer aus Freude und Spaß am Schreiben. All die Dinge, die ich neu hier begonnen habe, haben mir gut getan. Und dann plötzlich das.

Es beeindruckt mich, wie sehr mir der Blog half, nach dem größten Schicksalsschlag, den ich jemals erlebt habe. Er hat mir geholfen, über alles zu schreiben. Und dann verliebt sich dieser Junge wieder einmal und wird von einem kurzen Steinchen am langen Weg aus dem Gleichgewicht geworfen und möchte liegen bleiben.

Diese eine Sache wirft mich so weit zurück, dass ich mit einem Teil von mir brechen möchte. Diesem Blog, der mir sehr am Herzen liegt und meine intimsten Gedanken publikumswirksam präsentiert. Irgendwann möchte ich wieder hier was schreiben. Und vielleicht dauert der Gedanke nur wenige Stunden an.

Wie bemitleidenswert ist das denn? Ich möchte liegenbleiben und wiederhole noch einmal das gefürchtete Wort: Blogpause.

//Höchstwahrscheinlich wird es doch nichts damit. Meine Psyche wurde beruhigt. Und heute Abend gehts wahrscheinlich weiter. 

Shelter.

I guess, you don’t need it.

Und, hier sitze ich. Niedergeschlagen, still. Abweisend und unruhig. Ich möchte am liebsten schreien, möchte meine Gefühle herauslassen, aber da müsste ich wohl auch heulen. Weil mich alles so weit zurückwirft und mich nicht durchatmen lässt. Was erwarte ich. Erwarte den Himmel auf Erden, jetzt plötzlich. Diese eine große siebte Wolke, ist sie auch dieses Mal nichts für mich. Sie gehört irgendjemand anderen. Nicht uns. Nicht dir in Kombination mit mir.

Gib mir nur noch einen Abend. Eine Stunde nur mit dir. Gib mir die Chance, dir zu zeigen, was du mir bedeutest. Diesen einen Moment. Ich hatte Angst. Die ganze Zeit. Angst und so was von verdammten Schiss. Vor allem und deiner Reaktion. Nur diese eine Sekunde. Gib sie mir, bitte.

Ich weiß nicht, was ich tun soll. Stecke voller Gedanken und Schmetterlinge. Höre melancholisch anmutende Musik von Ray LaMontagne. Und ziehe Bilanz. Es hat nicht sollen sein, wiederhole ich. Und bekomme stets dieses „Warum nicht“ zurückgeworfen. Woran ist es gelegen, und ist es überhaupt schon vorbei. Vielleicht sollte ich frühzeitig aufgeben, um Schadensbegrenzung zu betreiben. Aber ich will nicht aufgeben. Will nicht den Schluss schon jetzt sehen. Liege hier und frage mich, was ich mir überhaupt einbilde. Male Bilder von dem schönsten Gefühl, welches ich kenne. Lasse mich tragen, durch die Welt. Träume am Tage.

Ich würde dein Unterschlupf sein, deine Zuflucht. Würde dich auffangen, wenn du irgendwann einmal stolperst und hinzufallen drohst. Würde dich beruhigen, wenn die Welt so beschissen normal agiert. Würde dich halten, nur um zu zeigen, dass du nicht allein bist. Ich würde dir die Welt und den Himmel und die Sterne versprechen, und mich jeden Tag darum bemühen, so viel wie möglich dir zu geben. Ich würde dir die Freiheit geben, die du brauchst, und würde jeden einzelnen Moment mit dir genießen. Würde dich lieben. I would be your shelter. Dein Unterschlupf. Deine Zuflucht.

Doch du brauchst das wahrscheinlich nicht. Wonach suchst du? Triffst die falschen Menschen und findest nie, wonach du suchst. Mach die Augen auf. Und strecke die Hand aus. Ich bin hier. Ich bin in deiner Nähe und wäre auf der Stelle an jedem beliebigen Ort, wo ich sein soll. Verstehst du nicht? Siehst du es nicht. Öffne deine Augen und lasse es heran. Fühlst du nichts? Es ist doch auch nur mehr als menschlich, doch sag es mir. Ich schwimme in Zweifeln und jage nach Fragen. Und bekomme nichts zurück. Nur Gedankenballastbomben und einen lange verloren geglaubten Gefühlschaos.

Kein „Das wird schon.“ kann mir jetzt helfen. Nur dieser eine Moment. Habe ich alles versäumt und meine Chance vertan. Oder bin ich einfach nur blind. Blind vor Verliebtheit. Oder genieße ich den Blick durch die rosarote Brille. Ich will sie nicht abnehmen. Will einfach nur Gewissheit. Das Wissen, was ist. Verstehen, woran ich bin. Und selbst wenn nicht, wüsste ich dann wenigstens eines. Du brauchst mich nicht als Zuflucht. Brauchst keinen Unterschlupf. Suchst weiter und wirst nicht finden.

Und jetzt geh bitte wieder aus meinem Kopf raus. Nimm die Gedanken mit, und verabrede mit dem Gehirn die Abschaltung der Gefühle. Und auf dem Weg nach draußen, töte bitte noch die Schmetterlinge in meinem Bauch. Mach, das alles weggeht. Wenn es eben doch nur so ist, dass alles nur von mir kommt, dann hau ab. Bitte. Tu es mir zuliebe.

Und selbst wenn ich jetzt viel zu viel hineininterpretiere, tut es weh. Es tut weh, wie es ist und es fühlt sich so falsch an. Es sollte anders sein. Mein Traumschloss hat mir etwas anderes gezeigt, mein Wunschkonzert hätte ein viel schöneres Abschlusslied. Ich weiß es nicht. Ich bin nur niedergeschlagen und ausgelaugt und traurig und verstört. Augen schließen. Und warten. Und irgendwann einmal verstehen.

Kenn’ Den Weg.

Sich fallen lassen. Halt geben. Worte, die einem am Nacken streicheln und eine Gänsehaut entstehen lassen. 

Minutenlang hören wir unsere Stimmen, meist abwechselnd, manchmal auch gleichzeitig. und reden von Gott und der Welt und der Liebe und uns. Sprechen vom Leben und all seinen verqueren Abzweigungen und scheinbaren Abkürzungen. Sprechen von der Vergangenheit und träumen von der Zukunft. Diese Gespräche finde ich jedes Mal wieder schön. So richtig einzigartig und diese wunderschöne Stille zwischen all den Worten. Das Zuhören und Verstehen, das Vertrauen. Und die Freude über unsere schon so lange andauernde Freundschaft. Denn gerade die ist einzigartig und unglaublich, unbeschreiblich und anders, als all die anderen.

Wir reden über Liebe. Du kennst mich und kennst meine Vergangenheit, kennst meine Geschichte und meinen Gefühlshaushalt. Weißt, wie es ist, von mir geliebt zu werden, und weißt, wie es ist, mich zu lieben. Wir sind der Oscar unter all den Freundschaften, die Olympiamedaille und der Mount Everest. Wir sind das Höchste und fühlen uns klein. Wir sind die Größten und sind eben doch nur Freunde. An Außergewöhnlichkeit nicht zu überbieten. Wir halten unsere Telefone an unsere Ohren und reden miteinander.

Und irgendwann dann dieser kleine Teil, diese halbe Minute. Wunderschöne Worte, von denen ich eine Gänsehaut bekomme und die mich stolz machen. Und ich weiß, dass du sie ehrlich meinst, weil du immer ehrlich mit mir warst. Du hast mir geholfen und Dinge geraten, die andere nie sagen würden. Weil sie Angst vor der Ehrlichkeit haben und denken, ich könnte die Wahrheit nicht vertragen. Du weißt, was du sagst und bist dir deiner Macht bewusst. Auf dich vertraue ich und dir höre ich zu. Und du mir scheinbar auch.

Du wirst es sein, die als erste davon erfährt. Dich werde ich anrufen, und werde dir alles erzählen. Damit wir gemeinsam Luftsprünge machen. Damit du dich für mich freust, und das machst du, jedes einzelne Mal. Und du wirst mich auffangen. Fängst mich auf und hältst mich fest. Gibst mir Halt. Und ermöglichst mir, zu leben. Dafür danke ich dir. Ich möchte gar nicht wissen, was ich ohne dir heute wäre. Bei dir finde ich zum ersten Mal das Wort Seelenverwandter passend. Du bist meine Seelenschwester. Und ich dein Bruder. Ich könnte dir für so vieles danken und freue mich einfach, dass es dich gibt. Und dass wir uns Freunde nennen können.

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