
Am letzten Tag des Jahres feiert Neon Wilderness noch schnell einen Runden.
Alles begann mit Close Your Eyes. Und bis jetzt folgten 998 weitere Einträge. Manche kurz und ohne wirkliche Aussage. Manche lange, und mit dem Versuch, tiefsinnig zu sein. Und heute, am letzten Tag des Jahres kommt nun das hier. Der eintausendste Eintrag.
Mir gefällt, wie sich der Blog nach dem Tod meines Neffen verändert hat. Vor allem längere Einträge. Vieles eingeordnet unter der Rubrik Minimal Literarisches. Manchmal ehrlich gesagt meine Lieblingskategorie. Weil ich mit zerstreuten Gedanken zu schreiben beginne. Und erst kurz vor dem letzten Absatz weiß ich ganz genau, wie das Ende aussehen soll. Neon Wilderness ist und bleibt mein Hauptblog. Mein Gedanken- und Gefühlsballast landet zwar in sehr kurzer Form auf hoch17. Aber hier lege ich einfach großen Wert auf alles.
Und nach dem Neujahrsputz hier, werde ich zwar nichts ausmisten, aber vielleicht einige Texte aus meinem alten Blog Dashboard Confessional einfügen. Um die Symbiose endlich abzuschließen und Dashboard Confessional entgültig schließen zu können. Ich habe viele Blogprojekte dieses Jahr gestartet und werde so einiges zu Beginn des nächsten Jahres einstampfen.
Eintausend Einträge. Mein Leben der letzten dreizehn Monate. Sehr persönlich, manchmal anmutend und vielleicht auch das eine oder andere Mal belehrend. Aber am ehesten wohl doch zweifelnd und gleichzeitig selbstüberzeugt. Soll ich jetzt noch mal darauf eingehen, was ich heuer so alles geschrieben habe? Nein. Im Jahresrückblick ist doch schon alles erzählt worden. Alles? Nein. Aber das Wichtigste.
Eintausend Einträge. Wenn man davon ausgeht, dass die Texte durchschnittlich 150 Wörter beinhalten, wären das dann 150.000 Worte. Ein Buch. Mein Buch. Warum ich das Ganze mache? Für mich. Und auch für euch. Ich freue mich über Kommentare, Anregungen, Fragen, oder Zustimmungen. Freue mich, wenn euch meine Texte gefallen. Wenn ich Emotionen bei euch hervorrufe. Aber ich würde hier nicht schreiben, würde es mir nicht Spaß machen.Würde es mir nichts bringen.
Und ich warne euch schon mal vor. Der nächste Tausender wird wohl erst in zwei Jahren hier erreicht werden. Weil solche Monate wie der August zu übertrieben sind, weil man doch auch viel Sinnloses hier rein schreibt. In den letzten Monaten hat es sich gut eingependelt. Und so wird es wohl auch bleiben. Aber zu feiern gibt es sicher etwas.
Ich könnte hier jetzt noch über die Belanglosigkeit eines Jahreswechsel berichten. Über die Sinnlosigkeit von Feuerwerken und die Desinteresse an Menschenanhäufungen. Ich könnte mir Vorsätze machen. Ich würde das Rauchen aufhören, abnehmen, und mein Leben komplett verändern. Aber ich lebe jetzt einfach. Lasse auf den Einunddreißigten den Ersten folgen. So wie an jedem Monatsende. Dass sich dadurch die Jahreszahl verändert, ist mir egal.
Ich bin hier. Schreibe hier gerade meinen tausendsten Eintrag und wünsche euch auf diesem Weg wunderbare 366 Tage. Sie werden einzigartig werden. Mit allen Hochs und Tiefs und allen Wendungen und Schicksalsschlägen. Leben nennt man sowas.








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