
Wir haben doch alle Erwartungen. Blicken zurück und wünschen uns, das alles besser wird. So gut können Jahre meist nicht laufen, dass man sich nicht eine Besserung, einen Aufwärtstrend für das nächste Jahr wünscht. Aber ich habe es endlich geschafft und stehe jetzt nun am Ende dieses so ereignisreichen Jahres, das besser nicht hätte laufen können.
Aber 2011. Wird besser. Eindeutig. [29.12.2010]
Was war denn so besonders im Jahr 2011? Vielleicht, dass ich zum ersten Mal seit Jahren endlich wieder zu mir selbst gefunden habe. Ich habe mein Selbstbewusstsein beinahe ins Unermessliche steigen gesehen, habe Träumen und Faulenzen zu einer Hauptangelegenheit meines Lebens werden lassen und hab wieder einmal erlebt, wie toll es ist, unernst zu sein. Mit allem und jedem.
Schreiten. Eine von mir erdachte Lebensphilosophie, die – vielleicht übertreibe ich – mein Leben voll und ganz verändert hat. Diese Rückbesinnung auf das wirklich Wichtige, auf die Zeit, du man sich selbst einfach mal gönnt, um innezuhalten, nichts zu tun oder unaufgeregterweise Wolken zu beobachten, machen das Leben so viel schöner. Und damit sind selbst Rückschläge viel besser zu ertragen.

Und im August gab es plötzlich wieder ein Wir. Elisabeth und ich, zwei Unzertrennliche seit sieben Jahren. Seit diesem Sommer ein Paar, und mit jedem Tag und jedem Anruf, jedem Wiedersehen und jedem Nebeneinander-Einschlafen wird die Liebe noch ein kleines Stückchen größer. Der ewige Single scheint angekommen zu sein.
Außerdem war ich in diesem Jahr viel unterwegs. Da sind die zwei Reisen mit @sirii4, die mir wohl auf ewig in Erinnerung bleiben werden: im April Stockholm und im Juni Graz. Und das unvergessliche Ozora Festival in Ungarn. Ich bin viel herumkommen in diesem Jahr und habe von jeder dieser Reisen so unendlich viel mitgenommen.
Was war sonst noch? Ich habe geschrieben. 25.000 Worte für Volle Distanz. Näher zu dir während des NaNoWriMo. Einen Gastbeitrag in der Futurezone. Unzählige Veröffentlichungen meiner Texte in den Salzburger Nachrichten, ein Abdruck einer Buchrezension im Magazin Contraste, eine Coverstory im Frischluft und ein Artikel im SUMO Magazin. Und einen Tweet im PONS Twitterbuch. Außerdem habe ich meinen Medienblog gestartet, begonnen für subtext.at zu schreiben und war natürlich auch wieder sehr aktiv auf neuwal.com. 2011 hat mein bisher veröffentlichungsreichstes Jahr bei Weitem übertroffen. Und das fühlt sich mehr als gut an.
2011 war das, was ich mir unter einem perfekten Jahr vorstelle. Und ihr wisst ja, ich hasse Perfektion. Aber es könnte ruhig noch so weitergehen. Ich bin bereit, habe einen wundervollen Mensch an meiner Seite, habe genügend Träume und große Freude daran, an ihnen zu arbeiten. Ihr werdet noch von mir hören. Spätestens 2012!
Euch allen möchte ich ein großes Dankeschön sagen. Danke, dass ihr mitgelesen habt, manchmal auch mitgefiebert, vielen lieben Dank für das oft so großartige Feedback. Danke fürs Dasein. Neon|Wilderness wird es auch 2012 weiter geben, irgendwann sogar mit neuem Design und neuer Adresse. Aber im Grunde wird alles beim Alten bleiben.
Feiert heute, was das Zeug hält, begießt 2011 mit gebührend viel Schampus und wacht bitte morgen, vollkommen verkatert auf. Das hat sich 2012 verdient, und ihr euch auch!