Archiv für Juli 2007

Mein. Letzter Tag.

Dramatik pur. Schon alleine der Titel. Aber ist es doch nur der letzte Tag für neun Monaten, an denen ich spät aufstehen konnte. So schlimm ist das ganze gar nicht. Nur wie … ähm … noch ein Jahr Schule gehen. Nur ohne Prüfung. Oder wie … zum Zahnarzt gehen. Jeden Tag. Nur ohne Zahnarzt. Heute ist der letzte Abend, an dem ich, nicht geschlaucht, ins Kino gehen kann. Nein, nicht der letzte Abend für immer. Sondern für diese Woche.

Und deswegen gehe ich mit Andrea ins Kino nach Regau. Ein großes Kino mit vielen Sälen. Was wir uns ansehen? Natürlich „Die Simpsons“. Hat sich ja schon weit vorgekämpft, der Film. Irgendwas um den 60sten Platz in der imdb-Liste der 250 besten Filme aller Zeiten. Frühen Kritiken darf man zwar keinen Glauben schenken. Aber ich bin zuversichtlich.

Und drum wünsche ich euch mal einen schönen Abend. Für mich ist er schon jetzt schon. Und für uns, Andrea und mich, gibts dann auch noch eine Schaukelsession. Wie bei „A Friend. Of Mine.“. Schön. Ich freu mich schon drauf. Sie müsste eigentlich gleich vor meiner Tür stehen. Also. Na dann. Ich meld mich dann spät nachts noch einmal.

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Das Erste. Mal. Ein. Geiles Gefühl.

Presse

Kuckt zuerst einmal hier.

Dann hier.

Dann hier.

Und dann versteht ihr vielleicht, warum das Erste Mal so großartig ist. Ich komme einem Teil meines Traumes näher. Der Traum, in dem ich Journalist werde. Man kann Blogs als den Journalismus des kleinen Volkes verstehen. Ich bin einfach nur stolz, dass mein Name, mein Herkunftsland und der Link zu meinem Blog, und natürlich der Text in einer großen österreichischen Tageszeitung abgedruckt werden.

Ein Geiles Gefühl.
Das Erste Mal.

An alle Österreicher: morgen (1. August) die Presse kaufen und nach einem Herrn Dominik Leitner suchen. :-)

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Oh. Bitte Gib. Mir Nur Ein. Wort.

Also. Ähm. Ein Freund lässt fragen. Denn. Er hat da so ein Problem. Ähm. Mit Frauen.

Erst kürzlich ging er in eine Bank. Viel Personenverkehr, deswegen Wartezeit. Um die Zeit zu überbrücken, einfach mal die Kontoauszüge ausgedruckt. Dann niedergesetzt. Und als ich … ähm … er dann da saß, blickte eine junge Frau, ca. in seinem Alter immer wieder her. Er kannte sie. Vom Sehen. Weiß nicht wie sie heißt. Hat aber auch schon des Öfteren Blicke auf sie geworfen. Nicht hier in dieser Bank, sondern irgendwo anders in diesem kleinen verdammten Ort. Und er dachte, man kennt hier jeden. Sie blickt ihn immer an. Mit einem eher genervten, aber trotzdem neugierigen Blick. Er sieht in den Info-Fernseher, der direkt über ihr hängt. Und sieht ihre Blicke. Spürt sie. Sie wieder kurz zu ihr hin. Sie blickt nicht weg. Sie blickt einfach nicht weg. Hört nicht auf.

Er kommt dran. Zahlt den Zahlschein ein, legt das Geld auf das Sparbuch. Braucht viel zu lange. Als er geht, ist sie noch da. Sieht ihn an. Er möchte sie auch noch einmal sehen, geht aber viel zu schnell hinaus.

Hätte sie gerne kennengelernt.

Hätte gerne mit ihr gesprochen.

Hätte gerne ihren Namen gewusst.

Hätte gerne diesen Nachmittag mit ihr verbracht

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Q10. Revitalisierendes Schreibprogramm.

In Pläne. Aber Was Solls. meinte ich noch, ich hätte eine Schreibblockade. Oder redete irgendwie drumherum. Eigentlich kam ich einfach nur nicht bei meinen Gedanken für Kapitel 1 weiter.

Dann der Kommentar von Monsieur Htwo. Von einem Programm sprach er. Q10 nannte er es. Und ich fragte mich anfangs noch, was ich mit einer revitalisierenden Gesichtscreme für Männer von Nivea anfangen soll.

Also dann rauf auf die Homepage von Q10. Am Anfang nicht ausgekannt, die Seite zum Downloaden nicht gefunden, wieder mal gemerkt, wie schön Freeware sein kann und dann anschließend gleich geöffnet.

Alles schwarz. Alles einfach nur schwarz. Der komplette Bildschirm. Und ich tippe. Höre das Geräusch einer elektrischen Schreibmaschine. Die Schrift? Orange. Dann mein neues Buch rüberkopiert, keine Menüleiste. Ich habe mir mit den Tastenkürzeln geholfen. Und da war es nun, mein Buch. Und ich versuchte es. Versuchte wirklich, mich auf das Buch zu konzentrieren. Ohne Ablenkung wie bei MS Word oder Open Office Writer. Und die Zeichen-, Wörter- und Seitenanzahl nimmt immer noch schön langsam zu.

Q10 ist ein wunderbares Programm. Statt mit immer neuen Dingen Leute anzulocken, überzeugt Q10 durch seine Schlichtheit. Mehr braucht man eigentlich nicht. Für jeden Schreiberling und werdenden Autor von Büchern absolut empfehlenswert. Zwei Daumen hoch. Und wenn das Buch bis Weihnachten fertig ist. Dann ist nur Q10 Schuld.

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Einkaufs. Dienstag.

Produkte

Wie schon gesagt, wurde ich heute um 9 Uhr geweckt. Aufgestanden, Blase erleichtert und nach der Post gesehen. Riesiges Paket von Amazon.de mit meinem Namen und meiner Adresse auf. Das kann doch nicht. Das wird doch nicht. Doch. Es war die 3-DVD-Special-Edition vom Film „Pan’s Labyrinth„. Zugegeben, ich habe ihn noch nie gesehen. Habe auch nicht wirklich eine Ahnung, um was es denn jetzt nun genau geht. Aber muss super sein. Und Guillermo del Toro spricht auch schon für sich. Mit 6 Stunden Bonusmaterial. Und einem kleinen Büchlein voll mit Storyboardzeichnungen. Und übrigens limitiert auf 25.000 Stück. Ich habe Nummer 16595. Hehe.

Dann, in der Stadt, nach einer stressigen Autofahrt mit (wieder) verrückt gewordenen Schwester und meiner nervigen Autobeifahrermutti, sofort in den Frick (die Buchhandlung eben). Zum Regal mit der Überschrift „Literatur“ gegangen. (Schon verwunderlich, dass man das in einer Bücherei extra beschriften muss). Und zu Houllebecqs „Ausweitung der Kampfzone“ gegriffen. Noch überlegt, mir auch noch „Die Möglichkeit einer Insel“ zu kaufen. Und irgendein anderes Essay. Aber nein. Und dann noch J. D. Salingers „Der Fänger im Roggen„. Zum ersten Mal hat mir dieser sehr gescheite und belesene Verkäufer in diesem Laden zu meiner Auswahl gratuliert (und sich wahrscheinlich verwundert über meinen Lesegeschmack mein Gesicht eingespeichert, um mich ja beim nächsten Mal wiederzuerkennen).   

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Nur. Ene. Fräge.

Mode

Sieht dieses Outift wirklich so … scheiße … aus, so wie meine Mutter es behauptet? Also mir gefällts

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Schon. Wieder. Geweckt.

Sagte ich, oder besser gesagt, schrieb ich nicht, dass ich mich heute mal so richtig ausschlafen wolle. So bis 11 oder 12? Stimmt. Aber um 9 Uhr betrat meine Mutter wieder einmal mein Zimmer (Gedanke: Verdammt, ich brauch jetzt endlich einen Schlüssel!) um mir zu sagen, dass sie um 10 in die Stadt fährt.

Heute ist ja Wochenmarkt. Oder ich glaube, irgendein anderer Markt. Der nur einmal im Jahr ist. Für mich Grund genug, diesen Menschenauflauf zu meiden und meine Lieblingsgeschäfte zu durchstreifen. So Libro (Multimedia), Frick (Buchhandlung), Javorsky (kleinere und persönlichere Buchhandlung). Was dieser Ausflug in die Stadt bedeutet? Ich schätze mal: Mittagessen beim Würstelstand. So wie jedes Mal. Aber zugegebenermaßen fahren wir nicht so oft an einem Dienstag in die Stadt. Das letzte Mal vor einem Jahr.

Soll ich mich freuen? Soll ich weinen? Das mache ich zwar schon, weil sich meine müden Augen nicht an die Helle des Tages gewöhnen wollen. Kennt ihr das? Und was ich mir kaufen werde? Houllebecq. Unbedingt.

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Pläne. Aber Was Solls.

Mein Buch wird jetzt neu geschrieben. Ich schreibe jetzt absichtlich nicht mehr „the places you have come to fear the most“. Es bekommt nämlich einen neuen Titel. Und das Buch wird eben neu geschrieben, auf Basis des ersten. Aber zurzeit stocke ich. Weiter als auf Seite 5 (davon erst zwei Seiten wirkliches Buch) lassen mir diese Schreibarbeit wie den Anfang von tpyhctftm erscheinen. Da brauchte ich für die ersten Seiten auch Wochen. Für die restlichen 65 Seiten nur mehr zwei Wochen insgesamt.

Vielleicht brauche ich einfach nur wieder das Gefühl, dass alles passt. Zurzeit verfolgt mich der Gedanke an den Zivildienst. Wenn ich dann mal kapiert habe, das alles nicht so schlimm ist. Dass sie mir zwar 9 Monate meines Lebens stehlen, das Leben aber weiter gehen muss, dann wird es wohl besser gehen. Dann wird das Buch wohl schneller geschrieben. Aber ich stehe nicht so unter Stress. Ich habe bis Weihnachten Zeit. Laut meinem hauseigenen Plan.

Und gerade festgestellt und beschlossen. Dieses Wochenende werde ich einen Beauty-Abend veranstalten. Eine oder zwei Stunden in der Badewanne verbringen (in der Badewanne war ich seit … Wochen nicht mehr; ich bevorzuge das Duschen), Maniküre, Pediküre, und Zupfen und Schneiden der wichtigsten Haare. Vor allem die Augenbrauen und die Nasenhaare müssen wohl dran glauben. Natürlich nicht die ganzen. Ähm. Augenbrauen. Klingt irgendwie schräg. Ja, ist es auch. Ein Beweis der erzwungenen Einsamkeit. Die ruhige Musik, die dann immer im CD-Player läuft, fängt die Stimmung richtig ein. Vielleicht nehme ich diesmal Feist oder Siobhan Donaghy. Oder The Decemberists.

Das sind doch mal Pläne. Wow. Aber was solls. Es scheint Zeit zu sein.

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Unnützes. Wissen. 1.3

Unn?tzes Wissen

Ich bin Pazifist, Zivildiener und darf sowieso bis 35 keinen Waffenschein machen. Oder Jäger werden. Oder Polizist. Will ich ja auch gar nicht.

Aber eine Pistole, wie jene vom Hitman ist schon sowas von sexy. So schön silber. Und sie glänzt auch noch so schön. Einmal in der Hand halten würde ich so etwas schon gerne.

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Gebrochenes Zuhause. Letzte Ruhestätte. Narben.

Psychologie

Ich muss gerade lachen. Dieses Resümee heute, mit „I. Am. The Best Deception.“ hat mir diesen einen Tag in die Erinnerung gerufen, als mein Opa mütterlicherseits 2002 verstarb. An meine Reaktion, mein Lauf ins Zimmer. Meine Playlist.

Es war Papa Roach. Ihr Album liebte ich. Ich war nie, und vor allem in dem Alter von immer noch 13 Jahren, ein großer Rock-Fan. Aber Papa Roach war anders. Durch „Last Resort“ zum Kommerz geworden. Album gekauft. Broken Home geliebt. Between Angels And Insects verschlungen.

Und seit diesem Jahr, vor fünf Jahren, begleitet mich Papa Roach, der Vater der Schaben, irgendwie ständig. Ob eben mit Last Resort, dass für unsere Clique eine Art Saufsong geworden ist, da ja jeder den Text kann. Oder Broken Home, wenn ich mal wieder die ganze Familie und die Familienverhältnisse hasse. Scars, wenn ich an Vergangenheitsbewältigung oder über Selbstverletzung nachdenke. Getting Away With Murders und Between Angels And Insects wenn ich mal vom ganzen System angepisst bin. Tyranny Of Normality, wenn die Routine mich aufzufressen droht. She Loves Me Not bei Kummer auf Liebesebene. Und wenn es um die Aufforderung zum Leben geht, dann ist Stop Looking, Start Seeing perfekt.

Papa Roach ist anders. Es spricht mir aus der Seele. Irgendwie. Oder schreit es einfach nur. Es ist schon beeindruckend, was Musik bewegen kann. Und wenn wir das nächste Mal in meiner Clique „Cut My Life Into Peaces. This Is My Last Resort“ grölen, dann denk ich an meinen Opa. Und an das letzte Mal, als ich von ganzen Herzen, vom Innersten heraus weinte.

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