So ganz ohne Milchschaum.

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Cause everybody’s changing
and I don’t feel the same.

Der Milchschaum versucht zu verschwinden, und ich blicke in die Ferne, aus dem Fenster dieses alten Cafés als würde ich irgendetwas erkennen oder nach jemanden Ausschau halten. Es ist niemand und es ist nichts. Es überschlagen sich nur die Dinge, die bis vor wenigen Tagen, vor Woche noch ganz alltäglich waren. Wir haben es nicht erwartet, haben gedacht, dass wir endlich einmal irgendwo angekommen sind. Haben den Boden gefunden, der uns Halt geben, haben das Leben erfunden, dass uns tragen soll. Heute ist alles anders.

Wenn Nächte unruhig werden und man aufwacht, mit Kopfschmerzen und Gedanken und der abgekühlten Wut des Vortages, und immer wieder prasselt es ein. Etwas Neues, eine Kurve, eine Kehrtwende, ein Ende. Beständigkeit tut gut, ist so unglaublich wichtig und doch leider nur allzu selten. Aber all diese Veränderungen, diese Stolpersteine, denen man auszuweichen versucht und dabei auf neue Wege stößt, tragen so viel Mut und so viel Herausforderung in sich, die mich unruhig machen. Was wird nur sein? Wie wird es kommen. Ich weiß es nicht.

Und irgendwie freue ich mich darauf. Freue mich auf all das Ungeplante, auf die Erlebnisse, die in den kommenden Wochen und Monaten auf mich, auf uns, zukommen werden. “Mach immer, was dein Herz dir sagt.”, habe ich heute zu dir gesagt. Und “Es ergibt sich immer ein Weg.” Mehr kann ich all dem nicht hinzufügen. Hauptsache, wir bleiben noch lange Zeit hier sitzen, bei diesem Kaffee. So ganz ohne Milchschaum.

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derFreitag und ich.

Manche Dinge erzeugen Herzklopfen. Wenn man sich wieder einmal bewusst wird, welches Glück man hat, neben dieser einen Frau zu liegen. Oder wenn man wichtigen Menschen meine Beiträge retweeten. Oder eben auch, wenn ein Blogbeitrag auf freitag.de plötzlich im redaktionellen Teil der Website auftaucht.

Und das ist mir am Donnerstag Nachmittag zum ersten Mal in meinem Leben passiert. Ihr denkt vielleicht, ich übertreibe. Aber “Das Opfer Strache“, mein Beitrag dort, war halbwegs schnell geschrieben. Während zweier Zugfahrten, ohne Hintergedanken veröffentlicht (ich hatte eher bissige Kommentare im Hinterkopf) … und plötzlich steht er da, neben all den anderen journalistischen Beiträgen auf der Startseite. Und irgendwann, ja … das sag’ ich euch: Irgendwann wird ein solcher Blogeintrag auch abgedruckt werden, in der Printausgabe von derFreitag. Und dann sage ich es euch natürlich. Eh klar.

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BarCamp Linz.

Am Samstag treffe ich mich wieder mit großteils unbekannten Menschen, setze mich mit ihnen in einen Raum und höre mir Vorträge von meist ebenso unbekannten Menschen an. Und dazwischen wird genetzwerkt, kaffeegetrunkt und nach draußen gegangen um zu rauchen. Hach, das wird schön.

Ich war ja schon auf einigen dieser Veranstaltungen. tschörda hat auf ihrem Blog einen schönen Pressetext veröffentlicht, den ich schamlos (und nur zur Hälfte) übernehme:

Am 4. Februar 2012 wird in Linz erstmals ein thematisch offenes Barcamp stattfinden. Das Barcamp – eine “Unkonferenz” – ist zwar kein neues Veranstaltungsformat, doch wird es das erste seiner Art in Linz sein. Die Veranstaltung wird von 9 bis 17 Uhr im Wissensturm stattfinden und ist frei zugänglich: Vorträge, Sessions und Workshops entstehen vor Ort und sollten möglichst in drei Slots mit den Überthemen “Digitale Gemeingüter”, “Gesellschaft vernetzen” und “Webtechnologien” Platz finden – eine grobe Einteilung, denn die Community selbst gestaltet das Programm erst am Tag der Konferenz.

Und für alle Menschen, die mich lieben (oder in Zukunft lieben wollen), hier etwas, das ich schon zum BarCamp im Herbst 2010 gepostet habe:

I’ll be there. Aber sowas von! Und alle, die mich immer schon mal treffen, mich angreifen wollten, mir von hinten die Auge zuhalten und darauf warten würden, dass ich unbekannterweise den richtig geratenen Namen sage: Trefft mich. Ich beiße nicht, aber rede eben nur sehr ungern mit fremden Leuten. Außer ihr habt einen Lolly. (Ernsthaft!)

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Fotoprojekte.

All diese Ideen sind nicht wirklich neu. Aber jetzt habe ich mir endlich die Zeit genommen, sie etwas zu organisieren und durchzudenken. Drei sind es an der Zahl und ich muss zugeben: sie sind allesamt sehr schräg. Aber das Wichtigste ist, dass ich euch dazu brauche!

Rosarote Fahrräder

Ich mag rosarote Fahrräder. Keine Ahnung warum. Aber immer, wenn ich eines irgendwo angekettet sehe, möchte ich am Liebsten hinrennen, es umarmen und auch noch fotografieren. In Stockholm, dem Paradies für Liebhaber der rosaroten Fahrräder, habe ich einen Anfang gewagt und einige fotografiert. Jetzt habe ich auf Flickr eine Gruppe erstellt, in die jeder seine Bilder von rosaroten Fahrrädern reinstellen kann.

Location Based Klopapier

Ich mag Toiletten. Ehrlich. Meiner Meinung nach sagt eine Toilette so unglaublich viel über einen Ort, über ein Haus, eine Wohnung aus, wie sonst kaum etwas. Die Pflanzen sind tot? Die Spüle voll? Egal, solange das Klo stimmt. Ich habe es mir einige Zeit lang selbst zur Aufgabe gemacht, ein kleines Experiment auszuprobieren. Wer von euch nutzt Foursquare? (Es würden natürlich auch Dinge wie Facebook Places oder Gowalla funktionieren.) Macht doch einfach so oft wie möglich, wenn ihr euch wo einloggt, ein Foto von der Klopapierrolle! So wie z.B. ich hier.

Der Club der toten Tiere

Die makaberste, aber auch die älteste Idee: Als ich jünger war, sammelte ich keine Briefmarken, keine Pornohefte, keine Fotos von Hundehaufen. Nein, ich sammelte Fotos von toten Tieren. Von Mäusen und Vögeln, die unsere Katzen daherbrachten. Von Fröschen und Igeln, die langsamer als die Autos waren, die sie überfuhren. Und jetzt habe ich hierfür eine Flickr-Gruppe erstellt. Wer macht mit? (Aber ganz wichtig: wir suchen totes Kleinvieh. Keine tote Katze, kein toter Hund, keine tote Kuh und auch kein toter Elefant.)

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Meeresgrund.


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Das Leben ist keine Achterbahn. Es kommt nicht nach jedem Bergab ein Bergauf. Manchmal bleibt die Bewegung nach unten. Unaufhaltsam macht man sich zum Grund des Meeresbodens auf, um irgendwann mit voller Wucht aufzuschlagen. Und zu verspüren, dass selbst dort unten keine Aussicht auf einen Aufstieg zu erkennen ist. Manchmal wird einem all das zu viel, ein anderes Mal gewöhnt man sich an das verdammte Resultat, das man nicht einmal seinem schlimmsten Feind an den Hals wünscht. Vielleicht ist das die einzige Möglichkeit, damit zurecht zu kommen.

Wenn man Glück hat, schafft man es. Es gibt keine langsamen Aufstiege, oder Stufen, die man überwinden muss, um den Kopf wieder über Wasser zu bekommen. Wenn man wirkliches Glück hat, passieren Dinge, die einen voller Wucht wieder nach oben katapultieren. Und wenn man lange genug am Meeresgrund zugegen war, schafft man es dann vielleicht, diese Zeit da, ganz oben, wirklich wertzuschätzen. Nicht immer griesgrämig auf Dinge zu sehen, die einem noch fehlen, sondern sich mit dem zurecht geben, was da ist. Wenn man erst einmal unten war, und es durch unbegreifliche Umstände wieder schafft, selbstständig nach Luft zu schnappen, kann man in Wahrheit neu beginnen. Die Welt mit neuen Augen sehen. Weil man weiß, wie glücklich man ist. Wie vollkommen glücklich man vielleicht auch schon die ganze Zeit hätte sein können.

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Neue Kategorie: Literaturwettbewerbe

Ich werde Schriftsteller. Und weil 200 Seiten nicht ganz so schnell geschrieben werden – obwohl, zugegeben, 4 Jahre schon eine beträchtliche Zeit sind – habe ich beschlossen, 2012 zum Jahr der Literaturwettbewerbe werden zu lassen. Ja, ihr lest richtig: Ich werde von nun an viel Zeit damit verbringen, Essays, Prosa, Lyrik und so weiter zu schreiben, es auszudrucken und mich an die Teilnahmebedingungen halten. Veröffentlichen darf ich solche Texte dann aber natürlich nicht vorab auf meinem Blog, das ist euch hoffentlich bewusst.

Dafür habe ich aber diese Kategorie angelegt: Hier berichte ich darüber, wenn ich eine Geschichte eingereicht habe. Erzähle euch, um welches Thema es geht, wer diesen Literaturwettbewerb ausgeschrieben hat und vielleicht teasere ich meine Geschichte auch kurz an. Alles, was möglich ist. Und sollte ich es irgendwo einmal schaffen, unter die Top 3 zu gelangen – der erste Platz ist natürlich immer mein Ziel, aber man darf doch realistisch sein – werde ich himmelhochjauchzend genauso hier darüber berichten. Seit also gespannt. Und ich hoffe ganz einfach, dass 2012 mein bisher kreativstes Jahr wird. Das wär nämlich echt schön.

Und nach der Bekanntgabe der Sieger werde ich natürlich meine Geschichte auch euch zur Verfügung stellen. Dafür richte ich im Laufe der Zeit eine eigene Seite hier ein, wo ich die Geschichten, schön gelayoutet und vielleicht auch mit Bildern, als *.pdf zum Download anbiete. Und eventuell ist es einer meinen kleinen Weihnachtswünsche, auch ein eBook zu erstellen. Wir werden sehen.

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Graustufen.

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“Sie ist weg.” Er blickt gen Boden, in Richtung des holprigen und harten Stück Erde, dass ihm Halt zu bieten versucht. “Einfach weg. Ich … ich … ach, verdammt!” Er verstummt. Es ist ein herber Windstoß, der ihm die Luft aus den Segeln nimmt; der ihn ganz offensichtlich zumindest innerlich zusammensinken lässt. In sich zusammen, viel kleiner, als er in Wahrheit ist. “Wir haben uns doch immer gesagt …wir haben doch gemeint, dass es kein Ende für uns geben werde, nicht wahr? Dass wir alle Widrigkeiten schaffen, alle Träume gemeinsam, alle Nächte zu zweit erleben werden, weißt du?” Seine Stimme verblasst, verwelktes und vom Regen der vergangenen Tage aufgeweichtes Laub klebt vor seinen Füßen am Boden. “Es ist.” Er schluckt, um dieses Ding in seinem Hals, dass ihm immer wieder dazu zwingt, die Stimmbänder etwas mehr zu belasten, einfach hinunter zu pressen. “Ich wollte nicht, dass es so weit kommt. Wir beide, sie und ich, wir waren das Traumpaar. Zumindest hielten wir uns, mit fester Überzeugung, für genau eben dieses. Niemand konnte uns etwas anhaben. Niemand konnte auch nur im Entferntesten erahnen, womit man es hier zu tun hatte.” Er greift nach dem dünnen Stamm eines kleinen, winterbedingt bereits erkahlten Baumes, hält sich fest und lehnt den Kopf an. Die trostlose Umgebung, die Welt, auf der er nun alleine wandeln muss, gibt alle seine Gedanken wunderbar wieder. Diese Tristesse, diese Farblosigkeit. So muss die Welt von nun an immer aussehen. Nur so kann er sich eine Welt ohne ihr vorstellen. Wie konnte sie nur. Warum hat sie nur. “Sterben, verstehst du? Damit konnte man nicht rechnen, oder? Ach, verdammt.” Er ist angekommen, in der Realität. In der Erkenntnis. Am Ende des Regenbogens. In einer Welt voll Graustufen.

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